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Die Sternsinger - Kindermissionswerk

Die Sternsinger - Kindermissionswerk

Weltreligionen

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtssequenz "Weltreligionen" mit 28 Seiten behandelt Vielfalt und Gemeinsamkeiten der Religionen. Dazu werden Gemeinsamkeiten der Religionen anhand von fünf Steckbriefen vorgestellt. Das Recht auf Religionsfreiheit und die Friedfertigkeit der Religionen wird betont. 

Lösungen der Rätsel und Aufgaben sind im Material und im Feld methodisch didaktischer Kommentar enthalten.


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Der Einstieg gelingt über Beispielgeschichten zu Kindern aus dem Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Im nächsten Schritt wird mit 13 Fragen ein Bingo zu den Weltreligionen gespielt. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Vergleiche entwickelt. Auf Seite 17 ist das Bingomaterial abgebildet.

Ein Tabellarisches Material erklärt die religiösen Ursprünge verschiedener Begriffe und Praktiken. Viele Kampfsportarten wie Karate und Tai Chi haben Wurzeln im Buddhismus und dienen der Harmonie von Körper, Seele und Geist. Yoga, aus dem Hinduismus stammend und auch im Buddhismus praktiziert, ist eine Meditationsform zur Konzentrationssteigerung. Der Rosenkranz ist ein katholisches Gebetsinstrument. Mandalas dienen im Hinduismus und Buddhismus zur Meditation. Achtsamkeit ist ein zentraler Aspekt des Buddhismus. Klangschalen unterstützen Meditationen in diesen Religionen. Muslimische Frauen tragen oft Kopftücher als religiöses Gebot. Einige gebräuchliche deutsche Wörter haben jiddische Ursprünge. Räucherstäbchen und Weihrauch werden in buddhistischen, hinduistischen und christlichen Ritualen verwendet. Der Glaube an Wiedergeburt ist im Hinduismus und Buddhismus verbreitet. Der Ausdruck "etwas auf Herz und Nieren prüfen" stammt aus der Bibel. Eine Moschee ist das Gotteshaus im Islam und der Adventskranz ist Teil der christlichen Tradition vor Weihnachten.

Der nachfolgende Schritt thematisiert die Symbole der Weltreligionen. Dazu kann ein Koffer mit Gegenständen verwendet werden. Ein Arbeitsmaterial mit sechs Satzenden. Persönliche Erfahrungen mit anderen Religionen werden in ein Textfeld eingetragen.

Ein weiterer Schritt enthält fünf Seiten Material zu den fünf Weltreligionen. Dabei werden im Material von Kindern in Form eines Steckbriefes mit Interviewfragen die Hauptinhalte und Merkmale dieser Religionen beschrieben. Auf Seite 10 werden dazu Anwendungsbeschreibungen mit mehreren Möglichkeiten gegeben. Entweder die Steckbriefe werden nacheinander über Fragen erarbeitet: Was bedeutet Religion? Was unterscheidet und verbindet die Religionen? Oder die fünf Materialien werden von Kleingruppen ausgewertet.

Antizipierte Ergebnisse:

Gemeinsamkeiten der Religionen:


Glaube an einen höheren Sinn oder Gottheit(en).

Rituale und Gebete sind zentral.

Religiöse Feiertage und Feste.

Heilige Schriften und Orte der Verehrung.

Unterschiede der Religionen:


Art der Gottheit(en): Monotheismus (Judentum, Islam, Christentum) vs. Polytheismus (Hinduismus) vs. keine Gottheit (Buddhismus).

Spezifische Rituale und Gebete.

Unterschiedliche Feiertage und Traditionen.

Verschiedene heilige Schriften und Lehren.

Aron aus Jerusalem ist Jude. Er erklärt das Judentum als älteste monotheistische Religion mit Gott „Adonai“ und heiliger Schrift „Tanach“. Wichtig sind Feiertage wie Chanukka und Traditionen wie der Sabbat. Besondere Kleidung wie die Kippa und besondere Essensregeln sind typisch.

Schira aus Kfar Saba ist Muslimin. Im Islam gibt es den Fastenmonat Ramadan und die Feste Eid ul-Fitr und Eid ul-Adha. Wichtig sind Rituale wie das tägliche Gebet und Fasten. Frauen tragen beim Beten Hidschab, und es gibt spezielle Essensregeln.

