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Schulentwicklung NRW

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Kriegerische Zeiten in Medina und um Medina herum

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtssequenz " kriegerische Zeiten in Medina" mit neuen Seiten und fünf Materialien zeigt den Beginn des Islam als Bewegung. Dabei wird die Geschichte des Propheten Mohammed als politischem Führer in den Fokus gestellt. Die bedeutendsten Schlachten und Gefechte dieser Zeit markieren den Beginn der Ausdehnung des islamischen Herrschaftsbereiches. Dabei wird jedoch klar dass Gewalt im Islam in keinem Fall verherrlicht wird. Sie ist nur ein letztes Mittel zur Verteidigung der Gläubigen. Die Differenzierung zwischen großem und kleinem Dschihad wird unternommen.

Das Medium „Kriegerische Zeiten in Medina und um Medina herum“ setzt sich mit einer oft kontrovers diskutierten Phase der islamischen Frühgeschichte auseinander. Im Mittelpunkt stehen die Auswanderung Muhammads nach Medina, der Vertrag von Medina, die Auseinandersetzungen mit den Quraisch sowie die Schlachten von Badr, Uhud und der Grabenkampf. Darüber hinaus werden zentrale Fragen nach Gewalt, Frieden, Konfliktlösung und dem Wert menschlichen Lebens aus islamischer Perspektive behandelt. Das Material verdeutlicht, dass die ersten Musliminnen und Muslime in einer konfliktreichen Zeit lebten, gleichzeitig aber nach Möglichkeiten suchten, friedliches Zusammenleben durch Verträge, Verhandlungen und gemeinsame Regeln zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den islamischen Vorstellungen von Kriegsethik sowie der Klärung häufig missverstandener Begriffe wie Dschihad. Die Lernenden erhalten dadurch die Möglichkeit, historische Ereignisse in ihrem Kontext zu verstehen und zwischen religiösen Quellen, historischen Entwicklungen und modernen Deutungen zu unterscheiden.


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Didaktisch bietet das Material zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Themen Frieden, Gewalt, Religion, Konfliktbewältigung und interreligiöses Lernen. Die Einheit beginnt mit der biblischen und koranischen Erzählung von Kain und Abel beziehungsweise Kabil und Habil, um grundlegende Fragen menschlicher Gewalt und Friedfertigkeit zu thematisieren. Dadurch werden die Lernenden eingeladen, eigene Erfahrungen mit Konflikten einzubringen und über Ursachen von Gewalt sowie Möglichkeiten friedlicher Konfliktlösung nachzudenken. Die Beschäftigung mit dem Vertrag von Medina eröffnet einen historischen Zugang zu Fragen des Zusammenlebens in einer religiös vielfältigen Gesellschaft. Die Lernenden erkennen, dass bereits im frühen Islam Modelle von Kooperation, Rechtssicherheit und gegenseitiger Anerkennung entwickelt wurden. Die Analyse der Kämpfe von Badr, Uhud und des Grabenkampfes ermöglicht historisches Lernen und fördert die Fähigkeit, vergangene Ereignisse aus ihren jeweiligen Lebensbedingungen heraus zu verstehen. Dabei wird deutlich, dass moralische Maßstäbe verschiedener Epochen nicht unreflektiert miteinander gleichgesetzt werden können. Besonders wertvoll ist die Arbeit mit den Quellen zu Kriegsethik und Friedensgeboten im Koran sowie in der islamischen Tradition. Die Lernenden erarbeiten Regeln zum Schutz von Kindern, Frauen, alten Menschen, religiösen Stätten und der Umwelt und vergleichen diese mit modernen Vorstellungen des humanitären Völkerrechts. Die Auseinandersetzung mit dem Begriff Dschihad fördert Medienkompetenz und kritische Urteilsbildung. Die Lernenden untersuchen unterschiedliche Deutungen des Begriffs und reflektieren, wie religiöse Begriffe politisch instrumentalisiert oder missbraucht werden können. Methodisch kommen Textarbeit, Gruppenarbeit, Diskussionen, Plakatgestaltung, Quellenanalyse, Partnergespräche und Interviews zum Einsatz. Dadurch werden historische Kompetenz, ethische Reflexionsfähigkeit, Perspektivübernahme und interreligiöse Dialogfähigkeit gleichermaßen gefördert.


Der Einstieg gelingt über die Geschichte von Kain und Abel.Gott lehnt die Gewalt ab und bestraft Kain. Diese Einstellung wird über mehrere Suren im Koran nachvollzogen.

Einen Text stellt die Probleme des Propheten in Medina vor. In Partnerarbeit werden Fragen dazu beantwortet. In einem weiteren Schritt werden drei entscheidende Kämpfe aus dieser Zeit in Gruppen verglichen. Diese sind ja Kampf um Badr um Uhud und der Grabenkampf von Medina. Aus diesem Beispiel werden in den Gruppen Verhaltensweisen im Falle eines Krieges entwickelt, die auf islamischem Recht basieren.

In einem letzten Material wird der Begriff des Dschihad untersucht. Ein Zeitungsartikel im Material stellt die grundlegenden Fehlinterpretationen zu diesem Begriff vor.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.5 Gefährliche Religion?.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

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30.4.2024

Interreligiöser Dialog

Unterrichtseinheit

Religionen

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

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