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lpb Landeszentrale für politische Bildung

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Peace Guide

Veröffentlichung:1.1.2023

Die Unterrichtseinheit "Peace Guide" mit 84 Seiten biete ein Alphabet von Methoden zum Thema Frieden und Konfliktbeilegung.

Der Peace Guide ist ein umfangreiches Praxisheft zur Friedensbildung, das junge Menschen dazu ermutigt, selbst aktiv für Frieden, Gerechtigkeit und ein respektvolles Miteinander einzutreten. Das Medium verbindet leicht verständliche Hintergrundinformationen mit sechs Wissenskapiteln über Frieden, Gewalt, Kinderrechte, Konfliktbearbeitung und gewaltfreien Protest sowie sechsundzwanzig konkreten Friedensaktionen von A bis Z. Vorgestellt werden unter anderem offene Briefe, Papierkraniche für den Frieden, Spendenläufe, Theaterprojekte, World Cafés, Fair Play Turniere, Podiumsdiskussionen, Flashmobs, Graffiti Workshops, Friedenssymbole, Märkte der Möglichkeiten und zahlreiche weitere Ideen, die unmittelbar im schulischen Alltag umgesetzt werden können. Ergänzt werden die Materialien durch Planungshilfen, Checklisten und Auswertungsbögen, sodass Lernende eigene Friedensprojekte selbstständig entwickeln, durchführen und reflektieren können. Das Heft vermittelt Frieden nicht nur als Abwesenheit von Krieg, sondern als gerechtes, solidarisches und gewaltfreies Zusammenleben.

Der "Peace Guide" ist ein praxisorientiertes Handbuch zur Friedensbildung, das Lernende dabei unterstützt, eigene Friedensaktionen zu planen und umzusetzen. Das Heft enthält 26 verschiedene Aktionsideen von A bis Z, sechs Wissensseiten mit theoretischen Hintergründen zu Themen wie Frieden, Kinderrechten, gewaltfreiem Protest und Konfliktlösung sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die den Prozess einer eigenen Aktion begleitet. Zusätzlich gibt es Auswertungsseiten, die zur Reflexion nach der Durchführung dienen, eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten zur Organisation und hilfreiche Tipps zur Anwendung des Guides.

Ein zentrales Prinzip des "Peace Guides" ist die Flexibilität: Die vorgeschlagenen Aktionen lassen sich individuell anpassen, sodass Lernende selbst entscheiden können, ob sie sich beispielsweise für Geflüchtetenhilfe oder einen neuen Jugendtreffpunkt engagieren. Zudem können verschiedene Aktionen miteinander kombiniert werden, etwa indem ein Theaterstück über Toleranz als Einstieg in eine Diskussionsrunde genutzt wird. Die Umsetzung kann sowohl im kleinen Rahmen, etwa mit einem Filmabend unter Freunden, als auch als großes Schulprojekt mit Pressebeteiligung erfolgen. Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten mit der gewählten Form wohlfühlen, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Darüber hinaus fordert der "Peace Guide" dazu auf, über das eigene Verständnis von Frieden nachzudenken. Der Friedensforscher Johan Galtung unterscheidet zwischen negativem Frieden, der lediglich die Abwesenheit von Krieg und direkter Gewalt beschreibt, und positivem Frieden, der erst dann erreicht ist, wenn alle Menschen gleich und gerecht behandelt werden. Frieden bedeutet also mehr als nur das Ende von Gewalt, er umfasst soziale Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität. Lernende werden ermutigt, ihre eigene Vorstellung von Frieden zu reflektieren und aktiv dazu beizutragen, eine gerechtere Gesellschaft mitzugestalten.

