Aus religionspädagogischer Sicht bietet das Material zahlreiche Möglichkeiten, die Weihnachtsgeschichte als zentrales Ereignis des christlichen Glaubens handlungsorientiert und kompetenzorientiert zu erschließen. Die Lernenden setzen sich mit den biblischen Erzählungen der Geburt Jesu, der Verkündigung an Maria sowie der Symbolsprache christlicher Kunst auseinander und entwickeln ein vertieftes Verständnis für religiöse Ausdrucksformen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung von Bildbetrachtung, theologischer Deutung und kreativem Gestalten. Die Arbeitsaufträge fördern genaues Beobachten, Vergleichen, Beschreiben, Interpretieren und Reflektieren. Durch Gesprächskreise können persönliche Erfahrungen mit Weihnachtsfesten, familiären Traditionen und unterschiedlichen religiösen Festen eingebracht werden. Kreative Methoden wie das Gestalten eigener Krippen, Rollenspiele, Standbilder, Krippencollagen, Theater, Stop Motion Filme oder das Schreiben moderner Weihnachtsgeschichten ermöglichen eine aktive und lebensweltbezogene Auseinandersetzung mit den Inhalten. Ebenso eignet sich das Material hervorragend für fächerverbindendes Lernen mit Kunst, Deutsch, Sachunterricht und Geschichte. Die Beschäftigung mit Symbolen eröffnet Zugänge zur religiösen Bildsprache und fördert die Fähigkeit, religiöse Zeichen im Alltag und in der Kultur wahrzunehmen und zu deuten. Darüber hinaus unterstützt das Material die Entwicklung von Empathie, Perspektivübernahme und Wertorientierung, indem Fragen nach Hoffnung, Frieden, Gemeinschaft, Schenken, Nächstenliebe und der Bedeutung von Weihnachten in einer pluralen Gesellschaft thematisiert werden. Sowohl im Religionsunterricht als auch bei Museumsbesuchen oder projektorientierten Unterrichtsvorhaben stellt das Medium eine vielseitige und methodisch abwechslungsreiche Grundlage für nachhaltige Lernprozesse dar.
Für Schulklassen werden verschiedene Formate angeboten. Kindergarten- und Unterstufenklassen können an einer einstündigen Führung teilnehmen, bei der die Weihnachtsgeschichte in Form eines Kamishibai erzählt wird und die Kinder verschiedene Krippenfiguren kennenlernen. Ein zusätzlicher Workshop ermöglicht es den Kindern, eine eigene Stallszene fotografisch umzusetzen. Für die Mittel- und Sekundarstufe stehen Führungen zur Lichtsymbolik in verschiedenen Religionen sowie ein philosophischer Rundgang zum Thema Schenken und Werte zur Verfügung, Letzterer in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Zürich. Darüber hinaus können Schulklassen die Ausstellung auch selbstständig besuchen – nach vorheriger Anmeldung ist dies kostenlos möglich.
Das didaktische Begleitmaterial bietet Lehrpersonen zahlreiche Anregungen zur Vor- und Nachbereitung des Besuchs im Unterricht. In der Unter- und Mittelstufe kann die Weihnachtsgeschichte erzählt und kreativ bearbeitet werden – etwa durch eigene Zeichnungen oder Erzählungen von Festtagsbräuchen aus dem eigenen Kulturkreis. Im Anschluss an den Museumsbesuch wird das kreative Gestalten weitergeführt, zum Beispiel durch den Bau eigener Krippen aus unterschiedlichen Materialien, die Gestaltung von Miniaturszenen („Petit Paradis“), das Erstellen eines Weihnachtstheaters oder eines Stop-Motion-Films. Für ältere Schülerinnen und Schüler (Sekundarstufe I und II) enthält das Material Aufgaben zur Analyse von Weihnachtswerbung und zur Auseinandersetzung mit christlichen Elementen in Alltag und Gesellschaft – bis hin zur Schweizer Verfassung.
Zwei zentrale Lerneinheiten strukturieren das Material. Die erste beschäftigt sich mit der Beobachtung und Deutung von Krippen: Schülerinnen und Schüler erfassen die Anordnung der Figuren, reflektieren über deren Materialien, Mimik und Kleidung und entwickeln eigene Krippenbilder. Die zweite Einheit richtet sich stärker an ältere Lernende und widmet sich der christlichen Bildsprache. Anhand biblischer Texte und historischer Altarbilder analysieren die Schülerinnen und Schüler die Darstellung zentraler Szenen – von der Verkündigung bis zur Anbetung durch die Heiligen Drei Könige. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Symbolen und Farbcodes der christlichen Kunst (z. B. Purpur als Zeichen für Königswürde oder die Bedeutung von Blumen in Marienbildern). Die Auseinandersetzung wird dabei mit aktuellen Ausdrucksformen (z. B. digitale Medien, Interviews oder Collagen) verbunden.
