Didaktisch verbindet die Unterrichtsreihe fachliche Wissensvermittlung mit ethischer Urteilsbildung und handlungsorientiertem Lernen. Unterschiedliche Methoden wie Grafikanalysen, Weltverteilungsspiele, Selbsttests zum CO₂ Fußabdruck, Streitlinien, Gruppenarbeiten, Diskussionen, kreative Schreibaufgaben und Zukunftswerkstätten ermöglichen einen abwechslungsreichen Unterricht und fördern unterschiedliche Kompetenzen. Die Lernenden analysieren globale Zusammenhänge, vergleichen verschiedene Positionen zum Klimaschutz und reflektieren ihr eigenes Konsum und Umweltverhalten. Durch die Verbindung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse mit biblischen Schöpfungstexten und christlicher Sozialethik entsteht ein multiperspektivischer Zugang, der sowohl fachliches Wissen als auch Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Handlungskompetenz stärkt. Den Abschluss bilden persönliche Zukunftsentwürfe und konkrete Maßnahmen für einen nachhaltigen Lebensstil, wodurch die Unterrichtsreihe den Transfer vom Unterricht in den Alltag der Lernenden unterstützt.
Der Einstieg gelingt über ein Bild des Thermameters mit dem 1,5 Grad Ziel. In einem ersten Schritt wird ein Weltverteilungsspiel gespielt. Dabei werden von den Lernenden auf eine Weltkarte Kaffeebohnen entsprechend der weltweiten Bevölkerungsverteilung gelebt. Im Anschluss wird die tatsächliche Korrelation von der Lehrkraft dargestellt.
Der nächste Schritt enthält eine Karikatur welche einen Wasserhahn darstellt der auf Menschen tropft. Dabei stehen weiße Menschen in der Mitte und fangen den Tropfen auf während sie schwarze Menschen davon abhalten zur Quelle zu kommen.
Im nachfolgenden Schritt wird das Video die Rechnung bitte ausgewertet. Dieses Video ist auch auf dieser Seite von ru-digital im Dropdown-Menü eingebettete Medien zu finden.
An einem Stammtisch sitzen mehrere Männer die sich über ihren Erfolg und die vielen erstaunlichen Spielzeuge unterhalten die sie sich gekauft haben. Am Ende hat jemand die Rechnung zu zahlen, aber nicht sie, wie es scheint.
In einem weiteren Schritt wird die Methode streitlinie angewendet. Dabei wird die Klasse in zwei Gruppen geteilt. Diese stehen sich auf zwei Linien gegenüber. Eine Linie vertritt das Argument ich kann sowieso nichts tun, die anderen Linie tritt für eine radikale Veränderung ein. Anschließend werden die persönlichen Erlebnisse während der Methode sowie die Argumente gesammelt und ausgewertet. Auch die persönliche tatsächliche Position kann thematisiert werden.
Eine Selbstreflexion des eigenen CO2 Ausstoßes wird in ein tabellarisches Material eingetragen um den persönlichen Fußabdruck zu messen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Konsumverhalten werden in Partnerarbeit verglichen. In Gruppenarbeit wird dann die Tabelle ausgefüllt.
Der nachfolgende Schritt enthält eine Fishbowl-Diskussionsrunde. Vorbereitet werden fünf Materialien in Gruppen ausgewertet. Daran werden die Biografien und Position mehrer Klimaaktivisten vorgestellt.
Im nächsten Schritt wird die Schöpfungsgeschichte aus Genesis 1 fortgesetzt. Dabei werden Zukunftsszenarien für die Entwicklung der Erde erstellt.
Im anschließenden Schritt werden Auszüge der Enzyklika laudato si zusammen mit einer Karikatur ausgewertet. Dabei werden Gefährdungen und Probleme für die Schöpfung und die Zukunft der Welt aus kirchlicher Perspektive zusammengetragen. Das Verantwortung Klimawandel und Klimagerechtigkeit stehen dabei im Fokus.
In einem weiteren Schritt wird einem Mindmap zum nachhaltigen Lebensstil entwickelt. Dies geschieht auf Basis eines Textes mit 10 Thesen zum Klimaschutz, den die Deutsche Bischofskonferenz herausgegeben hat.
Im nachfolgenden Schritt wird der persönliche klimafussabdruck mit seinen negativen Aussagen einem positiven Handabdruck gegenübergestellt. Darf ich mir die persönliche Fähigkeit zu handeln der oft betonten persönlichen Schuld gegenübergestellt. Folgt auch eine Webrecherche der Aktion Handabdruck. Die persönliche Handlungsmotivation soll entwickelt und gestärkt werden, um eine positive Veränderung der eigenen Lebensführung und damit der Gesamtgesellschaft zu erreichen. Dazu kann auch eine Klimalotterie stattfinden. Verbesserungsideen die im persönlichen Leben umgesetzt werden können werden auf Zettel notiert. Jeder zieht einen Zettel und hat als Aufgabe diese idee zur Verbesserung persönlich umzusetzen.
Im nächsten Schritt werden Beispiele von lokalen Helden und Veränderungsmachern recherchiert. Es gibt viele Beispiele von Biobauern über das Sozialkaufhaus bis hin zum Ökostromnutzer. Sie alle tragen ihren kleinen Teil zu einer Veränderung bei.
