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Kirche in Not

Kirche in Not

Selig, die Frieden stiften

Wie Christen zur Friedenssicherung beitragen

Veröffentlichung:8.3.2023

„Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Töchter und Söhne Gottes genannt werden.“ Diese Verheißung Jesu aus der Bergpredigt ergeht an jeden Christen. Aber wie „schafft“ man Frieden? Welchen Sinn hat Friedenssuche in einer Welt voller Kriege überhaupt? Interview mit der Theologin und Buchautorin Eva Demmerle.

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Im Gespräch wird die Seligpreisung Jesu „Selig die Friedenstifter, denn sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden“ als Ausgangspunkt genommen, um über die Bedeutung und Voraussetzungen von Frieden in einer konfliktreichen Welt zu sprechen. Die Theologin und Autorin Eva Demmerle betont:

Frieden ist nicht selbstverständlich. Die letzten Jahrzehnte relativer Stabilität in Mitteleuropa sind historisch gesehen eine Ausnahme, nicht die Regel. Frieden muss immer wieder neu errungen werden.

Frieden ist mehr als nur die Abwesenheit von Krieg. Er bedeutet auch gesellschaftlicher Ausgleich, Gerechtigkeit und Versöhnung. Ein Waffenstillstand ohne gerechte Ordnung ist kein echter Friede (z. B. Balkankonflikt, Bosnien).

Christlicher vs. "heidnischer" Friede: Anhand historischer Beispiele zeigt Demmerle, dass ein christlich geprägter Frieden (z. B. Wiener Kongress 1815) den Besiegten mit einbezieht und auf Versöhnung zielt. Im Gegensatz dazu stehen etwa die Versailler Verträge nach dem Ersten Weltkrieg, die den nächsten Krieg mit vorbereiteten.

Frieden und Menschenwürde: Echte Friedensarbeit ist ohne Achtung der Menschenwürde und ohne Anerkennung der Menschenrechte nicht denkbar. Diese wurzeln aus christlicher Sicht in der Gottesebenbildlichkeit des Menschen.

Beitrag der Christen zum Frieden: Christliche Persönlichkeiten wie Adenauer, Schuman oder Papst Johannes Paul II. hätten wesentlich zur Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg und zur friedlichen Revolution 1989 beigetragen. Das Engagement der Kirche und gläubiger Menschen sei zentral gewesen.

Aktuelle Relevanz christlichen Engagements: Trotz der zunehmenden Säkularisierung ruft Demmerle zur politischen und gesellschaftlichen Mitgestaltung auf. Christliche Werte wie Gerechtigkeit, Versöhnung und Menschenwürde sind ihrer Ansicht nach zeitlos und notwendig für eine friedliche Gesellschaft.

Didaktischer Hinweis:

Das Gespräch bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für Themen wie Friedensethik, christliche Soziallehre, historische Friedensordnungen, Menschenrechte oder politisches Engagement aus christlicher Perspektive. Es lässt sich besonders gut in den Kontext von Bergpredigt, gerechter Frieden, historisch-politische Urteilsbildung und Zivilcourage einordnen.

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