Im Mittelpunkt steht ein Symbol des Weges: ein Labyrinth aus Wollfäden, das im Stuhlkreis entsteht. Jedes Kind zieht an einem Faden und erinnert sich an persönliche Momente des vergangenen Schuljahres: an Gelerntes, Erlebnisse, Freundschaften, Lieder und Spiele. Die bunten Schnüre bilden ein Bild der Gemeinschaft und zeigen zugleich, dass jeder einen eigenen Weg geht.
Danach gestalten die Kinder mit Legematerialien (Perlen, Naturmaterialien, Filzteilen) ihr individuelles „Zukunftsbild“: eine kreative Visualisierung ihrer Wünsche, Hoffnungen und Träume für das kommende Jahr.
Ein besonderes Highlight ist das gegenseitige Schenken: Die Kinder nehmen ein Stück aus ihrem eigenen Bild und schenken es einem anderen Kind – verbunden mit einem guten Wunsch. So entsteht ein Netzwerk aus Segen, der die Kinder verbindet und stärkt.
Die Andacht wird von Liedern begleitet (unter anderem auf die Melodie von „Spannenlanger Hansel“) und mündet in ein gemeinsames Vaterunser, eine Segensbitte und den Abschlussgesang. Ein Bibeltext (Joh 14,1–6) lädt dazu ein, über Vertrauen, Loslassen und neue Wege nachzudenken.
Diese Andacht ist eine wertvolle Gelegenheit, das Schuljahr achtsam abzuschließen, Dankbarkeit auszudrücken, die Gemeinschaft zu feiern und mutig in die Zukunft zu blicken. Sie fördert Kreativität, Achtsamkeit und spirituelle Tiefe gleichermaßen.