Das Video entfaltet eine theologische und spirituelle Deutung des Weihnachtsfestes und stellt die Geburt Jesu Christi als das entscheidende Ereignis der Menschheitsgeschichte dar. Ausgehend von der Beobachtung moderner Weihnachtsbräuche wird die Frage gestellt, ob das eigentliche Zentrum des Festes, die Geburt Jesu, heute oft in den Hintergrund tritt. Der Referent beschreibt Weihnachten als den Augenblick, in dem die Unendlichkeit Gottes in die Endlichkeit der menschlichen Geschichte eintritt. Dabei werden zentrale biblische Motive wie Bund, Beziehung, Erlösung und Nachfolge aufgegriffen. Besonders eindrücklich ist das Bild des Gartens, in dem Kinder sich geborgen fühlen, solange sie wissen, dass ihre Eltern da sind. Dieses Bild wird auf die Gottesbeziehung übertragen und verdeutlicht die biblische Vorstellung, dass Gott die Menschen in eine vertrauensvolle Gemeinschaft mit sich zurückführen möchte. Darüber hinaus wird Jesus als der verheißene Messias vorgestellt, dessen Leben, Wirken, Kreuz und Auferstehung den Weg zurück in die Gemeinschaft mit Gott eröffnen. Weihnachten erscheint so nicht nur als Erinnerung an ein historisches Ereignis, sondern als Einladung, das eigene Leben im Licht der Liebe Gottes neu zu verstehen.
In der morgigen Heiligen Nacht und am Weihnachtstag feiern wir das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte: Gott wird Mensch. In einem kleinen, hilflosen Baby. In einem Stall zwischen Tieren und Schmutz. In der Krippe.
Das feiern wir an Weihnachten: Gott ist Mensch geworden. Er hat unter uns Wohnung genommen. Wenn das stimmt, was könnte wichtiger sein als dieses Ereignis?
Wir leben in einer Welt, die endlich ist, zeitlich und geschichtlich. Gott hingegen ist ewig, unendlich und in gewisser Weise ungeschichtlich, weil übergeschichtlich. Wenn die Unendlichkeit in die Endlichkeit einbricht, dann ist da etwas, das bleibt. Dann ist die Unendlichkeit selbst bleibend, gegenwärtig, geheimnisvoll. Unsere Erinnerung an Jesu Geburt ist eine Erinnerung, zu der wir gewissermaßen immer neu zurückkehren können - innerlich an den Ort, an dem die Unendlichkeit die Endlichkeit berührt, geöffnet und geheiligt hat.