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Uni Auditorium - Wissen online

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Kant und die Ethik

Veröffentlichung:26.10.2016

Das Video führt in das moderne Verständnis von Ethik ein und stellt die Position Immanuel Kants als Gegenentwurf zur antiken Glücksethik vor. Während Aristoteles Ethik als Suche nach dem guten und glücklichen Leben versteht, betrachtet Kant die Ethik als Wissenschaft von den Pflichten. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Menschen tun sollen und welche moralischen Normen unabhängig von persönlichen Interessen gelten. Das Video erläutert den Begriff des sittlichen Sollens und zeigt anhand des Beispiels des Lügens, dass moralische Verpflichtungen nach Kant unbedingt gelten und nicht von individuellen Wünschen oder Vorteilen abhängig sind. Darüber hinaus wird die Unterscheidung zwischen Gut und Böse einerseits sowie Gut und Schlecht andererseits erklärt. Im weiteren Verlauf wird die grundlegende Voraussetzung der kantischen Ethik thematisiert, nämlich die Annahme eines Gewissens oder moralischen Bewusstseins, das Menschen Orientierung für ihr Handeln gibt. Abschließend verweist das Video auf zentrale Einwände der modernen Philosophie gegen diese Vorstellung und bereitet damit eine kritische Auseinandersetzung mit dem Pflichtbegriff vor.

Was ist die Ethik? Die Ethik fragt nach dem was sittlich richtig und falsch ist.

PHILOSOPHISCHE ETHIK

Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert.

WONACH FRAGT DIE PHILOSOPHISCHE ETHIK?

Die beiden klassischen Antworten in der Geschichte der Philosophie lauten: (a) sie fragt nach dem Glück; das ist die Antwort der Antike (Aristoteles). Dagegen ist einzuwenden: Das Glück ist eine subjektive Größe. Jeder muss nach seiner eigenen Fasson glücklich werden. (b) Sie fragt, was wir tun sollen; das ist die Antwort der Moderne (Kant). Dagegen stehen die Einwände Nietzsches und der Soziobiologie.

Eine Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie, München.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für Unterrichtseinheiten zu Gewissen, Verantwortung, Freiheit, Pflicht und moralischer Urteilsbildung in der Sekundarstufe. Die Lernenden können zunächst eigene Vorstellungen darüber entwickeln, was Menschen tun sollen und ob es moralische Regeln gibt, die immer gelten. Anschließend bietet sich ein Vergleich zwischen der aristotelischen Glücksethik und der kantischen Pflichtethik an. Dabei können die Lernenden diskutieren, ob moralisches Handeln eher am persönlichen Glück oder an allgemeinen moralischen Normen orientiert sein sollte. Besonders gewinnbringend sind Fallbeispiele und Dilemmageschichten, in denen unterschiedliche Werte und Pflichten miteinander in Konflikt geraten. Die Lernenden können prüfen, ob sie Kants Forderung nach allgemeingültigen moralischen Regeln zustimmen oder ob sie Ausnahmen für gerechtfertigt halten. Methodisch eignen sich Debatten, philosophische Gespräche, Positionierungsspiele, Rollenspiele sowie die Analyse aktueller ethischer Fragestellungen aus Alltag, Politik oder digitaler Lebenswelt. Im religionspädagogischen Kontext eröffnet das Video die Möglichkeit, die Beziehung zwischen Gewissen, moralischer Verantwortung und christlicher Ethik zu thematisieren. Dabei kann untersucht werden, welche Rolle das Gewissen in biblischen Traditionen spielt und wie sich religiöse und philosophische Begründungen moralischen Handelns unterscheiden. Das Medium fördert die ethische Reflexionsfähigkeit, die Argumentationskompetenz sowie die Fähigkeit, moralische Entscheidungen kritisch zu begründen und zu beurteilen.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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