Im Video wird darauf hingewiesen, dass die Goldene Regel oft fälschlicherweise als identisch mit Kants Kategorischem Imperativ betrachtet wird. Der Autor erklärt, dass es Unterschiede zwischen den beiden Prinzipien gibt und dass sie zu unterschiedlichen Ergebnissen in konkreten Fällen führen können. Kant kritisiert die Goldene Regel als "trivial" und schlägt den Kategorischen Imperativ als eigenes moralisches Gesetz vor. Es werden drei Kritikpunkte an der Goldenen Regel diskutiert: ihre Ungeeignetheit zur Begründung von Pflichten gegenüber sich selbst, von "Liebespflichten" und "schuldigen Pflichten" gegenüber anderen. Der Text vergleicht auch die formalen Prinzipien, hebt Unterschiede hervor und analysiert Fallbeispiele zur Anwendung der Goldenen Regel und des Kategorischen Imperativs. Es wird betont, dass die Goldene Regel auf persönlichen Wünschen basiert und empathisch ist, während der Kategorische Imperativ auf der Verallgemeinerungsfähigkeit der Maxime zum allgemeinen Gesetz beruht und abstrakt ist. Unterschiede in der Anwendbarkeit, Verbindlichkeit und Ausnahmen werden diskutiert, und Fallbeispiele zeigen, wie die Prinzipien in verschiedenen Situationen angewendet werden könnten.