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Ethik-Abi by BOE

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Tierethik | Antike

Veröffentlichung:4.12.2022

Das Video bietet einen historischen Überblick über die antiken Vorstellungen vom Verhältnis zwischen Mensch und Tier und zeigt, wie grundlegende Positionen der Tierethik bereits in der griechischen Philosophie entwickelt wurden. Ausgehend von religiösen und mythologischen Vorstellungen der Antike werden die Ansichten bedeutender Philosophen wie Pythagoras, Empedokles, Aristoteles, der Stoiker, Plutarchs sowie der Neuplatoniker vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass Aristoteles und die Stoiker eine stark menschenzentrierte Sicht vertreten, nach der Tiere dem Menschen untergeordnet sind und vor allem seinem Nutzen dienen. Demgegenüber stehen Positionen von Pythagoras, Plutarch und Porphyrios, die Tiere als empfindungsfähige Lebewesen betrachten und sich gegen Tieropfer, Jagd oder Fleischkonsum aussprechen. Das Video verdeutlicht, dass viele heutige Debatten über Tierrechte, Fleischkonsum, Tierhaltung und den moralischen Status von Tieren bereits in der Antike angelegt waren. Zugleich wird sichtbar, wie unterschiedlich die Antworten auf die Frage ausfallen, ob Tiere um ihrer selbst willen oder lediglich zum Nutzen des Menschen existieren.

In der westlichen Philosophiegeschichte wurde lange Zeit die Abwertung und Nutzung von Tieren mit philosophischen Argumenten untermauert. Dies wurde damit begründet, dass nur Menschen über Vernunft und Sprache verfügten und daher mehr wert seien als Tiere. Ihren Anfang nahm diese extreme anthropozentrische Sichtweise in der Antike. Dennoch gab es bereits damals Gegenstimmen, die sich für eine moralische Berücksichtigung von Tieren aussprachen. Welchen Blick die Vorsokratiker, Aristoteles, die Stoiker, Plutarch und die Neuplatoniker auf Tiere hatten, erfährst du in diesem Video.

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Für den Religionsunterricht eröffnet das Video vielfältige Zugänge zu ethischen, anthropologischen und theologischen Fragestellungen. Es eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu Schöpfungsverantwortung, Tierethik, Menschenbild, Nachhaltigkeit und dem Verhältnis von Mensch und Natur. Die Lernenden können zunächst verschiedene antike Positionen arbeitsteilig erschließen und hinsichtlich ihrer Argumentationsweise vergleichen. Anschließend bietet sich eine kontroverse Diskussion über die Frage an, ob Tiere eigene Rechte besitzen oder ob der Mensch sie zu seinen Zwecken nutzen darf. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung der anthropozentrischen Sichtweise von Aristoteles mit den tierethischen Ansätzen von Plutarch oder Porphyrios. Die Lernenden können dabei eigene Positionen entwickeln und diese mit aktuellen Debatten über Massentierhaltung, vegetarische und vegane Lebensweisen, Tierversuche oder Artenschutz verknüpfen. Methodisch eignen sich philosophische Streitgespräche, Debatten, Pro und Contra Diskussionen, Standpunktlinien oder die Analyse gegenwärtiger Fallbeispiele. Darüber hinaus lassen sich Bezüge zu biblischen Schöpfungserzählungen, zur Verantwortung des Menschen für die Mitgeschöpfe sowie zu aktuellen kirchlichen Stellungnahmen zum Tierwohl herstellen. Das Video fördert auf diese Weise ethische Urteilsbildung, Perspektivübernahme, Argumentationsfähigkeit und die Reflexion über die Verantwortung des Menschen gegenüber anderen Lebewesen und der gesamten Schöpfung.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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