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Das Medium eignet sich in besonderer Weise für den Religionsunterricht, Ethikunterricht sowie für fächerübergreifende Projekte zur Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die zahlreichen Praxisideen ermöglichen projektorientiertes Lernen, bei dem Lernende Verantwortung übernehmen und eigene Handlungsmöglichkeiten entdecken. Lehrkräfte können einzelne Aktionen passend zu aktuellen Unterrichtsthemen auswählen oder mehrere Bausteine zu einer größeren Friedensprojektwoche verbinden. Die Wissenskapitel bieten eine fundierte Grundlage für Gespräche über positiven Frieden nach Johan Galtung, Gewaltformen, Kinderrechte, Konfliktlösungen und Zivilcourage. Anschließend entwickeln Lernende eigene Friedensaktionen für die Schule oder den Stadtteil, planen deren Durchführung mithilfe der enthaltenen Schritt für Schritt Anleitung und reflektieren anschließend ihre Erfahrungen. Besonders gewinnbringend sind Gruppenarbeiten, Präsentationen, Rollenspiele, Diskussionsformate sowie kreative Arbeitsformen wie Theater, Kunst, Musik oder digitale Medienproduktionen. Durch den hohen Praxisbezug werden Selbstwirksamkeit, Teamfähigkeit, Empathie, demokratische Beteiligung und christliche Friedensethik gleichermaßen gefördert. Das Medium eignet sich sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für Projekttage, Schulgottesdienste oder schulweite Friedensinitiativen und eröffnet zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Bergpredigt, die Feindesliebe, die Goldene Regel sowie das christliche Verständnis von Gerechtigkeit und Versöhnung.

Enthaltene Materialien und ihr Einsatz im Unterricht


Einführung: Was erwartet dich?

Die Lernenden erhalten einen Überblick über Aufbau, Ziele und Arbeitsweise des Heftes. Gemeinsam wird entschieden, welche Friedensaktionen im Unterricht umgesetzt werden sollen.


Wissensseite: Was ist eigentlich Frieden?

Die Lernenden setzen sich mit dem Unterschied zwischen negativem und positivem Frieden nach Johan Galtung auseinander. Sie entwickeln eigene Vorstellungen von Frieden und vergleichen diese mit wissenschaftlichen Modellen.


A Aufmerksamkeit wecken – Offener Brief

Die Lernenden verfassen einen offenen Brief zu einem selbst gewählten Thema, das sie an ihrer Schule oder in ihrer Gemeinde verändern möchten. Dabei lernen sie sachliches Argumentieren und demokratische Beteiligung.


B Botschaft verbreiten – Papierkraniche für den Frieden

Die Lernenden falten Papierkraniche, beschäftigen sich mit der Geschichte von Sadako Sasaki und gestalten ein sichtbares Friedenssymbol für die Schule oder eine Ausstellung.


C Chancen erlaufen – Spendenlauf

Die Klasse plant gemeinsam einen Spendenlauf, organisiert Sponsoren und entscheidet über ein Friedens oder Hilfsprojekt, das unterstützt werden soll. Dabei werden Organisation, Teamarbeit und soziales Engagement gefördert.


D Diskussionen anstoßen – Meme Wettbewerb

Die Lernenden entwickeln Memes zu Themen wie Gewalt, Rassismus oder Toleranz und diskutieren anschließend deren Wirkung und Aussagekraft.


Wissensseite: Kinderrechte im Krieg

Die Lernenden lernen die Kinderrechtskonvention kennen und setzen sich mit der Situation von Kindern in Kriegsgebieten auseinander. Bild und Gesprächsimpulse fördern Perspektivwechsel und Empathie.


E Empathie stärken – Theater spielen

Die Klasse entwickelt kurze Theaterszenen oder Forumtheater zu Konflikten und sucht gemeinsam nach friedlichen Lösungen.


F Fairness fördern – Fair Play Turnier

Ein Sportturnier verbindet Bewegung mit selbst entwickelten Fairnessregeln. Die Lernenden reflektieren anschließend den Zusammenhang zwischen Wettbewerb und respektvollem Verhalten.


G Gewaltfrei protestieren – Demonstration

Die Lernenden planen eine symbolische Demonstration oder informieren sich über Formen gewaltfreien Protestes und deren Wirkung.


Wissensseite: Gewaltfreier Protest

Historische Beispiele gewaltfreien Widerstandes werden analysiert und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bewertet.


