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ARTE

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Werden Menschen bald zu Cyborgs?

Veröffentlichung:1.7.2025

Das Medium beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Transhumanismus und stellt die Frage, wie technische Entwicklungen das Menschsein verändern könnten. Ausgehend von medizinischen Innovationen wie künstlichen Organen, Herzpflastern, bionischen Prothesen, Gehirnimplantaten und digitalen Schnittstellen zwischen Mensch und Computer werden Chancen und Risiken zukünftiger Technologien erläutert. Das Video erklärt wissenschaftliche Grundlagen verständlich und zeigt zugleich die Visionen des Transhumanismus, der den Menschen durch Technik verbessern, Krankheiten überwinden und möglicherweise sogar Alter und Tod besiegen möchte. Gleichzeitig werden ethische Fragen nach Identität, Gerechtigkeit, Verantwortung und dem Verständnis des Menschseins aufgeworfen. Am Ende wird deutlich, dass technische Entwicklungen die Lebensqualität verbessern können, das Menschliche jedoch nicht aus dem Blick geraten darf.

Der menschliche Körper: Ständig geht irgendein Organ kaputt. Ist da im Laufe der Evolution etwas schiefgelaufen? Und wäre es vielleicht an der Zeit, Körper und Geist mit neuen Technologien ein wenig auf die Sprünge zu helfen? Der Transhumanismus will den Menschen in ein technisch optimiertes Wesen verwandeln – und tatsächlich sind wir auf dem besten Weg dorthin ...

Wir Menschen sehen uns gerne als Krone der Schöpfung. Aber sind wir nicht eher eine – nun ja – Fehlkonstruktion? Je älter wir werden, desto "baufälliger" werden wir. Streng genommen beginnt dieser Verfall schon kurz nach der Pubertät. Sobald sich unser Körper voll entwickelt hat, beginnt der Abbau. Irgendwie deprimierend, oder?
Aber was wäre, wenn wir diese Konstruktionsfehler einfach durch Technik beheben könnten? Es gibt kaum ein Handicap, für das wir keine technische Lösung haben: Brillen, Hörgeräte, Arm- und Beinprothesen sind ganz selbstverständlich. Aber geht da vielleicht noch mehr? Könnten wir uns technisch nicht noch viel besser machen, als wir es heute sind?
Weltweit wird an Gehirnchips, smarten Prothesen und künstlichen Organen geforscht. Sie lassen Querschnittsgelähmte mit Gedankenkraft Schach spielen, Amputierte mit Sensoren im Arm fühlen und Herzpatienten mit Herzmuskelzellen aus dem Labor länger leben. Wäre es denkbar, dass eines Tages auch gesunde Menschen von solchen Technologien profitieren?
Transhumanisten sprechen davon, dass wir irgendwann den Menschen durch Technik überwinden, sagt Technikphilosophin Janina Loh. Wollen wir das wirklich? Und wer kann sich solche Technologien leisten? Man stelle sich vor, Superreiche versuchten, nicht nur ihren Körper, sondern auch ihr Oberstübchen zu optimieren. Halb Mensch, halb Maschine. Entsteht am Ende eine „neue biologische Kaste“? Oder werden wir zu Supermenschen?



