Die Enzyklika Redemptor Hominis („Der Erlöser des Menschen“), veröffentlicht am 4. März 1979, war die erste Enzyklika von Papst Johannes Paul II. nach seiner Wahl zum Papst im Oktober 1978. In ihr betont er die zentrale Bedeutung Jesu Christi für das Heil der Menschheit und legt die Grundlinien seines Pontifikats fest. Christus wird als Mittelpunkt der Geschichte und der gesamten Schöpfung dargestellt, denn nur durch ihn ist das Heil der Menschen möglich. Er ist der „Weg, die Wahrheit und das Leben“, und die Kirche hat die Aufgabe, diese Botschaft in die Welt zu tragen.
Ein zentrales Anliegen der Enzyklika ist die Würde des Menschen, die aus seiner Gottesebenbildlichkeit hervorgeht. Johannes Paul II. betont, dass die Kirche dazu berufen ist, diese Würde zu schützen und sich für die Rechte der Menschen einzusetzen. Dies führt ihn zum Geheimnis der Erlösung, das im Mittelpunkt der christlichen Botschaft steht. Die Erlösung durch Christus ist das entscheidende Ereignis der Weltgeschichte und verpflichtet die Gläubigen, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden.