RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
young caritas

young caritas

Flüchtlinge Willkommen! - Aktionsheft

Veröffentlichung:8.7.2025

Das Aktionsheft „Flüchtlinge willkommen“ von youngcaritas richtet sich an Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren und sensibilisiert für die Themen Flucht, Migration und gesellschaftliche Verantwortung. Es vermittelt grundlegende Informationen über die Lebenssituation von geflüchteten Menschen in Deutschland, behandelt die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften, Kinderrechte, unbegleitete minderjährige Geflüchtete, Vorurteile und Diskriminierung sowie die europäische Flüchtlingspolitik. Darüber hinaus enthält das Heft zahlreiche Aktionsideen, Projektvorschläge und Unterrichtsanregungen, die junge Menschen zu sozialem Engagement ermutigen und Begegnungen mit geflüchteten Menschen fördern. Die Verbindung von sachlicher Information, persönlichen Lebenssituationen und konkreten Handlungsmöglichkeiten macht das Medium zu einer vielseitigen Grundlage für einen werteorientierten Unterricht.

Das Aktionsheft „Flüchtlinge sind willkommen“, herausgegeben von youngcaritas Deutschland, richtet sich an Jugendliche im Alter von etwa 13 bis 18 Jahren und bietet eine fundierte, zugleich lebensnahe und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht, Asyl und Integration. Es informiert über globale Fluchtursachen, rechtliche Grundlagen und persönliche Schicksale von Geflüchteten – und stellt dabei konkrete Anknüpfungspunkte für Solidarität, Engagement und christliche Verantwortung in Schule und Gemeinde her.

Products

Das Medium eignet sich besonders für den Einsatz im Religionsunterricht der Sekundarstufe, wenn Fragen nach Menschenwürde, Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Solidarität, Verantwortung und den Menschenrechten behandelt werden. Die einzelnen Themen können unabhängig voneinander bearbeitet und mit biblischen Impulsen, kirchlicher Soziallehre oder aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen verknüpft werden. Der handlungsorientierte Aufbau ermöglicht unterschiedliche methodische Zugänge wie Gruppenarbeit, Stationenlernen, Partnerarbeit, Projektunterricht oder Lernen an Fallbeispielen. Die zahlreichen Aktionsvorschläge regen Lernende dazu an, eigene Ideen für solidarisches Handeln zu entwickeln und diese im schulischen oder außerschulischen Umfeld umzusetzen. Ebenso bieten die Materialien gute Gesprächsanlässe zur Reflexion von Vorurteilen, zur Perspektivübernahme sowie zur Auseinandersetzung mit den eigenen Wertvorstellungen. Das Medium unterstützt damit sowohl den Erwerb von Sachwissen als auch die Entwicklung sozialer, ethischer und interkultureller Kompetenzen. Durch die Verbindung von Information, Reflexion und konkretem Handeln trägt es zu einem lebensweltbezogenen und kompetenzorientierten Religionsunterricht bei.

Neben sachlichen Informationen zur Flüchtlingssituation enthält das Heft Interviews mit Betroffenen, Aktionstipps für Gruppen, Quizformate sowie Impulse zur Reflexion von Vorurteilen und Medienkritik. Dabei werden auch aktuelle Fragen thematisiert, etwa: Was bedeutet eigentlich Asyl? Was ist der Unterschied zwischen Flüchtling und Migrant? Wie funktioniert Integration vor Ort? Und was können wir als Jugendliche tun?

Für den katholischen Religionsunterricht bietet das Heft eine ideale Grundlage, um zentrale Inhalte der katholischen Soziallehre – insbesondere die Menschenwürde, die Option für die Armen, Solidarität und Gerechtigkeit – mit konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen zu verknüpfen. Die Verknüpfung von Information, Begegnung und Aktion lädt Lernende ein, sich nicht nur kognitiv mit Flucht auseinanderzusetzen, sondern auch empathisch und verantwortungsbewusst zu handeln – ganz im Sinne der christlichen Nächstenliebe.