Abschließend wird ein Brief an die eigene Adresse verfasst. Gedanken und Gefühle zum Thema ist die Erde noch zu retten, werden in diesem Brief notiert. Einige Wochen später wird der Brief von der Lehrkraft an die eigene Adresse verschickt. So wird eine erneute Reflexion angeregt.
M1 Grafik zur globalen Erwärmung und den Kippelementen
Die Lernenden analysieren eine Grafik zur globalen Erwärmung und lernen die wichtigsten Kippelemente des Klimasystems kennen. Sie erschließen Ursachen und mögliche Folgen des Klimawandels und entwickeln ein erstes Problembewusstsein.
M2 Weltverteilungsspiel
Die Lernenden erleben in einem Planspiel die ungleiche Verteilung von Bevölkerung, Ressourcen und Wohlstand auf der Erde. Anschließend diskutieren sie Fragen globaler Gerechtigkeit und Verantwortung.
M3 Die Welt auf der Kippe
Die Lernenden beschäftigen sich mit den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Klimawandels. Sie erkennen die weltweiten Auswirkungen und beurteilen die Dringlichkeit politischen Handelns.
M4 Die Rechnung bitte
Die Lernenden untersuchen, wer die Kosten des Klimawandels trägt und welche Verantwortung Industrie und Entwicklungsländer übernehmen. Dabei reflektieren sie Fragen der Klimagerechtigkeit.
M5 Mein CO₂ Fußabdruck im Selbstcheck
Die Lernenden berechnen ihren persönlichen CO₂ Fußabdruck und analysieren ihre eigenen Lebensgewohnheiten. Anschließend entwickeln sie Möglichkeiten für ein nachhaltigeres Verhalten.
M6 Zwischen Aggression und Ohnmacht
Mithilfe der Methode Streitlinie setzen sich die Lernenden mit unterschiedlichen Meinungen zum Klimawandel auseinander. Sie üben sachliches Argumentieren und begründen ihre eigene Position.
M7 Wir brauchen den Wandel! Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten im Porträt
Die Lernenden lernen unterschiedliche Persönlichkeiten und Bewegungen der Klimabewegung kennen und vergleichen deren Ziele, Motive und Protestformen.
M7a Greta Thunberg
Die Lernenden analysieren ihren Einsatz für den Klimaschutz und ihre Wirkung auf die internationale Öffentlichkeit.
M7b Lisakhanya Mathiso
Die Lernenden setzen sich mit den Folgen des Klimawandels in Afrika auseinander und erweitern ihre Perspektive auf globale Herausforderungen.
M7c Borsha Moni
Die Lernenden beschäftigen sich mit den Auswirkungen des Klimawandels in Bangladesch und erkennen die besondere Betroffenheit vieler Menschen im Globalen Süden.
M7d Luisa Neubauer
Die Lernenden diskutieren Klimaschutz und gesellschaftliches Engagement in Deutschland.
M7e Letzte Generation
Die Lernenden bewerten unterschiedliche Formen zivilen Protests und setzen sich mit deren ethischer Legitimation auseinander.
M8 Eine Anti Schöpfungserzählung
Die Lernenden vergleichen eine moderne Anti Schöpfungserzählung mit dem biblischen Schöpfungsbericht. Sie reflektieren den Einfluss menschlichen Handelns auf die Schöpfung und entwickeln Konsequenzen für verantwortliches Handeln.
M9 Das Klima als gemeinsames Gut
Die Lernenden arbeiten mit Auszügen aus der Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus. Sie erschließen zentrale Aussagen zur Schöpfungsverantwortung und diskutieren deren Bedeutung für den eigenen Alltag.
M10 Visionen für eine gute Zukunft für alle
Die Lernenden entwickeln Zukunftsbilder einer nachhaltigen Welt und formulieren Vorstellungen einer gerechten und lebenswerten Gesellschaft.
M11 Einen nachhaltigen Lebensstil praktizieren und fördern
Die Lernenden sammeln konkrete Möglichkeiten nachhaltigen Handelns in Schule, Familie und Freizeit und prüfen deren Umsetzbarkeit.
M12 Kleinerer Fuß größere Hand
Die Lernenden unterscheiden zwischen der Verringerung ihres ökologischen Fußabdrucks und gesellschaftlichem Engagement. Sie erkennen, dass persönliches Verhalten und gemeinschaftliches Handeln zusammengehören.
M13 Eine andere Welt ist möglich! Dem Wandel auf der Spur
Die Lernenden recherchieren gelungene Beispiele nachhaltiger Projekte und Initiativen. Sie untersuchen, wie gesellschaftlicher Wandel gelingen kann und welche Rolle jeder Einzelne dabei übernimmt.
M14 Die Zukunft beginnt jetzt! Ein Brief an mich selbst
Die Lernenden verfassen einen Brief an ihr zukünftiges Ich. Darin formulieren sie persönliche Ziele und Vorsätze für einen nachhaltigen Lebensstil und reflektieren die Erkenntnisse der gesamten Unterrichtsreihe.