Das Video beschäftigt sich mit dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten im Matthäusevangelium und ordnet es in den größeren Zusammenhang der Endzeitreden Jesu ein. Dabei wird deutlich, dass das Gleichnis nicht nur von wirtschaftlichem Handeln oder individuellen Fähigkeiten handelt, sondern von der Frage, wie Menschen auf die Gaben Gottes antworten. Der Vortrag deutet die Talente als Ausdruck göttlicher Gabe und Zuwendung. Gott erscheint als großzügiger Geber, der den Menschen Freiheit schenkt und ihnen Verantwortung überträgt. Die beiden Knechte, die ihre Talente einsetzen und vermehren, stehen für Menschen, die Gottes Gaben annehmen und fruchtbar werden lassen. Der dritte Knecht hingegen wird als Beispiel für eine von Angst geprägte Beziehung zu Gott dargestellt, die die empfangene Gabe vergräbt und nicht zur Entfaltung bringt. Im Zentrum des Videos stehen Fragen nach Freiheit, Vertrauen, Verantwortung, Selbstwerdung und der Berufung des Menschen, empfangene Gaben weiterzugeben und dadurch Frucht zu bringen.
Im Matthäusevangelium erzählt Jesus das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Will Jesus uns damit eine Lehre im Finanzmanagement geben? Oder gar drohen, da uns der Tag und die Stunde des Gerichtes nicht bekannt ist?
Das Gleichnis erzählt nicht einfach von einem Mann, der viele Talente seinem Diener anvertraut und nach seiner Rückkehr Rechenschaft verlangt. Es sagt vielmehr: Gott ist ein wirklicher Geber. Denn wenn er etwas gibt, dann gibt er immer sich selbst mit. Und das kann nur geschehen, wenn er die Gabe wirklich loslässt und sich davon trennt und zwar ohne, dass er sich hintergründig an sie bindet und sie unter Bedingungen gibt.
Habt ihr schon einmal unter diesem Blickwinkel das Gleichnis betrachtet? Wenn man das versucht, kann man ganz neu sehen, was es bedeutet, dass der Herr im Gleichnis auf die Reise geht und nicht mehr da ist: Er lässt die Gabe los und ist trotzdem auf geheimnisvolle Weise in der Gabe gegenwärtig.