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Prof. Dr. Harald Seubert

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Hegel IV: Kunst: Die Idee in der Erscheinung

Veröffentlichung:21.12.2021

Das Video führt in Hegels Religionsphilosophie ein und beschreibt Religion als zentrale Sphäre des absoluten Geistes. Religion wird bei Hegel nicht als bloße Projektion oder nur als Gefühl verstanden, sondern als Berührung des Endlichen mit dem Absoluten. In einem geschichtlichen Durchgang werden verschiedene Religionen betrachtet, darunter Hinduismus, Buddhismus, griechische Religion, römische Religion und Judentum. Besondere Bedeutung erhält das Christentum, das Hegel als absolute Religion deutet, weil in ihm das Ewige selbst in die Geschichte eintritt und Gott Mensch wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Inkarnation, Offenbarung, Trinität und die Bewegung von Entäußerung und Rückkehr Gottes zu sich selbst im Geist.

In seinen Vorlesungen beschreibt Hegel Religion als die höchste Sphäre des absoluten Geistes und verfolgt eine historische Perspektive auf verschiedene Religionen. Hegel sieht Religion als die Verbindung des Endlichen mit dem Absoluten, ohne eine Projektionstheorie zu vertreten. Er betont die Bedeutung des Christentums, wo das Ewige in die Geschichte eintritt und Gott Mensch wird. Hegels Interpretation der Religionen umfasst den Hinduismus, Buddhismus, die griechische und römische Religion sowie das Judentum, wobei letztere als Religion der Erhabenheit dargestellt wird. Hegel unterscheidet das Christentum durch seine Trinitätsstruktur und sieht es als absolute Religion. Die Trinität repräsentiert eine tiefere Verbindung zwischen dem Göttlichen und der Geschichte, die letztlich zur Freiheit und Offenbarung führt.



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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für die gymnasiale Oberstufe in den Themenfeldern Religionsphilosophie, Gottesfrage, Christologie, Trinität, Offenbarung und interreligiöses Lernen. Lernende können zunächst Hegels Religionsverständnis mit Schleiermachers Deutung von Religion als Gefühl vergleichen und herausarbeiten, welche Rolle Geschichte, Offenbarung und Vernunft jeweils spielen. Besonders fruchtbar ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob Religion vor allem subjektive Erfahrung, geschichtliche Wirklichkeit, kulturelle Gestalt oder philosophische Wahrheit ist. Die im Video dargestellte religionsgeschichtliche Perspektive eröffnet Möglichkeiten, unterschiedliche Religionen respektvoll zu vergleichen und zugleich kritisch zu prüfen, welche Grenzen ein hierarchisches Religionsverständnis bei Hegel aus heutiger Sicht hat. Im christologischen Schwerpunkt können Lernende untersuchen, warum die Menschwerdung Gottes für Hegel eine entscheidende Zäsur darstellt und wie sich darin die Verbindung von Endlichkeit und Absolutem zeigt. Methodisch bieten sich Begriffskarten zu Endlichkeit, Absolutem, Offenbarung, Inkarnation und Geist, Gruppenarbeiten zu den dargestellten Religionen, ein Vergleich von Hegel und Schleiermacher, Textarbeit zur Trinität sowie Diskussionen über die Bedeutung von Religion in Geschichte und Gegenwart an. Das Medium fordert Lernende dazu heraus, anspruchsvolle philosophische Begriffe mit theologischen Grundfragen zu verbinden und das Christentum im Horizont von Weltreligionen, Geschichte und Vernunft neu zu reflektieren.

Rheinland-Pfalz

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