Das Heft eignet sich sowohl zur Einbettung in Unterrichtsreihen zu den Themen Menschen auf der Flucht, Fremdsein, Globalisierung, Frieden oder Ethik des Helfens, als auch als Impulsgeber für Projektarbeit, Schulaktionen oder kreative Gruppenarbeit. Besonders hervorzuheben ist der Fokus auf Perspektivwechsel und Zivilcourage: Jugendliche werden ermutigt, Haltung zu zeigen, Vorurteile zu hinterfragen und sich aktiv für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen.


Das Aktionsheft bietet eine Vielzahl an Unterrichtsmaterialien und Aktionsvorschlägen, die fachliche Informationen mit ethischer Reflexion und praktischem Handeln verbinden. Im Themenbereich „Ein Leben ohne Privatsphäre“ setzen sich Lernende mit den Lebensbedingungen geflüchteter Menschen in Deutschland auseinander. Sie informieren sich über die Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften, analysieren die Auswirkungen beengter Wohnverhältnisse auf Kinder und Jugendliche und diskutieren Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation. Ergänzend regen die Aktionsvorschläge „Show me how to“ und „The Voice of Refugees“ dazu an, gemeinsam mit geflüchteten Jugendlichen Begegnungsangebote zu gestalten. Dabei bringen Lernende ihre eigenen Fähigkeiten ein, organisieren gemeinsame Freizeitaktivitäten oder kulturelle Veranstaltungen und sammeln Erfahrungen im interkulturellen Austausch.

Im Kapitel „Gleiches Recht für alle! Oder etwa nicht?“ steht die UN Kinderrechtskonvention im Mittelpunkt. Das Unterrichtsmaterial „Was ist euer gutes Recht?“ führt Lernende an die Bedeutung von Kinderrechten heran, indem sie zunächst eigene Bedürfnisse sammeln und diese anschließend mit den international festgelegten Kinderrechten vergleichen. Dadurch entwickeln sie ein Verständnis für den Unterschied zwischen individuellen Wünschen und universellen Rechten. Mit dem Material „Checkt eure Kinderrechte!“ überprüfen Lernende anhand eines Fragebogens die Umsetzung von Kinderrechten in ihrer Schule, ihrer Familie oder ihrem Wohnumfeld, werten die Ergebnisse aus und entwickeln Verbesserungsvorschläge. Ein Vergleich mit der Lebenssituation geflüchteter Kinder fördert die Perspektivübernahme und sensibilisiert für soziale Ungleichheiten.

Das Kapitel „Ene mene muh und raus bist du?“ beschäftigt sich mit Vorurteilen, Stereotypen und gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen. Im Unterrichtsmaterial „Fakten gegen Vorurteile“ sammeln Lernende zunächst verbreitete Vorurteile gegenüber Geflüchteten und überprüfen diese anschließend anhand von Sachinformationen. Dadurch lernen sie, stereotype Aussagen kritisch zu hinterfragen und ihre eigene Urteilsfähigkeit weiterzuentwickeln. Der „Workshop Zukunftsbilder“ eröffnet anschließend einen kreativen Zugang zum Thema. Gemeinsam mit geflüchteten Jugendlichen gestalten Lernende Collagen, Zeichnungen, Fotos oder Videos, in denen sie persönliche Zukunftswünsche und Lebensziele ausdrücken. Die gemeinsame Arbeit fördert Begegnung, gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung unterschiedlicher Lebensgeschichten.

Im Themenbereich „Allein in einem fremden Land“ richtet sich der Blick auf unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Mit dem Material „Wie alt sind wir?“ setzen sich Lernende mit der Problematik der behördlichen Alterseinschätzung auseinander. Anhand einer Mitmachaktion erkennen sie, wie schwierig die Einschätzung des Alters allein anhand äußerer Merkmale ist und welche weitreichenden Folgen diese Entscheidung für die betroffenen Jugendlichen haben kann. Dadurch werden Fragen nach Gerechtigkeit, Menschenwürde und Kinderrechten aufgegriffen und kritisch reflektiert.

Insgesamt verfolgen alle Materialien einen kompetenzorientierten und handlungsorientierten Ansatz. Sie verbinden die Vermittlung von Sachwissen über Flucht und Migration mit ethischer Urteilsbildung, fördern Empathie und Perspektivwechsel und regen Lernende dazu an, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für Solidarität und ein respektvolles Zusammenleben einzusetzen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.