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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Stoa und Epikur, oder die Suche nach dem Glück

Veröffentlichung:18.9.2020

Das Video führt in die philosophischen Strömungen der Spätantike ein und stellt insbesondere die Stoa, den Epikureismus und den Skeptizismus vor. Vor dem Hintergrund tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen verschiebt sich der Fokus der Philosophie von der Gestaltung des Staates hin zur Frage nach einem gelingenden individuellen Leben. Die Stoa entwickelt dabei das Ideal eines Lebens in Übereinstimmung mit der Natur und betont innere Freiheit, Selbstbeherrschung und Gelassenheit. Der Epikureismus sucht das Glück in einem maßvollen und einfachen Leben, das von Freundschaft, Bescheidenheit und der Befreiung von Ängsten geprägt ist. Der Skeptizismus wiederum stellt die menschliche Erkenntnisfähigkeit kritisch infrage und fordert dazu auf, vorschnelle Gewissheiten zu hinterfragen. Das Video zeigt, wie diese philosophischen Schulen Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit entwickelten und bis heute wichtige Impulse für Fragen der Lebensführung, Sinnsuche und Orientierung geben.

Für „den Philosophen“ war der Zusammenhang von Stadt und Seele noch untrennbar. Ein gelingendes Leben als Mensch konnte man nur in der Rolle des freien Bürgers haben. Das ändert sich in den spätantiken Großreichen. Kosmos und Privatleben werden die möglichen Glücksorte. Die Stoiker wollen in der Welt so zuhause sein, wie im eigenen Leib. Die Epikureer erträumen sich eine Welt als Garten. Ist Glück zugleich Erlösung, kann dieses Glück in der Welt gewonnen werden? Brennende und bis heute brisante Fragen.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe im Rahmen der Themen Lebenskunst, Glück, Sinn des Lebens, Identität und Weltdeutung. Die vorgestellten philosophischen Ansätze eröffnen vielfältige Möglichkeiten, über gegenwärtige Herausforderungen wie Leistungsdruck, Unsicherheit, Zukunftsängste oder die Suche nach Orientierung nachzudenken. Lernende können die stoische Haltung der Gelassenheit mit modernen Konzepten von Resilienz und Selbstfürsorge vergleichen und diskutieren, welche Bedeutung innere Freiheit in einer von äußeren Erwartungen geprägten Gesellschaft besitzt. Der Epikureismus bietet einen interessanten Zugang zur Frage, was Menschen wirklich glücklich macht. Dabei können Konsumvorstellungen, materielle Wünsche und Vorstellungen eines gelungenen Lebens kritisch reflektiert werden. Besonders gewinnbringend sind Diskussionen über Freundschaft, Gemeinschaft und die Bedeutung einfacher Lebensformen für das persönliche Wohlbefinden. Der Skeptizismus eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, über Wahrheit, Wissen und Zweifel nachzudenken. Lernende können untersuchen, welche Rolle kritisches Denken in einer Zeit von Informationsflut, sozialen Medien und Desinformation spielt. Methodisch bieten sich philosophische Gespräche, Debatten, biografische Reflexionen, Positionierungsspiele oder die Analyse aktueller gesellschaftlicher Fragestellungen an. Durch die Verbindung von Philosophie, Anthropologie und Ethik fördert das Medium die Fähigkeit, unterschiedliche Lebensentwürfe zu verstehen, kritisch zu beurteilen und eigene Orientierungen zu entwickeln. Gleichzeitig lassen sich zahlreiche Bezüge zu religiösen Vorstellungen von Glück, Sinn, Gemeinschaft und Hoffnung herstellen.

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