Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenbereichen Weltkirche, Mission, Berufung, Kirche in Asien und Ozeanien, interkulturelles Lernen sowie christliche Gemeinschaft eingesetzt werden. Die persönliche Lebensgeschichte von Pater Jeremia ermöglicht den Lernenden einen authentischen Zugang zu Fragen nach Berufung, Glaubensweitergabe und der weltweiten Vielfalt christlichen Lebens.
Als Einstieg kann die Lehrkraft eine Weltkarte zeigen und die Lernenden nach ihrem Vorwissen über Papua Neuguinea fragen. Anschließend kann gemeinsam überlegt werden, was Weltkirche bedeutet und weshalb sich christlicher Glaube in verschiedenen Kulturen unterschiedlich entfaltet. Dadurch werden vorhandene Vorstellungen aufgegriffen und neue Perspektiven eröffnet.
Während des Videos bearbeiten die Lernenden Beobachtungsaufträge. Sie notieren, welche Personen den Glaubensweg von Pater Jeremia geprägt haben, welche Aufgaben die Kirche in Papua Neuguinea übernimmt und welche Unterschiede zwischen der Kirche in Deutschland und der Kirche seiner Heimat sichtbar werden. Ebenso können sie herausarbeiten, welche Bedeutung Musik, Gemeinschaft und Liturgie für das kirchliche Leben besitzen.
In der anschließenden Auswertung bietet sich eine Gruppenarbeit mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Eine Gruppe untersucht den Weg der Berufung von Pater Jeremia und vergleicht ihn mit biblischen Berufungsgeschichten. Eine weitere Gruppe beschäftigt sich mit den Aufgaben der Kirche in Papua Neuguinea im Bereich Bildung, Gesundheitsversorgung und sozialer Verantwortung. Eine dritte Gruppe analysiert die Bedeutung der Mission sowie die Arbeit der Steyler Missionare. Eine weitere Gruppe vergleicht das Glaubensleben in Papua Neuguinea mit der Situation in Deutschland und entwickelt Ideen, wie beide Kirchen voneinander lernen können.
Das Medium fördert religiöse Sprachfähigkeit, interkulturelle Kompetenz und die Fähigkeit, die weltweite Vielfalt der Kirche wahrzunehmen. Die Lernenden erkennen, dass christlicher Glaube in unterschiedlichen kulturellen Formen gelebt wird und dennoch dieselbe Grundlage besitzt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Mission heute nicht nur Verkündigung bedeutet, sondern auch Bildung, medizinische Hilfe, Versöhnung und Begleitung von Menschen umfasst. Kreative Unterrichtsformen wie das Erstellen einer Weltkarte mit den Einsatzorten der Steyler Missionare, das Gestalten eines Interviews mit einem Missionar, ein Vergleich verschiedener Gottesdienstformen oder das Entwickeln einer Präsentation über Papua Neuguinea ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten. Das Video eignet sich außerdem hervorragend für Unterrichtseinheiten über Weltkirche, Mission, interkulturelles Lernen, Liturgie und christliche Verantwortung.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Wer ist Pater Jeremia Kaumball?
Pater Jeremia Kaumball ist Steyler Missionar aus Papua Neuguinea und arbeitet derzeit als Priester in Deutschland.
Wie entwickelte sich seine Berufung?
Seine Eltern lebten den Glauben überzeugend vor. Besonders die Erzählungen seines Vaters über die Steyler Missionare sowie die Begegnungen mit Priestern weckten in ihm den Wunsch, selbst Missionar und Priester zu werden.
Welche Bedeutung hatte seine Familie für seinen Glauben?
Seine Familie betete gemeinsam, besuchte regelmäßig den Gottesdienst und vermittelte ihm den christlichen Glauben als selbstverständlichen Teil des Alltags.
Welche Aufgaben übernimmt die Kirche in Papua Neuguinea?
Die Kirche feiert Gottesdienste, spendet die Sakramente, betreibt Schulen und Krankenhäuser, unterstützt die medizinische Versorgung und setzt sich für Frieden und Versöhnung zwischen verschiedenen Volksgruppen ein.
Welche Herausforderungen erleben Priester in Papua Neuguinea?
Viele Gemeinden sind nur zu Fuß erreichbar. Schlechte Verkehrswege, große Entfernungen und fehlende Infrastruktur erschweren die pastorale Arbeit erheblich.
Warum kam Pater Jeremia nach Deutschland?
Im Rahmen seiner missionarischen Sendung wurde er von seinem Orden nach Deutschland entsandt, um hier als Priester tätig zu sein.
Welche Unterschiede zwischen Deutschland und Papua Neuguinea beschreibt er?
Er nennt das Klima, die Sprache und die Kultur als große Herausforderungen. Gleichzeitig erlebt er Unterschiede im pastoralen Alltag und in der Gestaltung des Gemeindelebens.
Welche Rolle spielt Musik im Glaubensleben seiner Heimat?
Musik, Gesang und Tanz gehören selbstverständlich zum Gottesdienst und drücken die Freude des Glaubens aus. Sie verbinden christliche Liturgie mit der eigenen Kultur.
Was wünscht sich Pater Jeremia für die Kirche in Deutschland?
Er regt an, Gottesdienste lebendiger zu gestalten und Musik, Gesang, Freude und Gemeinschaft stärker zum Ausdruck zu bringen, damit die Feier des Glaubens als Fest erlebt wird.
Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?
Das Video zeigt, dass die Weltkirche von der Vielfalt ihrer Kulturen lebt. Christlicher Glaube verbindet Menschen auf der ganzen Welt und gewinnt durch gegenseitiges Lernen, Offenheit und gemeinsames Glaubenszeugnis an Lebendigkeit.