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Uni Auditorium - Wissen online

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Kommunitarismus

Veröffentlichung:15.2.2017

Das Video stellt die kommunitaristische Gerechtigkeitstheorie des amerikanischen Philosophen Michael Walzer vor und setzt sie in Beziehung zur Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Gerechtigkeit vor allem vom einzelnen Menschen aus gedacht werden sollte oder ob sie nur innerhalb konkreter Gemeinschaften verstanden werden kann. Walzer kritisiert die abstrakten und universalen Gerechtigkeitsprinzipien von Rawls und betont stattdessen die Bedeutung von Geschichte, Kultur, Sprache und gemeinschaftlichen Traditionen für das Verständnis von Gerechtigkeit. Anhand verschiedener Beispiele wird erläutert, dass Vorstellungen von Gerechtigkeit in unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen variieren können. Das Video führt den Begriff der komplexen Gerechtigkeit ein und verdeutlicht, dass unterschiedliche Gemeinschaften unterschiedliche Vorstellungen davon entwickeln, was gerecht ist. Zugleich werden Chancen und Probleme eines solchen gemeinschaftsbezogenen Verständnisses von Gerechtigkeit diskutiert. Dabei wird insbesondere die Frage aufgeworfen, wie kulturelle Vielfalt respektiert werden kann, ohne Formen von Ungerechtigkeit zu legitimieren.

Mit der Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls 1971 ist die politische Philosophie wieder salonfähig geworden im weiten Feld philosophischer Debatten. Was Gerechtigkeit aber genau bedeutet das ist alles andere als unumstritten. Kann Gerechtigkeit als ein einheitliches Prinzip gefasst werden oder gibt es Gerechtigkeit nur im Plural? Bezieht sich Gerechtigkeit mehr auf die Handlung des Einzelnen oder ist sie ein Bewertungsraster für politische Institutionen?

Die Vorlesung zeigt die politische Philosophie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gibt eine Antwort auf die Ausgangsfrage: Welches Verständnis von Gerechtigkeit kann überzeugen?

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Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Anknüpfungspunkte zur Auseinandersetzung mit Gerechtigkeit, Gemeinschaft, kultureller Identität und Pluralität. Die Lernenden können zunächst ihre eigenen Vorstellungen von Gerechtigkeit formulieren und anschließend untersuchen, inwiefern diese durch Familie, Kultur, Religion oder gesellschaftliche Erfahrungen geprägt sind. Besonders gewinnbringend ist der Vergleich zwischen den Positionen von John Rawls und Michael Walzer. Dabei können die Lernenden herausarbeiten, ob gerechte Regeln für alle Menschen gleichermaßen gelten sollten oder ob kulturelle Unterschiede stärker berücksichtigt werden müssen. Methodisch eignen sich Debatten, Gruppenarbeiten und Rollenspiele, in denen verschiedene Gemeinschaften ihre Vorstellungen von Gerechtigkeit vertreten. Ebenso können aktuelle gesellschaftliche Fragen wie Migration, kulturelle Vielfalt, globale Gerechtigkeit oder europäische Integration aus kommunitaristischer Perspektive betrachtet werden. Im religionspädagogischen Kontext eröffnet das Medium die Möglichkeit, die Bedeutung von Gemeinschaft für religiöse Identität zu reflektieren. Christliche Vorstellungen von Kirche, Gemeinschaft, Solidarität und sozialer Verantwortung können mit Walzers Überlegungen in Beziehung gesetzt werden. Darüber hinaus regt das Video dazu an, über die Grenzen kultureller Vielfalt nachzudenken und zu diskutieren, wann Traditionen geschützt werden sollten und wann universale Menschenrechte Vorrang haben müssen. Das Medium fördert die ethische Urteilsfähigkeit, die Perspektivübernahme sowie die Fähigkeit, unterschiedliche Gerechtigkeitsvorstellungen kritisch zu analysieren und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 3. Gesellschaftlich-politische Verantwortung aus christlicher Motivation.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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