Das Unterrichtsmaterial ist eng an den Lehrplan 21 angelehnt und deckt zentrale Kompetenzbereiche ab: In der Primarstufe insbesondere den Bereich „Natur, Mensch, Gesellschaft“ (NMG), mit Schwerpunkten auf Zeit und Wandel, Gemeinschaft und Religion. In der Sekundarstufe II werden Themen wie kulturelles Verständnis, interreligiöser Dialog und ästhetische Bildung vertieft. Ergänzt wird das Material durch ein umfangreiches Medienverzeichnis, Bastel- und Arbeitsblätter sowie zahlreiche Bildvorlagen von Krippen aus aller Welt. Ausführliche Lösungsvorschläge und didaktische Hinweise erleichtern die Umsetzung im Unterricht.
Insgesamt verbindet das Material kunsthistorisches Wissen, kulturelle Vielfalt, kreatives Arbeiten und philosophische Fragestellungen zu einem ganzheitlichen Lernangebot rund um Weihnachten und Krippentraditionen. Es eignet sich hervorragend für den interdisziplinären Unterricht – sei es im Religionsunterricht, in Ethik, Geschichte oder Bildnerischem Gestalten.
Das Material bietet eine große Vielfalt an Unterrichtsanregungen, die die Weihnachtsgeschichte aus religiöser, kultureller und künstlerischer Perspektive erschließen. Zu Beginn wird die biblische Weihnachtsgeschichte erzählt oder gelesen, sodass die Lernenden die zentralen Figuren und Ereignisse kennenlernen und eine gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit erhalten. Anschließend beschäftigen sie sich mit unterschiedlichen Krippendarstellungen. Sie betrachten verschiedene Krippen, benennen die dargestellten Personen und Tiere, beschreiben deren Kleidung, Haltung und Anordnung und vergleichen unterschiedliche Gestaltungsformen. Darüber hinaus untersuchen sie die Materialien, aus denen Krippen gefertigt sind, wie Holz, Ton, Stoff oder Papier, und setzen sich mit den handwerklichen und künstlerischen Besonderheiten auseinander.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden kreative Arbeitsformen. Die Lernenden zeichnen eigene Krippenbilder, gestalten Krippen aus unterschiedlichen Materialien oder entwickeln moderne Krippenlandschaften, in denen auch Gegenstände aus ihrer eigenen Lebenswelt Platz finden. Dadurch wird die Weihnachtsgeschichte mit der Gegenwart verbunden und ihre Bedeutung für das eigene Leben reflektiert. Ergänzend verfassen die Lernenden Texte über familiäre Festtraditionen und vergleichen Weihnachten mit anderen religiösen oder kulturellen Festen. So entstehen Gesprächsanlässe über Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Traditionen sowie über den Wert von Gemeinschaft, Familie und religiösen Festen.
Handlungsorientierte Methoden ergänzen das Material. Die Weihnachtsgeschichte wird mit dem Kamishibai erzählt, in Rollenspielen und Weihnachtstheatern nachgespielt oder mithilfe von Stop Motion Filmen kreativ umgesetzt. Außerdem gestalten die Lernenden Collagen, in denen sie die Weihnachtsgeschichte neu interpretieren und mit eigenen Texten verbinden. Diese Methoden fördern Kreativität, Kooperation, Perspektivübernahme und Medienkompetenz gleichermaßen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildbetrachtung und der religiösen Symbolsprache. Die Lernenden analysieren historische Altarbilder zur Verkündigung und Geburt Jesu, beschreiben Bildaufbau, Farben, Figuren und Details und erschließen deren religiöse Aussage. Dabei lernen sie die Bedeutung christlicher Symbole wie Lilien, Iris, Nelken oder weiterer Bildzeichen kennen und erkennen, dass Kunstwerke religiöse Botschaften mithilfe von Symbolen vermitteln. Ergänzend beschäftigen sie sich mit Redewendungen, Pflanzen und Symbolen aus Alltag und Kultur und erweitern dadurch ihr Verständnis für religiöse Bildsprache und ihre Wirkung bis in die Gegenwart.
Für ältere Lernende enthält das Material zudem Aufgaben zur Analyse von Weihnachtswerbung sowie zur Auseinandersetzung mit christlichen Traditionen in Gesellschaft und Kultur. Dabei reflektieren sie die Bedeutung von Weihnachten zwischen religiöser Botschaft und kommerzieller Vermarktung und setzen sich mit christlichen Werten, religiösen Symbolen und deren Bedeutung in einer pluralen Gesellschaft auseinander. Insgesamt verbindet das Material Erzählen, Bildbetrachtung, kreatives Gestalten, Rollenspiel, Schreiben, Medienarbeit, Museumsarbeit und Reflexion zu einem abwechslungsreichen und kompetenzorientierten Unterricht, der sowohl religiöses Lernen als auch ästhetische, soziale und kommunikative Kompetenzen der Lernenden fördert.