Darshan aus Indien ist Hindu. Im Hinduismus werden viele Götter verehrt und Feste wie Diwali gefeiert. Wichtige Rituale sind Pujas. Es gibt spezielle Essensregeln, wie kein Rindfleisch zu essen.

Phasin und Pathanin aus Thailand sind Buddhisten. Der Buddhismus lehrt, dass gute Taten glücklich machen und wichtig für das Karma sind. Es gibt viele Feiertage wie Magha Puja und Traditionen wie die Tak Bat Devo-Zeremonie. Meditation und Tempelbesuche sind zentral.

Iker aus Peru ist Christ. Das Christentum glaubt an einen Gott in drei Personen und feiert Feste wie Weihnachten. Wichtige Rituale sind die Heilige Messe und Gebete wie das Vaterunser. Die Bibel ist die heilige Schrift, und Kirchen sind die Gotteshäuser.

Der Nachfolgende Schritt Untersucht das Recht auf Religionsfreiheit. Dazu werden die Artikel des Grundgesetzes in vereinfachter Version sowie die Kinderrechte auf Seite 24 ausgewertet.

Antizipierte Ergebnisse: Aufgaben zur Religionsfreiheit:

1. Was steht wo? Sortiert zu!

Artikel 4 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“

Artikel 14 der Kinderrechte: „Jedes Kind auf dieser Welt hat das Recht, seine Gedanken und seine Meinung offen zu sagen und auch seine Religion frei zu leben. Es hat das Recht, selbst darüber zu entscheiden, ob es einer Religion angehören möchte und welcher Religion es angehören möchte.“

10. Ziel der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG): „Alle Menschen sollen – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Herkunft oder sozialem und wirtschaftlichem Status – gleiche Möglichkeiten haben.“

2. Was bedeutet das konkret? Kreuze an:

Alle müssen akzeptieren, wenn jemand keine Religion hat.

Niemand darf benachteiligt werden, weil sie/er einer bestimmten Religion angehört.

Niemand darf einen anderen Menschen wegen seiner/ihrer Religion beleidigen.

3. Warum ist das Recht auf Glaubensfreiheit notwendig?

Das Recht auf Glaubensfreiheit ist wichtig, damit jeder Mensch seine Religion frei ausüben kann und dafür nicht benachteiligt oder verfolgt wird. Ohne dieses Recht könnten Menschen wegen ihres Glaubens unterdrückt, diskriminiert oder bestraft werden. Dies würde zu Konflikten und Unfrieden in der Gesellschaft führen.

Es folgt ein Rätsel mit Symbolen zum vervollständigen eines Textes zu Frieden in den Religionen.

Lösungen Aufgaben: Religionen wollen Frieden

1. Finde die fehlenden Wörter

In vielen Religionen ist der Frieden von großer Bedeutung:

Christen sagen: „Der Friede sei mit Dir!“

Jesus sagt in der Bergpredigt: „Selig sind, die Frieden stiften.“

Jüdinnen und Juden grüßen sich mit dem Wort „Shalom!“ und wünschen einander damit Frieden. Am Freitagabend begrüßen sie den wöchentlichen Feiertag (Samstag) mit dem Gruß: „Schabbat Shalom!“

In der Thora steht: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15)

Im Islam wünscht man sich: „Assalamu aleikum!“ Das heißt übersetzt: „Der Friede sei mit dir!“ Die Antwort darauf lautet: „Wa aleikum assalam!“, was auf Deutsch „Und auch mit dir!“ bedeutet.

Im Koran kommt das Wort „Frieden“ sehr oft vor. Dort lesen wir z.B.: „O ihr, die ihr glaubt! Tretet allesamt ein in den Frieden (seid friedfertig). Und folgt nicht dem Teufel auf den Schritt“ (Sure Baqara, Vers 208).

Ahimsa ist eine der zentralen Ideen im Hinduismus und Buddhismus. Sie bedeutet wörtlich Gewaltfreiheit (a = nicht, himsa = Gewalt). Es handelt sich um eine Verhaltensregel, die das Töten oder Verletzen von Lebewesen untersagt.

