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Südwind

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Kreuzzüge – Selbst- und Fremdwahrnehmung

Am Beispiel von Textquellen

Veröffentlichung:1.1.2016

Sie Unterrichtsstunde "Kreuzzüge – Selbst- und Fremdwahrnehmung" mit 12 Seiten thematisiert in vier Stationen über Quellentexte die Zusammenhänge.

Das Material vermittelt die Geschichte der Kreuzzüge anhand zeitgenössischer christlicher und islamischer Quellen. Im Mittelpunkt stehen die Ursachen und der Verlauf des Ersten Kreuzzuges, die Eroberung Jerusalems, das Zusammenleben von Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslimen in den Kreuzfahrerstaaten und das sich wandelnde Verständnis des Rittertums. Die Lernenden arbeiten mit Originalquellen von Papst Urban II, Fulcher von Chartres, Usmah Ibn Munqidh, Friedrich Barbarossa und Bernhard von Clairvaux. Durch den Vergleich unterschiedlicher Perspektiven wird deutlich, wie historische Ereignisse von verschiedenen Seiten wahrgenommen und dargestellt wurden. Gleichzeitig zeigt das Material, dass die Kreuzzüge nicht nur militärische Konflikte waren, sondern auch zu kulturellem Austausch zwischen Europa und der islamischen Welt führten. Das Medium verbindet historisches Lernen mit Quellenarbeit, Perspektivwechsel und interkulturellem Verständnis.


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Für den Religionsunterricht eignet sich das Material besonders zur Behandlung der Themen Christentum und Islam, Gewalt im Namen der Religion, Frieden, Vorurteile sowie historisches Lernen. Die Lernenden können zunächst ihre Vorstellungen von den Kreuzzügen sammeln und anschließend anhand der Originalquellen die unterschiedlichen Motive und Sichtweisen der Beteiligten erarbeiten. Der Stationenbetrieb ermöglicht selbstständiges und kooperatives Lernen, während die Analyse der Quellen die historische Urteilskompetenz stärkt. Besonders gewinnbringend ist der Vergleich christlicher und islamischer Berichte über dieselben Ereignisse, da dadurch die Bedeutung von Perspektiven, Deutungen und historischen Interessen sichtbar wird. Im Religionsunterricht können die Kreuzzüge mit der Friedensbotschaft Jesu, der Feindesliebe, dem Umgang mit religiösen Konflikten sowie mit der Verantwortung von Religionen für Frieden und Versöhnung verbunden werden. Ebenso bietet sich eine Diskussion darüber an, weshalb der Begriff Kreuzzug bis heute in politischen Debatten verwendet wird und welche Probleme mit dieser historischen Übertragung verbunden sind. Die Lernenden reflektieren, wie Vorurteile entstehen, welche Folgen religiöse Gewalt hat und wie Dialog zwischen Religionen gelingen kann. Gruppenarbeit, Quellenvergleich, Diskussionen, Rollengespräche, Schreibaufgaben und Reflexionsphasen fördern historisches Lernen ebenso wie ethische Urteilsbildung und interreligiöse Kompetenz. Das Material eignet sich außerdem für fächerverbindenden Unterricht mit Geschichte, Politik und Englisch, da die Quellen sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache vorliegen.

Station 1: Ausgangslage

Kreuzzugspredigt, Papst Urban II (1095)

Station 2: Eroberung Jerusalems 1099

Historia Hierosolymitana, Fulcher von Chartres (1100)

Station 3: Zusammenleben

Historia Hierosolymitana, Fulcher von Chartres (1100)

Autobiografie, Usmah Ibn Munqidh (12. Jh.)

Station 4: Kreuzritter

Regeln für das Zusammenleben von Soldaten, Friedrich Barbarossa (1158)

Lobrede auf die Tempelritter, Bernhard von Clairvaux (12. Jh.)

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