Das Video bietet einen historischen Überblick über die antiken Vorstellungen vom Verhältnis zwischen Mensch und Tier und zeigt, wie grundlegende Positionen der Tierethik bereits in der griechischen Philosophie entwickelt wurden. Ausgehend von religiösen und mythologischen Vorstellungen der Antike werden die Ansichten bedeutender Philosophen wie Pythagoras, Empedokles, Aristoteles, der Stoiker, Plutarchs sowie der Neuplatoniker vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass Aristoteles und die Stoiker eine stark menschenzentrierte Sicht vertreten, nach der Tiere dem Menschen untergeordnet sind und vor allem seinem Nutzen dienen. Demgegenüber stehen Positionen von Pythagoras, Plutarch und Porphyrios, die Tiere als empfindungsfähige Lebewesen betrachten und sich gegen Tieropfer, Jagd oder Fleischkonsum aussprechen. Das Video verdeutlicht, dass viele heutige Debatten über Tierrechte, Fleischkonsum, Tierhaltung und den moralischen Status von Tieren bereits in der Antike angelegt waren. Zugleich wird sichtbar, wie unterschiedlich die Antworten auf die Frage ausfallen, ob Tiere um ihrer selbst willen oder lediglich zum Nutzen des Menschen existieren.
In der westlichen Philosophiegeschichte wurde lange Zeit die Abwertung und Nutzung von Tieren mit philosophischen Argumenten untermauert. Dies wurde damit begründet, dass nur Menschen über Vernunft und Sprache verfügten und daher mehr wert seien als Tiere. Ihren Anfang nahm diese extreme anthropozentrische Sichtweise in der Antike. Dennoch gab es bereits damals Gegenstimmen, die sich für eine moralische Berücksichtigung von Tieren aussprachen. Welchen Blick die Vorsokratiker, Aristoteles, die Stoiker, Plutarch und die Neuplatoniker auf Tiere hatten, erfährst du in diesem Video.