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Europäisches Büro für Kriegsdienstverweigerung

Europäisches Büro für Kriegsdienstverweigerung

Geschichte der Kriegsdienstverweigerung

Veröffentlichung:1.1.2000

Die Anregung "Geschichte der Kriegsdienstverweigerung" mit 35 Seiten enthält eine Zusammenstellung von Quellentexten und Bildern mit biografischen Beispielen von Kriegsdienstverweigerern von der Antike bis in die 2000er Jahre. Kurze anschauliche Texte und Statistiken belegen die Entwicklung der Friedensbewegung über Beispiele aus verschiedenen Konflikten. Dabei wird immer wieder die Gewissensfrage gestellt.

Das Medium bietet einen umfassenden historischen Überblick über die Entwicklung der Kriegsdienstverweigerung von der Antike bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Ausgangspunkt sind die frühen christlichen Gemeinden, die den Kriegsdienst aus Glaubensgründen ablehnten. Anschließend werden die Friedenskirchen wie Mennoniten und Quäker, die pazifistischen Ideen Leo Tolstois sowie die Entstehung organisierter Friedensbewegungen vorgestellt. Das Material verfolgt die Entwicklung der Kriegsdienstverweigerung durch die beiden Weltkriege, zeigt die Verfolgung von Kriegsdienstverweigerern im Nationalsozialismus und beschreibt die rechtliche Anerkennung als Grundrecht nach dem Zweiten Weltkrieg. Darüber hinaus werden internationale Entwicklungen, Protestbewegungen, der Zivildienst sowie die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht dargestellt. Zahlreiche historische Fotografien, Plakate, Dokumente, Zeitungsartikel, Statistiken und Originalquellen veranschaulichen die historischen Entwicklungen und ermöglichen einen multiperspektivischen Zugang zum Thema.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für den Ethik und Geschichtsunterricht im Themenfeld Frieden, Gewissen und Verantwortung. Die Lernenden können zunächst historische Quellen, Fotografien und Plakate analysieren und unterschiedliche Motive der Kriegsdienstverweigerung herausarbeiten. Dabei lassen sich religiöse, ethische und politische Begründungen miteinander vergleichen. Besonders geeignet sind die zahlreichen Originalzitate von Persönlichkeiten wie Menno Simons, George Fox, Franz Jägerstätter oder Hermann Stöhr, die eine Diskussion über Gewissensentscheidungen ermöglichen. Ebenso können die Lernenden untersuchen, wie sich die Haltung der christlichen Kirchen zur Gewalt und zum Militär im Laufe der Geschichte verändert hat. Die Gegenüberstellung verschiedener europäischer Staaten eröffnet Möglichkeiten für vergleichende Gruppenarbeiten, während die Entwicklung des Grundrechts auf Kriegsdienstverweigerung mit den Menschenrechten und dem Grundgesetz verbunden werden kann. Die historischen Fallbeispiele fördern Empathie und die Fähigkeit zur ethischen Urteilsbildung. Abschließend bietet sich eine Diskussion über aktuelle Fragen wie Friedensethik, Wehrpflicht, Zivildienst, Menschenrechte, ziviler Ungehorsam oder den Schutz von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren an. Das umfangreiche Bildmaterial sowie die zahlreichen Dokumente ermöglichen arbeitsteilige Lernformen, Stationenlernen, Quellenarbeit, Präsentationen und projektorientierten Unterricht.

Material 1: Historische Zeitleiste zur Geschichte der Kriegsdienstverweigerung

Die Lernenden verschaffen sich einen Überblick über die Entwicklung der Kriegsdienstverweigerung von den frühen Christen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Anschließend erstellen sie eine eigene Zeitleiste oder ordnen wichtige Ereignisse chronologisch.


Material 2: Historische Gemälde und Fotografien

Die zahlreichen Abbildungen von Persönlichkeiten, Friedensbewegungen, Demonstrationen und historischen Ereignissen werden analysiert. Die Lernenden beschreiben die Bildaussagen, erkennen historische Zusammenhänge und diskutieren die Wirkung von Bildern auf die öffentliche Meinung.


Material 3: Originalquellen und historische Zitate

Das Heft enthält zahlreiche Originaltexte von Menno Simons, George Fox, Leo Tolstoi, Kriegsdienstverweigerern, Pazifisten sowie Auszüge aus Gerichtsakten und politischen Dokumenten. Die Lernenden analysieren die Quellen, formulieren die jeweiligen Gewissensentscheidungen heraus und vergleichen unterschiedliche Begründungen für Gewaltfreiheit.


Material 4: Biografien bedeutender Persönlichkeiten

Vorgestellt werden unter anderem Franz Jägerstätter, Hermann Stöhr, Jean van Lierde, Pepe Beunza, Olaf Kullman und weitere Friedensaktivisten. Die Lernenden arbeiten in Gruppen jeweils eine Biografie auf und präsentieren die jeweilige Lebensgeschichte sowie die Bedeutung für die Friedensbewegung.


Material 5: Dokumente zur gesetzlichen Entwicklung

Gesetze, Erlasse und Verfassungsartikel aus verschiedenen europäischen Staaten dokumentieren die schrittweise Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung. Die Lernenden vergleichen die Entwicklungen verschiedener Länder und beurteilen die Bedeutung des Grundrechts auf Gewissensfreiheit.


Material 6: Plakate und Flugblätter

Historische Protestplakate, Handzettel und Kampagnenmaterialien zeigen die öffentliche Auseinandersetzung mit Wehrpflicht und Zivildienst. Die Lernenden untersuchen Gestaltung, Sprache und Botschaft der Materialien und entwerfen anschließend eigene Friedensplakate.


Material 7: Statistiken und Schaubilder

Diagramme zur Entwicklung der Zahl der Kriegsdienstverweigerer ermöglichen eine Auswertung historischer Entwicklungen. Die Lernenden beschreiben Trends, suchen nach historischen Ursachen und stellen Bezüge zu gesellschaftlichen Veränderungen her.


Material 8: Internationale Fallbeispiele

Das Medium stellt Beispiele aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Finnland, den Niederlanden, Griechenland und weiteren Ländern vor. Die Lernenden vergleichen unterschiedliche staatliche Regelungen und entwickeln Kriterien für den Schutz der Gewissensfreiheit.


Material 9: Dokumente der Friedensbewegung

Erklärungen der War Resisters International, Resolutionen des Europarates und der Vereinten Nationen sowie Stellungnahmen verschiedener Friedensorganisationen bilden die Grundlage für eine Diskussion über Menschenrechte und internationale Friedenspolitik. Die Lernenden bewerten deren Bedeutung bis in die Gegenwart.


Material 10: Beispiele religiöser Friedenszeugnisse

Anhand der frühen Christen, der Mennoniten, Quäker sowie einzelner katholischer und evangelischer Kriegsdienstverweigerer setzen sich die Lernenden mit christlicher Friedensethik auseinander. Sie vergleichen biblische Grundlagen der Gewaltfreiheit mit historischen Gewissensentscheidungen und diskutieren die Frage nach christlicher Verantwortung heute.


Material 11: Arbeitsanlässe zur Gegenwart

Die abschließenden Kapitel schlagen den Bogen zu aktuellen Konflikten, Menschenrechten und dem Schutz von Kriegsdienstverweigerern weltweit. Die Lernenden diskutieren heutige ethische Fragestellungen, entwickeln eigene Positionen und reflektieren die Bedeutung von Gewissen, Frieden und Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 6. Ethische Fragen angesichts von Grenzsituationen.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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