H Haltung zeigen – Flashmob

Die Klasse entwickelt einen Flashmob zu einem Friedensthema und plant dessen Durchführung oder analysiert bestehende Beispiele.


I Integration leben – World Café

Lernende stellen ihre Herkunft, Kultur oder Traditionen vor und fördern gegenseitiges Kennenlernen sowie interkulturelles Lernen.


J Jugend vertreten – Jugendgemeinderat und Parteien

Die Lernenden informieren sich über demokratische Beteiligungsmöglichkeiten und diskutieren eigene Mitwirkungsmöglichkeiten vor Ort.


Wissensseite: Konfliktbearbeitung

Die Klasse analysiert Konflikte, bestimmt unterschiedliche Konflikttypen und entwickelt Strategien konstruktiver Konfliktlösung.


K Konflikte austragen – Podiumsdiskussion

Die Lernenden übernehmen unterschiedliche Rollen, bereiten Argumente vor und führen eine moderierte Diskussion zu einem aktuellen Thema durch.


L Local Heroes unterstützen – Aktionstag

Die Klasse arbeitet mit lokalen Initiativen oder sozialen Einrichtungen zusammen und plant einen gemeinsamen Aktionstag.


M Möglichkeiten aufzeigen – Markt der Möglichkeiten

Vereine und Initiativen werden eingeladen oder recherchiert. Die Lernenden informieren sich über ehrenamtliches Engagement und Friedensarbeit.


Steckbrief: Friedensmacherin oder Friedensmacher

Die Lernenden porträtieren eine Person, die sich für Frieden engagiert, und würdigen deren Einsatz.


N Natur genießen

Die Klasse reflektiert den Zusammenhang zwischen innerem Frieden, Achtsamkeit und Naturerfahrungen und führt gegebenenfalls einen Naturtag durch.


O Optimismus verbreiten – Positive Nachrichten

Die Lernenden entwerfen positive Zukunftsnachrichten oder gestalten Zeitungsseiten, Podcasts oder Videos mit hoffnungsvollen Visionen.


P Prioritäten setzen – Projektschule werden

Die Klasse informiert sich über Schulnetzwerke wie Schule ohne Rassismus oder Modellschule Friedensbildung und entwickelt Ideen für die eigene Schule.


Wissensseite: Gewalt erkennen

Die Lernenden untersuchen anhand des Gewalt Dreiecks von Johan Galtung direkte, strukturelle und kulturelle Gewalt und ordnen Fallbeispiele zu.


Q Queereinsteigen – Schulkino

Ein Film bildet den Ausgangspunkt für Gespräche über Vielfalt, Toleranz und gesellschaftliche Verantwortung.


R Räume mitgestalten – Graffiti Workshop

Die Lernenden gestalten gemeinsam einen Raum oder eine Wand mit Friedensbotschaften und übernehmen Verantwortung für ihre Lernumgebung.


S Solidarität zeigen – Friedenssymbole

Gemeinsam werden große Friedenssymbole gestaltet und fotografisch dokumentiert, um Solidarität sichtbar zu machen.


Weitere Friedensaktionen von T bis Z

Das Heft setzt die alphabetische Sammlung mit weiteren kreativen Aktionsideen bis zum Buchstaben Z fort und bietet zusätzliche Möglichkeiten für soziales Engagement, Umweltverantwortung, Wertschätzung, Zivilcourage und demokratische Beteiligung.


Schritt für Schritt Anleitung zur eigenen Friedensaktion

Die Lernenden planen eigenständig ein Projekt, formulieren Ziele, verteilen Aufgaben, erstellen Zeitpläne und bereiten die Durchführung vor.


Checklisten und Auswertungsbögen

Nach Abschluss des Projektes reflektieren die Lernenden den Ablauf, bewerten den Erfolg ihrer Aktion und überlegen Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Projekte.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Gott ruft Menschen in seinen Dienst
  • Menschen engagieren sich – Moderne Propheten
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

Text, Bild

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12.2.2025

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Unterrichtseinheit

Menschen & Welt

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

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