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Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

In Tansania sind die Menschen frei

Veröffentlichung:3.12.2024

Die Videoreihe WELTKIRCHE - Christen aus aller Welt mit mehr als 30 Folgen bietet Interviews mit Christen aus der Weltkirche über ihren persönlichen Glauben und ihre Berufung. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen berichten über ihre Erfahrung mit dem lebendigen Gott. Alle glauben dasselbe, aber jede und jeder glaubt auf eine eigene Weise.

Diese Videos können auch als Gruppenarbeiten vergeben werden, um Motivationen, Biografien und Wege zum Glauben oder zur Berufung zu vergleichen.

Der Priesterseminarist Simon Kinyota stammt aus Tansania und brennt dafür, Muslime mit dem Christentum vertraut zu machen. Für diesen Zweck hat er sogar Arabisch gelernt, wundert sich über die europäische Scheu vor der Mission und sagt: „In Tansania darf jeder selbst über seinen Glauben entscheiden.“ Ein Gespräch über Glaubensfreude, respektvollen interreligiösen Austausch und die innere Unfreiheit im äußerlich freiheitlichen Europa.


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Interview mit Simon Immanuel Kinota – Berufung und interkulturelle Perspektiven auf Kirche

In der Sendung „Gesichter der Weltkirche“ berichtet Simon Immanuel Kinota, ein Priesterseminarist aus Tansania, über seinen Berufungsweg und seine Erfahrungen im Priesterseminar Heiligenkreuz bei Wien. Die zentrale Motivation für seine Berufung ist der Wunsch, seine Landsleute – insbesondere Muslime – für das Christentum zu gewinnen. Diese Entscheidung stieß in seiner muslimisch geprägten Familie auf Widerstand, doch Kinota betont seine persönliche Freiheit und Entschlossenheit.

Er schildert, wie seine kirchliche Sozialisation durch Ministrieren und den regelmäßigen Messbesuch in Tansania begann. Die Unterschiede zwischen afrikanischer und europäischer Kirchenpraxis thematisiert er deutlich: In Tansania sind Gottesdienste lebendiger, mit Tanz und Gesang, und dauern länger. Nach dem Gottesdienst ist Austausch in der Gemeinde selbstverständlich. Er sieht hierin Potenziale auch für Europa, um kirchliches Leben zu beleben.

Ein Kulturschock in Europa sei für ihn besonders sprachlich spürbar gewesen, zugleich aber auch eine Chance, neue kulturelle Erfahrungen zu machen. Für Kinota ist Priestersein keine nationale Aufgabe – er sieht sich offen für weltkirchliche Sendung. Die Bibelstudienzeit, besonders das Johannesevangelium, prägt seine Spiritualität.

Kinota betont, dass in Tansania Religion integrativer Teil des Lebens ist – Mission wird nicht als Übergriff, sondern als Gesprächsangebot verstanden. Für ihn ist entscheidend, das Wort Gottes weiterzugeben und Menschen zu befähigen, sich eigenständig für den christlichen Glauben zu entscheiden. Er lernt eigenständig Arabisch, um besser mit Muslimen ins Gespräch kommen zu können.

Abschließend stellt er heraus, dass Mission nicht Zwang bedeutet, sondern Teil des Rechts jedes Menschen auf Erkenntnis und Licht sei – mit Respekt vor der Entscheidungsfreiheit des anderen.

Mögliche didaktische Impulse:

Interkulturelle Vergleiche religiöser Praxis

Berufung und persönliche Identitätsbildung

Mission und Religionsfreiheit in pluralistischen Gesellschaften

Perspektiven von Christen in mehrheitlich muslimischen Regionen

Kirche als weltumspannende Gemeinschaft

Diese Inhalte eignen sich besonders für den Religionsunterricht in der Oberstufe im Kontext von Weltkirche, Mission, interreligiösem Dialog und Berufung.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.4 Christentum in Europa – Christentum weltweit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 6. Inkulturation und Abschied vom Eurozentrismus: Impulse aus den jungen Kirchen.

Video

Standard Lizenz auf You Tube

18.6.2025

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Anregung

Menschen & Welt ,Kirche

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