Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium insbesondere in der Sekundarstufe II sowie in höheren Klassen der Sekundarstufe I. Die Lernenden können Brechts Werke als Ausgangspunkt nutzen, um ethische und religiöse Fragestellungen zu diskutieren. Themen wie Gerechtigkeit, Verantwortung für andere Menschen, Frieden, Armut, Gewissen und gesellschaftliches Engagement lassen sich mit christlichen Wertvorstellungen in Beziehung setzen. Besonders geeignet sind Vergleiche zwischen Brechts Gesellschaftskritik und biblischen Propheten, der Bergpredigt oder der katholischen Soziallehre. Durch szenisches Spiel, Rollenspiele, Standbilder, Textanalysen, Debatten oder kreative Schreibaufgaben können die Lernenden unterschiedliche Perspektiven einnehmen und eigene Positionen entwickeln. Die umfangreiche Arbeitshilfe bietet Hintergrundinformationen, Arbeitsblätter, Interpretationshilfen sowie methodische Vorschläge, die sich sowohl für den Religionsunterricht als auch für Deutsch, Geschichte oder Ethik eignen. Auf diese Weise fördert das Medium Urteilsfähigkeit, Empathie und die Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
"Der Film eignet sich für den Einsatz ab Jahrgangsstufe 9, insbesondere in Deutsch (Grund- und Leistungskurse), aber auch in Geschichte, Ethik, Politik und Literaturkursen. Thematische Schwerpunkte sind Brechts Werk und Arbeitsweise, das Verhältnis von Künstler und Staat, Kunst und Moral, sowie zwischenmenschliche Beziehungen im Kontext politischer und persönlicher Verantwortung.
Im Unterricht kann der Film genutzt werden zur Visualisierung von Werk und Autor, zur Vertiefung literarischer Texte (z. B. Mutter Courage, Keuner-Geschichten, Der gute Mensch von Sezuan) und zur Diskussion über Brechts Haltung zur DDR. Methodisch eignen sich Szenenanalysen, Rollenzuordnungen, Diskussionen, kreatives Schreiben, Vergleich mit historischen Quellen sowie genderbezogene Analysen zur Darstellung der Frauenfiguren. Auch für Literaturzirkel oder außerschulische Bildungsangebote zur Nachkriegsgeschichte und Kulturpolitik der DDR ist der Film relevant."