Der Buddhismus gilt generell als eine Religion des Friedens. Eine der wichtigsten Regeln heißt: „Sei gütig und friedfertig.“ Buddha sagte: „Selig sind die Sanftmütigen, die Bosheit, Stolz und Heuchelei meiden und Mitgefühl, Demut und Liebe praktizieren.“


2. Erkläre ein Friedenssymbol

Ein Symbol für Frieden ist die Taube. Die Taube steht für Frieden, weil sie in der Bibel mit einem Olivenzweig zurückkehrte, um Noah zu zeigen, dass die Flut vorbei und Frieden eingekehrt war. Die Taube ist daher ein Symbol der Hoffnung und des Friedens.


3. Vergleicht die Friedensworte der einzelnen Religionen

Gemeinsamkeiten:

Alle Religionen legen großen Wert auf Frieden und fördern friedliches Verhalten und den respektvollen Umgang miteinander.

Begrüßungen und Segenswünsche in vielen Religionen beinhalten das Wort „Frieden“.

Unterschiede:

Die Worte und Ausdrücke für Frieden sind in jeder Religion unterschiedlich (z.B. Shalom im Judentum, Assalamu aleikum im Islam).

Die Rituale und Gebete, die den Frieden betonen, variieren zwischen den Religionen.

Abschlussgedanken

Das Recht auf Glaubensfreiheit ist wichtig, damit jeder Mensch seine Religion frei ausüben kann. Ohne dieses Recht könnten Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt oder diskriminiert werden. Dies würde zu Unfrieden und Ungerechtigkeit in der Gesellschaft führen.

Es folgt im nächsten Schritt eine Auswertung von sehr kurzen Zeitungsartikeln. Zu Ihnen werden Überschriften gefunden.

Mögliche Lösung:

1. Was haben die Meldungen gemeinsam?

Überschrift: Religionen für Frieden und Gerechtigkeit


2. Wofür setzen sich die Religionen in den Meldungen ein?

Mahnwache gegen Rassismus (März 2021, Karlsruhe)

Einsatz für: Solidarität mit von Rassismus betroffenen Menschen

Parlament der Weltreligionen (August 2023, Chicago)

Einsatz für: Menschenrechte und gegen Diktaturen

Friedensmahl der Religionen (Februar 2024, Aachen)

Einsatz für: Hoffnung in schwierigen Zeiten

Religions-Klimagipfel (November 2023)

Einsatz für: Maßnahmen gegen die Klimakrise

Position gegen Rechtspopulismus und -extremismus (seit Januar 2024, Deutschland)

Einsatz für: Demokratie, gegen Antisemitismus und Rassismus

Interreligiöse Räte in Konfliktregionen (Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Liberia, Sierra Leone, Sri Lanka, Albanien)

Einsatz für: Friedliche Lösung politischer Konflikte

Interreligiöser Toleranzwagen beim Rosenmontagszug (2024, Düsseldorf)

Einsatz für: Respekt und Toleranz

3. Weitere Beispiele für den Einsatz von Religionen

Tafel-Initiativen: Kirchen organisieren Essensausgaben für Bedürftige.

Interreligiöse Dialoge: Veranstaltungen, bei denen Vertreter verschiedener Religionen über Frieden und Toleranz diskutieren.

Flüchtlingshilfe: Kirchen und Moscheen bieten Unterkünfte und Unterstützung für Flüchtlinge.






Material:

Zur Nutzung des Materials 4

Ergänzende Materialien 5

Mögliche Einstiege ins Thema 6

Die Weltreligionen 10

Miteinander der Religionen 15

Spiel Bingo 17

AB 1 Was haben Religionen gemeinsam? 18

Interview mit Aron – Judentum 19

Interview mit Schira – Islam 20

Interview mit Darshan – Hinduismus 21

Interview mit Phasin und Pathanin - Buddhismus 22

Interview mit Iker - Christentum 23

AB 2 Menschen haben ein Recht auf Religion und Glauben 24

AB 3 Religionen wollen Frieden 25

AB 4 Religionen setzen sich ein 26

Lösungen

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Andere Religionen (Hessen | Primarstufe 3/4).

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6G.2 Religiöses Leben an unserem Ort. Religiöse Symbole entdecken und deuten.

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6.2 Leben mit anderen Religionen: Was die abrahamitischen Religionen verbindet.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Zusammenleben der abrahamitischen Religionen
  • Einblick nehmen

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