Diese Anregung kann z.B. als Material zum Thema Verteilungsgerechtigkeit, Arbeitsethik oder Radikalisierung verwendet werden. Dabei wird die Instrumentalisierung eines angenommenen Klassenkampfes für Parteipolitik thematisiert.
Populisten nutzen die Idee des "Produzentismus", um sich als Verteidiger der arbeitenden Mittelschicht gegen "Faulenzer" und "Eliten" zu präsentieren. Diese Theorie teilt die Gesellschaft in drei Gruppen: die "Parasiten" (Arbeitslose, Immigranten), die "Eliten" (Finanziers, Künstler) und die "Produzenten" (Landwirte, Handwerker). Nur die "Produzenten" gelten als tugendhaft. Der Produzentismus ist eng verbunden mit Max Webers protestantischer Arbeitsethik und kritisiert jene, die nicht arbeiten. Nietzsche hingegen erkennt die wertvolle Arbeit von Künstlern und Intellektuellen, die oft missverstanden wird.