Im zweiten Teil der Ökumene-Einführung geht es um theologische Grundlagen für die Ökumene. Es werden kritische Einwände diskutiert und biblische Aussagen zur Ökumene vorgestellt. Die biblischen Quellen werden detailliert aufgelistet und ausgewertet. Die Bibel kann als Vorbild einer multiperspektivischen Herangehensweise an das Vermächtnis und die Botschaft Jesu dienen. So gehen auch die Kirchen aus leicht unterschiedlicher Richtung auf Jesus zu. So wie die Bibel Grenzen für die Aufnahme von Texten hat, ist auch die Ökumene nicht grenzenlos. Auch hier gibt es Regeln.
Das Video geht der Frage nach, warum Ökumene für Christinnen und Christen von Bedeutung ist und welche theologischen sowie praktischen Gründe für ökumenische Zusammenarbeit sprechen. Ausgangspunkt sind zwei grundlegende Kritikrichtungen an der Ökumene. Einerseits wird aus streng konfessioneller Perspektive argumentiert, dass jede Annäherung an andere Konfessionen einen Verlust von Wahrheit bedeuten könnte. Andererseits wird aus einer pluralistischen Perspektive gefragt, weshalb überhaupt nach Einheit gestrebt werden sollte, wenn Vielfalt als wertvoll angesehen wird. Das Video zeigt, dass beide Positionen wichtige Einsichten enthalten, jedoch einseitig bleiben, wenn sie nicht miteinander ins Gespräch gebracht werden. Anschließend werden biblische Grundlagen der Ökumene vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Bitte Jesu um die Einheit seiner Nachfolger im Johannesevangelium, das Bild vom Leib und seinen Gliedern im ersten Korintherbrief sowie weitere neutestamentliche Vorstellungen von Gemeinschaft, Vielfalt und Zusammengehörigkeit. Abschließend wird die Bibel selbst als Beispiel einer Einheit in Vielfalt gedeutet.