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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

‚Physik‘, Romantik, Goethezeit

Veröffentlichung:11.11.2021

Das Video entfaltet die Bedeutung der Naturphilosophie im frühen Deutschen Idealismus und zeigt, dass dieser nicht allein als abstrakte Reflexionsphilosophie verstanden werden kann. Ausgehend vom „Ältesten Systemprogramm des Deutschen Idealismus“ wird die Natur als eigenständiger Erfahrungsraum beschrieben, der nicht nur mathematisch, technisch oder funktional erfasst werden kann, sondern in Schönheit, Lebendigkeit, Rätselhaftigkeit und Macht erscheint. Dabei werden Bezüge zu Aristoteles, Spinoza, Kant, Fichte, Goethe, Schelling und Hegel hergestellt. Besonders hervorgehoben wird die romantische Naturwahrnehmung, in der der Mensch der Natur angehört und zugleich als freies Subjekt zu ihr in Beziehung steht. Im letzten Teil öffnet das Video den Blick auf Hegels frühe Überlegungen zum Geist des Christentums, in denen Liebe als Bewegung der Hingabe, Entäußerung und Rückkehr zu sich selbst gedeutet wird.

Das Video erörtert die historische und philosophische Entwicklung der Naturphilosophie und des deutschen Idealismus. Er beginnt mit Aristoteles' Philosophie der Natur und führt über Spinoza zu den deutschen Idealisten wie Fichte und Hegel. Die Philosophie betont die Bedeutung der Natur in ihrer Schönheit und Rätselhaftigkeit und beschreibt das Selbstbewusstsein und die Subjektivität als zentrale Aspekte. Goethe und Schelling werden als wichtige Figuren genannt, die die Naturphilosophie weiterentwickelt haben. Der Text betont die enge Verbindung zwischen Natur, Religion und Philosophie, insbesondere im Kontext des Christentums und der Liebe als Einheit von Gott und Mensch.



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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders in der gymnasialen Oberstufe für Themenfelder wie Schöpfung, Naturverständnis, Menschenbild, Religionsphilosophie, Glaube und Vernunft sowie christliche Ethik. Lernende können herausarbeiten, wie unterschiedlich Natur verstanden werden kann: als messbarer Gegenstand der Naturwissenschaft, als lebendiger Erfahrungsraum, als Ausdruck von Schönheit oder als religiös bedeutsame Wirklichkeit. Didaktisch fruchtbar ist dabei der Vergleich zwischen einem naturwissenschaftlich funktionalen und einem religiös ästhetischen Zugang zur Natur. So kann gefragt werden, ob Natur nur erklärt oder auch gedeutet, bestaunt und verantwortet werden muss. Das Video ermöglicht zudem eine vertiefte Auseinandersetzung mit Schöpfungsverantwortung, da es die Zugehörigkeit des Menschen zur Natur betont und damit eine Haltung der Achtsamkeit und Verantwortung nahelegt. Methodisch bieten sich Bildimpulse aus der romantischen Malerei, Naturbeobachtungen, philosophische Schreibgespräche, Begriffsarbeit zu Natur, Geist, Freiheit und Liebe sowie Diskussionen über aktuelle ökologische Herausforderungen an. Besonders ergiebig ist die Verbindung von Naturphilosophie und christlicher Theologie: Lernende können prüfen, wie sich die Rede von Schöpfung von pantheistischen oder rein naturwissenschaftlichen Deutungen unterscheidet und welche Rolle Liebe, Hingabe und Entäußerung im christlichen Verständnis von Gott, Mensch und Welt spielen. Das Medium fordert zu einer anspruchsvollen Reflexion darüber heraus, wie Naturerfahrung, religiöse Deutung und ethisches Handeln miteinander verbunden werden können.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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