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Sketch Bibel

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Mut zur Lücke | Joh 14,23-29 | Sketch-Bibel #117

Veröffentlichung:19.5.2022

"Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück", sagt Jesus beruhigend in seiner Abschiedsrede. Aber was machen wir eigentlich bei Gottverlassenheit oder Verlust? Mut zur Lücke könnte eine Antwort sein, denn für das Neu-Ankommen braucht es eben auch das Gehen-Lassen.

Das Video greift einen Abschnitt aus dem Johannesevangelium auf, in dem Jesus ankündigt, fortzugehen und zugleich wiederzukommen. Im Zentrum steht die scheinbar widersprüchliche Aussage, dass das Gehen Jesu die Voraussetzung für ein neues Kommen ist. Der Beitrag deutet diese Spannung als Grundmuster religiöser Erfahrung: Menschen erleben Zeiten der Nähe Gottes, aber auch Phasen der Leere, des Zweifels und der Gottesferne. Diese Erfahrungen werden nicht als Zeichen mangelnden Glaubens verstanden, sondern als notwendige Schritte eines Reifungsprozesses. Das Video verweist auf die mystische Tradition, insbesondere auf die Vorstellung der „dunklen Nacht“ bei dem Mystiker Johannes vom Kreuz. Darüber hinaus wird die Frage gestellt, ob nicht auch Kirche und Gesellschaft Zeiten des Verlustes und der Leere durchleben müssen, damit Neues entstehen und Gott auf neue Weise erfahrbar werden kann.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit religiösen Entwicklungsprozessen, Gottesbildern und spirituellen Erfahrungen. Es eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu den Themen Gotteserfahrung, Zweifel, religiöse Reifung, Mystik, Kirche und Glaubensentwicklung. Als Einstieg kann die Frage dienen, ob Verluste und Abschiede manchmal Voraussetzungen für neue Erfahrungen und Entwicklungen sind. Die Lernenden können eigene Erfahrungen von Abschied, Veränderung oder Neubeginn reflektieren und mit den Gedanken des Videos in Beziehung setzen. Im Anschluss bietet sich eine Analyse der Aussagen Jesu im Johannesevangelium an, insbesondere der Verbindung von Fortgehen und Wiederkommen. Die Lernenden können untersuchen, wie sich Gottesbilder im Laufe eines Lebens verändern und warum religiöse Vorstellungen nicht statisch bleiben. Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Gottesferne. Hier können Erfahrungen von Zweifel, Unsicherheit und Sinnkrisen thematisiert werden, ohne diese vorschnell als Scheitern des Glaubens zu bewerten. Methodisch eignen sich philosophische Gespräche, Schreibgespräche, Reflexionsaufgaben oder die Arbeit mit Symbolen von Leere und Fülle. In der Oberstufe kann das Video als Ausgangspunkt dienen, um mystische Traditionen des Christentums kennenzulernen und mit modernen Erfahrungen religiöser Suche zu vergleichen. Ebenso eröffnet der Beitrag eine kritische Diskussion über die Zukunft der Kirche, religiösen Wandel und die Frage, wie Glaubensgemeinschaften mit Krisen umgehen. Kreative Zugänge können über Bildmeditationen, Tagebucheinträge oder die Gestaltung von Symbolen für Verlust und Neubeginn erfolgen. Das Medium fördert die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Krisen als mögliche Entwicklungsprozesse zu verstehen, unterschiedliche Gottesbilder zu reflektieren und offen über existenzielle Fragen von Nähe, Distanz, Hoffnung und Vertrauen nachzudenken.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.5 Fragen an Kirche – umstrittene Kirche.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 7. Zukunft der Glaubenden.

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