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Sketch Bibel

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Gott an unserer Seite | Lk 9,51-62 | Sketch-Bibel #122

Veröffentlichung:23.6.2022

Gott an der Seite zu wissen ist schon eine tolle Sache. Gerade in unsicheren Situationen ist jeder zusätzliche Halt hilfreich und stärkend. Dass Gott immer an meiner Seite ist, ist ein der jüdisch-christlichen Kernaussagen. Und dennoch ist so eine Pauschal-Aussage sehr ambivalent.

Das Video von Magdalena Keys aus der Reihe „Sketch Bibel“ greift das Evangelium von der Frage Jesu an seine Jünger auf: „Für wen halten mich die Menschen?“ Ausgehend vom Bekenntnis des Petrus, der Jesus als den Messias bezeichnet, erläutert die Theologin die unterschiedlichen Erwartungen, die Menschen zur Zeit Jesu mit dem Begriff des Messias verbanden. Viele hofften auf einen politischen Befreier, der Israel von der römischen Herrschaft erlösen würde. Jesus weist jedoch auf einen anderen Weg hin. Seine Sendung besteht nicht in politischer Macht, sondern in einer umfassenden Erlösung durch Vergebung, Hoffnung, Neuanfang und die Einladung zu einem Leben im Vertrauen auf Gott. Magdalena Keys verbindet diese biblische Botschaft mit den Erfahrungen heutiger Menschen, die häufig unter unerfüllten Erwartungen leiden und Gottes Handeln an ihren eigenen Vorstellungen messen. Das Video lädt dazu ein, die eigene Perspektive zu hinterfragen und sich für Gottes größere Wirklichkeit zu öffnen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche Anknüpfungspunkte in den Themenbereichen Jesus Christus, Gottesbilder, Nachfolge, Hoffnung und Lebensgestaltung. Das Video eignet sich besonders als motivierender Einstieg in eine Unterrichtseinheit über die Person Jesu und die unterschiedlichen Messiasvorstellungen im Neuen Testament. Die Lernenden können zunächst eigene Vorstellungen von Jesus sammeln und diese mit den im Video dargestellten Erwartungen vergleichen. Anschließend bietet sich eine Analyse der Frage an, weshalb Jesus seine Jünger auffordert, seine Messiaswürde nicht öffentlich bekannt zu machen. Dadurch können die Lernenden erkennen, wie stark religiöse Vorstellungen von gesellschaftlichen Erwartungen geprägt werden. Besonders gewinnbringend ist die lebensweltliche Perspektive des Videos. Die angesprochenen Erfahrungen von Enttäuschung, unerfüllten Wünschen und Zukunftserwartungen ermöglichen einen unmittelbaren Bezug zur Lebenswirklichkeit der Lernenden. In Partner oder Gruppenarbeit können Situationen gesammelt werden, in denen Menschen andere Erwartungen an das Leben oder an Gott haben als die Realität erfüllt. Die Aussagen zum Ersten Gebot und zur Warnung vor festgelegten Gottesbildern eröffnen darüber hinaus einen Zugang zur theologischen Reflexion über die Unverfügbarkeit Gottes. Kreative Methoden wie das Verfassen eines inneren Monologs des Petrus, die Gestaltung eines Erwartungstagebuchs, die Formulierung eigener Gebete zum Satz „Dein Wille geschehe“ oder eine Diskussion über die Bedeutung von Nachfolge fördern eine vertiefte Auseinandersetzung. Auch die Verbindung von Selbstverantwortung und Vertrauen, die im Video als Deutung des Kreuztragens vorgestellt wird, bietet zahlreiche Möglichkeiten für ethische und existenzielle Gespräche. Das Medium eignet sich daher sowohl für die Sekundarstufe I als auch für die Sekundarstufe II und verbindet biblische Exegese mit persönlicher Sinnsuche und theologischer Reflexion.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 1. Botschaft und Anspruch Jesu und das Selbstverständnis der frühen Kirche.

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

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