Das Video bietet eine einführende und zugleich tiefgehende Erschließung der johanneischen Abschiedsreden und ihrer theologischen Bedeutung. Ausgehend vom 13. Kapitel des Johannesevangeliums wird gezeigt, wie Jesus vor seinem Leiden seine engsten Jünger auf die kommende Zeit vorbereitet. Der Referent erläutert die besondere Stellung des Johannesevangeliums innerhalb des Neuen Testaments und hebt dessen spirituelle Tiefe hervor. Im Mittelpunkt stehen die Gestalt des „Jüngers, den Jesus liebte“, die Frage nach der Identität Jesu als fleischgewordenes Wort Gottes, die Gabe des Heiligen Geistes, die Bedeutung von Liebe und Nachfolge sowie das Drama zwischen Vertrauen und Verrat. Darüber hinaus werden zentrale johanneische Themen wie Herrlichkeit, Wahrheit, Einheit, Frieden und die Beziehung zwischen Jesus, dem Vater und den Glaubenden entfaltet. Das Video macht deutlich, dass das Johannesevangelium weniger ein historisches Protokoll als vielmehr ein geistlicher Deutungsraum ist, in dem die Frage „Wer ist Jesus?“ immer tiefer erschlossen wird.
Kurz vor der Verhaftung Jesu überliefert das Johannes-Evangelium einen bedeutenden Text: die Abschiedsreden Jesu (Joh 13,1–17,26). Darin unterscheidet sich dieses Evangelium von den anderen. Nach dem letzten Abendmahl spricht Jesus in vier langen Kapiteln zu den Jüngern und beschließt seine Unterweisung im sogenannten hohepriesterlichen Gebet (Kap 17). Hier führt sie Jesus gewissermaßen in einen Jüngerschaftsprozess. Oft werden sich die Jünger die Frage gestellt haben: Wer ist es, den wir da begegnet sind? In den Abschiedsreden Jesu geht er tiefer auf ihre Frage ein und erschließt ihnen, was sie später erst im Licht der Liebe und Ostern ansatzweise verstehen konnten. Bischof Stefan Oster nimmt uns in der neuen Reihe bei „Believe and Pray“ mit auf eine Reise durch die Abschiedsreden Jesu. Sei dabei!