„Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.“ – so bekennen wir es im Credo, unserem Glaubensbekenntnis. Jedes einzelne Wort, das wir sprechen, steht für einen tiefen Glaubensschatz unserer Kirche.
An den Namen Jesu schließt sich das Wort „Christus“ an. Oft fließt es uns einfach über die Lippen, wie eine Art „Nachnamen“, doch dahinter verbirgt sich eine Antwort der ganzen Erfahrungsgeschichte des Volkes Israels. Durch alle Zeiten hindurch wartete das auserwählte Volk auf den Messias, der die zwölf Stämme Israels einen, den Kult wiederherstellen und die Feinde besiegen sollte. Diese Erwartung war damals im Volk virulent.
Vor 2000 Jahren trat ein Mann auf, der genau diesen Anspruch hatte und gekommen war, um uns alle Nachhause zum Vater zu holen. In ihm kam ein Anspruch und eine Vollmacht zum Ausdruck, die nie vorher und nie in dieser Weise da war. Doch was genau hat er gemacht und warum ist es so bedeutsam, dass er der Christus, der Gesalbte, war?
Weiter spricht das Credo davon, dass Jesus der „eingeborenen Sohn“ gewesen sei. Doch sind wir nicht alle Söhne und Töchter Gottes? Worin besteht der Unterschied? Und was bedeutet „eingeboren“?