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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für den Ethikunterricht, wenn Fragen nach Menschenwürde, Schöpfung, Verantwortung, Medizinethik und Zukunftstechnologien behandelt werden. Es eröffnet Lernenden einen lebensnahen Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen und lädt dazu ein, technische Möglichkeiten aus christlicher, ethischer und gesellschaftlicher Perspektive zu beurteilen. Vor dem Ansehen können die Lernenden überlegen, welche technischen Hilfsmittel bereits heute selbstverständlich sind und wo sie persönlich Grenzen technischer Eingriffe in den menschlichen Körper sehen. Während des Videos können verschiedene Formen technischer Verbesserungen gesammelt und danach den Bereichen Therapie, Unterstützung oder Leistungssteigerung zugeordnet werden. Im anschließenden Unterrichtsgespräch bietet sich eine Diskussion über die Frage an, wann Technik dem Menschen dient und wann der Mensch beginnt, sich selbst zum Objekt technischer Optimierung zu machen. Ebenso können biblische Aussagen über den Menschen als Ebenbild Gottes sowie die christliche Vorstellung von Menschenwürde und Endlichkeit mit den Visionen des Transhumanismus verglichen werden. Eine Pro und Contra Debatte zur Nutzung von Gehirnimplantaten, künstlichen Organen oder genetischer Optimierung fördert die Urteilsfähigkeit der Lernenden. Darüber hinaus eignet sich das Medium für Gruppenarbeiten, in denen Chancen und Risiken verschiedener Zukunftstechnologien bewertet werden. Das Video verbindet naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit ethischen Fragestellungen und unterstützt Lernende dabei, sich eine begründete eigene Position zu Fragen der Technikentwicklung und des Menschseins zu erarbeiten.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


1. Was versteht man unter Transhumanismus?

Transhumanismus bezeichnet die Vorstellung, den Menschen mithilfe moderner Technologien körperlich und geistig zu verbessern und seine natürlichen Grenzen zu überwinden.


2. Welche technischen Entwicklungen werden im Video vorgestellt?

Vorgestellt werden unter anderem künstliche Organe, Herzpflaster, bionische Prothesen, Gehirnimplantate, Gehirn Computer Schnittstellen und digitale Erweiterungen des menschlichen Körpers.


3. Welche Chancen bieten diese Technologien?

Sie können Krankheiten behandeln, Menschen mit Behinderungen unterstützen, die Lebensqualität verbessern und medizinische Versorgung weiterentwickeln.


4. Welche Risiken werden angesprochen?

Diskutiert werden gesundheitliche Risiken, technische Unsicherheiten, soziale Ungleichheit sowie ethische Fragen nach Identität, Freiheit und Menschenwürde.


5. Was bedeutet Mind Uploading?

Darunter versteht man die Idee, das menschliche Bewusstsein vollständig digital zu speichern, um eine Form technischer Unsterblichkeit zu erreichen. Das Video macht deutlich, dass diese Vorstellung derzeit wissenschaftlich nicht realisierbar ist.


6. Welche ethischen Fragen stellt das Video?

Es fragt, ob jede technische Möglichkeit auch genutzt werden sollte, wer Zugang zu solchen Technologien erhält und wie sich technische Optimierung auf das Verständnis des Menschen auswirkt.


7. Welche Bedeutung hat der Begriff Menschenwürde im Zusammenhang mit dem Transhumanismus?

Menschenwürde erinnert daran, dass jeder Mensch unabhängig von Leistung, Gesundheit oder technischer Optimierung einen unverlierbaren Wert besitzt.


8. Welche Verbindung lässt sich zum christlichen Menschenbild herstellen?

Das christliche Menschenbild versteht den Menschen als Geschöpf und Ebenbild Gottes. Sein Wert hängt nicht von Perfektion, Leistungsfähigkeit oder technischer Verbesserung ab.


9. Warum eignet sich das Video für den Religionsunterricht?

Es verbindet naturwissenschaftliche Entwicklungen mit ethischen und religiösen Fragestellungen und fördert die Fähigkeit, technische Innovationen kritisch und verantwortungsvoll zu beurteilen.


10. Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Technischer Fortschritt kann das Leben vieler Menschen verbessern. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe bestehen, die Würde, Freiheit und Einzigartigkeit des Menschen zu achten und Technik verantwortungsvoll einzusetzen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.4 Herausforderungen für Kirche und Ethik durch neue Erkenntnisse in Biologie und Medizin.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3 Das Leben verantworten: Grundfragen medizinischer Ethik.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Schöne, neue Welt! – Science-Fiction oder bereits Realität?
  • Therapeutisches Klonen – der „achte Schöpfungstag“?

Video

urheberrechtlich geschützt

1.7.2025

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Anregung

Menschen & Welt ,Religionen

Problemlösen und Handeln ,Analysieren und Reflektieren

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