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6000 Punkte für den Himmel - Teil 1/2

Veröffentlichung:19.11.2008

Herr Weber ist ein ganz normaler Mensch. "Tue recht und scheue niemand" ist sein Lebensmotto. Doch eines Tages wacht er plötzlich im Vorraum des Himmels auf. Hier nun soll sich entscheiden, wo er die Ewigkeit verbringen wird. Damit sich die Himmelstür für ihn öffnet, braucht er allerdings "6000 Punkte". Herr Weber versucht sich zu rechtfertigen. er entdeckt jedoch, das Gottes Rechnung anders funktioniert, als die eines Menschen. Auch Gedanken und böse Gefühle haben vor Gott eine mindernde Wirkung. Letztlich stehen alle Menschen mit leeren Händen vor Gott und sind auf seine gnade angewisen.

Das Kurzvideo stellt in eindrücklicher und zugleich humorvoller Weise die Frage nach dem Verhältnis von guten Werken, Moral und Erlösung. Ein verstorbener Mann findet sich nach seinem Tod vor zwei Türen wieder und geht selbstverständlich davon aus, aufgrund seines anständigen Lebens, seiner Kirchenzugehörigkeit und seines sozialen Engagements Zugang zum Himmel zu erhalten. Zu seiner Überraschung wird sein Leben jedoch nach einem Punktesystem bewertet. Während er zahlreiche vermeintlich gute Taten aufzählt, zeigt sich, dass seine Leistungen weit weniger zählen als erwartet. Schritt für Schritt wird deutlich, dass auch alltägliche Verfehlungen, fehlende Liebe gegenüber Mitmenschen und selbstgerechte Haltungen in die Bewertung einfließen. Das Video greift damit zentrale christliche Fragen nach Schuld, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, den Zehn Geboten sowie dem Verhältnis von Glauben und guten Werken auf.

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Das Video eignet sich besonders für den Einsatz in der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu Himmel und Hölle, Gerichtsvorstellungen, Rechtfertigung, Schuld und Vergebung sowie christlicher Ethik. Aufgrund seiner überraschenden Handlung und der lebensnahen Beispiele bietet das Video einen motivierenden Einstieg in die Auseinandersetzung mit religiösen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod. Lernende können zunächst ihre Erwartungen an göttliche Gerechtigkeit formulieren und diskutieren, nach welchen Kriterien Menschen ihrer Meinung nach beurteilt werden sollten. Anschließend bietet sich eine Analyse der Argumentation des Protagonisten an, wobei seine Vorstellungen von Moral mit biblischen Positionen verglichen werden können. Besonders ergiebig ist die Arbeit mit den Zehn Geboten, die im Video als Maßstab eingeführt werden. Ebenso lassen sich Bezüge zu reformatorischen Fragen nach Rechtfertigung und Gnade herstellen. In Gruppenarbeiten können Lernende eigene Kriterienkataloge für ein gerechtes Urteil entwickeln und diese kritisch reflektieren. Darüber hinaus eröffnet das Video Gespräche über Selbstbild und Fremdbild, über gesellschaftliche Moralvorstellungen sowie über die Frage, ob gute Taten allein ausreichen, um ein gelungenes Leben zu führen. Die pointierte Darstellung erleichtert dabei auch kontroverse Diskussionen und fördert die Fähigkeit zur ethischen Urteilsbildung.

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