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Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Gegen Mächte und Gewalten – geistlicher Kampf in Nigeria

Veröffentlichung:31.12.2024

Das Video stellt Bischof Oliver Dashe Doeme aus der Diözese Maiduguri im Norden Nigerias vor. Im Mittelpunkt des Gespräches stehen nicht die politischen oder militärischen Aspekte des Terrors durch Boko Haram, sondern die geistliche Antwort der Kirche auf Gewalt, Verfolgung und Leid. Der Bischof schildert eindrucksvoll die Auswirkungen der Terrorherrschaft auf seine Diözese, die Zerstörung zahlreicher Kirchen, die Flucht vieler Menschen und die Ermordung zahlreicher Christinnen und Christen. Gleichzeitig berichtet er von einer persönlichen Vision während des Rosenkranzgebetes, in der sich ein Schwert in einen Rosenkranz verwandelte und Christus ihm zusprach, dass Boko Haram überwunden werde. Diese Erfahrung wurde für ihn und seine Diözese zu einer Quelle der Hoffnung und führte zu einer Intensivierung des Gebetslebens, der eucharistischen Anbetung und der Marienverehrung. Das Video vermittelt eindrucksvoll, welche Bedeutung Gebet, Hoffnung und Vertrauen auf Gott für Christen in Zeiten schwerer Verfolgung besitzen.

Die Videoreihe WELTKIRCHE - Christen aus aller Welt mit mehr als 30 Folgen bietet Interviews mit Christen aus der Weltkirche über ihren persönlichen Glauben und ihre Berufung. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen berichten über ihre Erfahrung mit dem lebendigen Gott. Alle glauben dasselbe, aber jede und jeder glaubt auf eine eigene Weise.

Diese Videos können auch als Gruppenarbeiten vergeben werden, um Motivationen, Biografien und Wege zum Glauben oder zur Berufung zu vergleichen.

Das Bistum Maiduguri im Nordosten Nigerias war seit 2009 eine der am stärksten vom islamistischen Terrorismus betroffenen Regionen des Landes. Doch in jüngster Zeit hat sich die Lage gebessert. Bischof Oliver Dashe Doeme führt dies auf eine Gebetsaktion zurück, die er 2014 nach einer Vision ins Leben rief. Warum das Rosenkranzgebet Boko Haram und die Gewalt besiegen wird, erläuterte der Bischof bei einem von KIRCHE IN NOT im Kölner Maternushaus veranstalteten Begegnungstag im Februar 2024.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenbereichen Weltkirche, Christenverfolgung, Religionsfreiheit, Gebet, Hoffnung, Glaubenszeugnis, Kirche in Afrika sowie christlicher Umgang mit Leid eingesetzt werden. Die persönlichen Erfahrungen von Bischof Oliver Dashe Doeme eröffnen den Lernenden einen authentischen Zugang zur Lebenswirklichkeit von Christinnen und Christen in Krisengebieten und ermöglichen einen Perspektivwechsel über die eigene Glaubenssituation hinaus.

Als Einstieg eignet sich ein Unterrichtsgespräch über die Frage, wie Menschen auf Gewalt, Angst und Bedrohung reagieren. Die Lernenden können Vermutungen darüber äußern, welche Möglichkeiten Menschen haben, Hoffnung zu bewahren. Anschließend kann der Begriff Christenverfolgung geklärt und mit aktuellen Beispielen aus verschiedenen Ländern verbunden werden.

Während des Videos bearbeiten die Lernenden Beobachtungsaufträge. Sie halten fest, welche Folgen der Terror für die Menschen in der Diözese Maiduguri hatte, welche Bedeutung das Gebet für den Bischof besitzt und welche geistlichen Quellen den Menschen Kraft geben. Ebenso können sie herausarbeiten, welche Rolle Eucharistie, Anbetung, Rosenkranz und Gemeinschaft im Leben der Gläubigen spielen.

In der anschließenden Auswertung bietet sich eine intensive Diskussion über unterschiedliche Formen christlicher Hoffnung an. Die Lernenden können darüber sprechen, welche Bedeutung Gebet in ihrem eigenen Leben besitzt und welche Kraft religiöse Rituale in Krisenzeiten entfalten können. Ebenso eignet sich ein Vergleich zwischen der Situation der Kirche in Deutschland und jener in Nigeria. Dabei können Fragen nach Religionsfreiheit, Verantwortung der Weltkirche und internationaler Solidarität behandelt werden.

Das Medium fördert Empathie, interkulturelles Lernen und das Verständnis für die weltweite Kirche. Die Lernenden erkennen, dass christlicher Glaube unter sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen gelebt wird und dass Vertrauen auf Gott für viele Menschen eine tragende Lebensquelle darstellt. Kreative Unterrichtsformen wie das Verfassen eines Briefes an eine christliche Gemeinde in Nigeria, die Gestaltung einer Fürbitte für verfolgte Christen, eine Kartenarbeit zur Ausbreitung des Christentums in Afrika oder die Analyse biblischer Hoffnungstexte ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten. Das Video eignet sich außerdem für Unterrichtseinheiten zu den Themen Märtyrer, Glaubenszeugnis, Weltkirche und Frieden.

Geistlicher Widerstand gegen Boko Haram – Der Weg des Gebets

Bischof Oliver Dashe Doeme aus Maiduguri (Nordosten Nigerias) berichtet von seinen Erfahrungen in einer Region, die massiv vom islamistischen Terror durch Boko Haram betroffen ist. Seit 2009 ist er Bischof der Diözese Maiduguri und seither mit den Folgen des Terrors konfrontiert.

