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Lieblingsfach Religion

Lieblingsfach Religion

Ein Pfarrer mit Prinzipien

Augustin wehrt sich gegen Hass und Hetze

Veröffentlichung:10.6.2022

Ein katholischer Pfarrer übt Widerstand im Nationalsozialismus und wird eingesperrt.

Das Video schildert die Geschichte eines katholischen Stadtpfarrers aus Ettlingen, der sich bereits vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten durch sein soziales Engagement und seine klare Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus einen Namen gemacht hatte. Im Mittelpunkt stehen seine Bemühungen, Menschen in Not durch Genossenschaften und kirchliche Einrichtungen zu unterstützen sowie sein Einsatz für die katholische Jugendarbeit. Aufgrund seiner Weigerung, nationalsozialistische Forderungen zu akzeptieren, geriet er zunehmend in Konflikt mit örtlichen Parteifunktionären. Die Spannungen eskalierten nach Angriffen auf katholische Jugendliche und einer gezielten Hetzkampagne gegen seine Person. Schließlich wurde sein Pfarrhaus von einer aufgebrachten Menschenmenge umzingelt, er wurde unter dem Vorwand seines eigenen Schutzes festgenommen und aus Ettlingen entfernt. Auch an seinem neuen Wirkungsort blieb er unter Beobachtung der Gestapo. Nach dem Ende des Nationalsozialismus kehrte er noch einmal nach Ettlingen zurück, wo seine Standhaftigkeit und sein mutiges Auftreten vielen Menschen in Erinnerung geblieben waren.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video in besonderer Weise zur Behandlung der Themen Kirche im Nationalsozialismus, christliche Verantwortung, Zivilcourage, soziale Gerechtigkeit und das Verhältnis von Kirche und Staat. Die Lernenden können zunächst die verschiedenen Konfliktfelder identifizieren, die im Video dargestellt werden. Dabei wird deutlich, dass der Widerstand des Pfarrers nicht allein in politischen Äußerungen bestand, sondern auch in seinem konsequenten Einsatz für soziale Verantwortung, kirchliche Unabhängigkeit und die Bewahrung christlicher Werte. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Analyse der unterschiedlichen Akteure an. Gruppen können die Perspektiven des Pfarrers, der katholischen Jugend, der örtlichen Nationalsozialisten, der Gemeindemitglieder oder der staatlichen Behörden untersuchen und deren Motive herausarbeiten. Besonders ergiebig ist die Frage, weshalb die Nationalsozialisten kirchliche Jugendverbände als Konkurrenz wahrnahmen. Darüber hinaus kann diskutiert werden, welche Bedeutung Vereine, Gemeinschaften und religiöse Gruppen für eine demokratische Gesellschaft besitzen. Im Rahmen einer ethischen Reflexion können die Lernenden beurteilen, welche Formen von Mut und Zivilcourage im Alltag erforderlich sind und welche persönlichen Risiken Menschen eingehen, wenn sie sich gegen Ausgrenzung, Hass oder Ungerechtigkeit stellen. Ein Rollenspiel zur nächtlichen Bedrohung des Pfarrhauses ermöglicht einen emotionalen Zugang zur Situation und fördert Perspektivübernahme und Empathie. Ebenso kann das Medium mit biblischen Texten über Nächstenliebe, Gerechtigkeit und das Eintreten für Schwache verbunden werden. Auf diese Weise verbindet das Video historisches Lernen mit ethischer Urteilsbildung und zeigt eindrucksvoll, wie christlicher Glaube zu gesellschaftlicher Verantwortung führen kann.

Hessen

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10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

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