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Planet Schule

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Welche Rolle spielte die Kirche?

Veröffentlichung:20.6.2023

Im Mittelalter waren Glaube und Kirche allgegenwärtig und bestimmten große Teile des Lebens. Beim Konstanzer Konzil trafen vor 600 Jahren weltliche und kirchliche Machtansprüche aufeinander. Das Gottesgnadentum, die Legitimation weltlicher Vormachtstellung, war durch die Existenz von drei Päpsten bedroht und damit schien auch die - über das gesamte Mittelalter gültige - Auffassung der Einheit kirchlichen und weltlichen Lebens bedroht. Der Film erklärt aus der zeitlichen Perspektive des späten Mittelalters die Bedeutung des mittelalterlichen Glaubens und spürt der Faszination religiöser Riten nach.

Das Video „Welche Rolle spielte die Kirche?“ aus der Reihe „Das Mittelalter Experiment“ beleuchtet die zentrale Bedeutung der Kirche im Leben der Menschen des späten Mittelalters. Anhand historischer Rekonstruktionen, Experimente und anschaulicher Beispiele wird gezeigt, wie stark Religion den Alltag, das Denken und die gesellschaftliche Ordnung prägte. Das Medium erklärt die Rolle von Gottesdiensten, Sakramenten, Wallfahrten, Reliquien und kirchlichen Festen sowie die Bedeutung von Himmel, Hölle und Fegefeuer für die mittelalterliche Vorstellungswelt. Darüber hinaus wird deutlich, dass die Kirche nicht nur religiöse, sondern auch politische und gesellschaftliche Macht besaß und das Leben der Menschen von der Geburt bis zum Tod begleitete. Der Film vermittelt somit einen lebendigen Einblick in die enge Verbindung von Glauben, Gesellschaft und Herrschaft im Mittelalter.

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Didaktisch eignet sich das Video hervorragend für Unterrichtsvorhaben zu Kirche, Mittelalter, religiöser Lebenswelt und Kirchengeschichte. Die Lernenden können nachvollziehen, wie religiöse Vorstellungen das Denken und Handeln der Menschen beeinflussten und welche Funktionen die Kirche für die mittelalterliche Gesellschaft erfüllte. Vor dem Ansehen des Films bietet sich eine Sammlung von Vorstellungen über das Mittelalter an, die anschließend mit den Filminhalten verglichen werden können. Während der Rezeption können die Lernenden Aspekte religiösen Lebens wie Gottesdienst, Wallfahrt, Reliquienverehrung, Ablassvorstellungen oder kirchliche Macht dokumentieren. Im Anschluss lassen sich die verschiedenen Aufgaben der Kirche in Gruppenarbeit erarbeiten und hinsichtlich ihrer religiösen, sozialen und politischen Bedeutung untersuchen. Besonders gewinnbringend ist die Frage, weshalb Religion für viele Menschen des Mittelalters eine so große Orientierungskraft besaß und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur heutigen Gesellschaft bestehen. Darüber hinaus können die Lernenden die Bedeutung von Angst, Hoffnung, Gemeinschaft und Sinnsuche reflektieren und mit eigenen Erfahrungen vergleichen. Das Medium eignet sich sowohl für den Religionsunterricht als auch für fächerübergreifende Projekte mit Geschichte und unterstützt die Entwicklung historischer, religiöser und ethischer Urteilskompetenz.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4a Auseinandersetzung in der Kirche. Von der Reformation zur Ökumene.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Wir machen eine Zeitreise ins Mittelalter!

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