Boko Haram hat systematisch Kirchen, Dörfer und Infrastruktur zerstört, Christen vertrieben und getötet. Auch Priester, Katecheten und Gläubige mussten fliehen. Mehr als 1.000 Katholiken wurden laut Bischof Oliver getötet, über 5.000 flohen ins Nachbarland Kamerun.

Geistliche Antwort auf Gewalt:

Statt mit politischer Gegenwehr antwortete Bischof Oliver vor allem mit Gebet und geistlichem Widerstand. Er berichtet von einer Vision im Jahr 2014, in der Jesus ihm ein Schwert überreichte, das sich in einen Rosenkranz verwandelte. Diese Vision deutete er als göttlichen Auftrag, den Terror geistlich – durch Gebet – zu bekämpfen.

Spirituelle Praxis als Widerstand:

Die Diözese intensivierte daraufhin:

das Rosenkranzgebet,

Marienandachten,

eucharistische Anbetung,

Weihe der Diözese an das Unbefleckte Herz Mariens,

Rosenkranzprozessionen,

die Praxis der ersten fünf Samstage.

Ermutigende Zeichen und Wunder:

Trotz der Bedrohung sei keiner der Priester seiner Diözese in 15 Jahren getötet worden. Ein entführter Priester wurde nach Gebet und Novene wohlbehalten freigelassen. Bischof Oliver selbst konnte sich frei im Land bewegen, ohne je direkt mit Boko Haram konfrontiert worden zu sein – für ihn ein weiteres Zeichen göttlichen Schutzes.

Zeugnis des Glaubens:

Der Bischof sieht im Leid auch einen geistlichen Gewinn: Die Menschen seien im Glauben gewachsen, ähnlich wie Tertullian sagte: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.“ Die Kirche vor Ort sei heute stark, lebendig und überzeugt, dass geistlicher Widerstand wirksam sei.

Pädagogischer Hinweis:

Das Gespräch bietet eindrucksvolle Einblicke in eine Form des Widerstands, die sich nicht militärisch, sondern spirituell versteht. Es eignet sich zur Diskussion über Gewaltfreiheit, Glaubenszeugnis und interreligiöse Spannungen. Auch das Verhältnis von Politik, Glaube und kollektiver Identität kann thematisiert werden.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Wer ist Bischof Oliver Dashe Doeme?

Bischof Oliver Dashe Doeme ist Bischof der katholischen Diözese Maiduguri im Nordosten Nigerias. Seine Diözese gehört zu den Regionen, die besonders stark unter den Angriffen der Terrorgruppe Boko Haram gelitten haben.


Welche Folgen hatte der Terror für seine Diözese?

Zahlreiche Kirchen, kirchliche Einrichtungen und Wohnhäuser wurden zerstört. Viele Priester, Katecheten und Familien mussten fliehen. Tausende Menschen verloren ihr Leben oder ihre Heimat.


Welche persönliche Erfahrung schildert der Bischof?

Während eines Rosenkranzgebetes hatte er eine Vision, in der Jesus ihm ein Schwert reichte, das sich in einen Rosenkranz verwandelte. Diese Erfahrung verstand er als Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens auf Gottes Hilfe.


Welche Bedeutung hat der Rosenkranz für ihn?

Der Rosenkranz wurde für ihn zu einem Symbol des geistlichen Widerstandes gegen Gewalt und Terror. Er ruft die Gläubigen dazu auf, gemeinsam zu beten und auf Gottes Beistand zu vertrauen.


Welche Rolle spielen Eucharistie und Anbetung?

Der Bischof beschreibt die Feier der Eucharistie und die eucharistische Anbetung als wichtigste Quellen der Kraft für die Gläubigen seiner Diözese.


Warum berichtet der Bischof von Marienandachten?

Er sieht in der Marienverehrung und im gemeinsamen Gebet eine große geistliche Unterstützung für die Menschen seiner Diözese und verbindet damit Hoffnung auf Frieden und Schutz.


Welche Haltung zeigt der Bischof gegenüber der Verfolgung?

Er begegnet der Bedrohung nicht mit Hass oder Vergeltung, sondern mit Vertrauen auf Gott, Gebet und der Bereitschaft, seinen Dienst auch unter schwierigen Bedingungen fortzusetzen.


Welche Bedeutung hat das Video für den Religionsunterricht?

Es zeigt eindrucksvoll, wie Christen ihren Glauben unter schwierigen Bedingungen leben und welche Kraft Hoffnung, Gemeinschaft und Gebet in Krisenzeiten entfalten können.


Welche Unterschiede werden zwischen der Situation in Nigeria und Deutschland deutlich?

Während Christinnen und Christen in Deutschland ihren Glauben weitgehend frei leben können, erleben viele Gläubige in Nigeria Verfolgung, Gewalt und existenzielle Bedrohung. Das Video macht diese Unterschiede anschaulich und fördert das Verständnis für die weltweite Kirche.


Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Das Video verdeutlicht, dass christliche Hoffnung auch in Zeiten schwerster Bedrohung bestehen kann. Es zeigt, dass Gebet, Gemeinschaft und Vertrauen auf Gott vielen Menschen Kraft geben, Leid zu ertragen und ihren Glauben mutig weiterzuleben.

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