Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten zur Förderung historischer, ethischer und politischer Bildung. Besonders geeignet ist die Ausstellung für die Themen Nationalsozialismus, Wahrheit und Manipulation, Verantwortung in den Medien, Gewissen, Menschenwürde sowie Demokratie und Menschenrechte. Lernende können untersuchen, wie Sprache, Bilder und Nachrichten gezielt eingesetzt werden, um Einstellungen und Verhaltensweisen zu beeinflussen. Methodisch bietet sich die Analyse historischer Zeitungsausschnitte an, bei der Lernende Propagandastrategien identifizieren und deren Wirkung auf die Bevölkerung beurteilen. Ebenso können sie die Rolle von Journalistinnen und Journalisten diskutieren und der Frage nachgehen, welche Verantwortung Medien für eine demokratische Gesellschaft tragen. Ein Vergleich zwischen nationalsozialistischer Presse, Exilpresse und heutigen Medien eröffnet die Möglichkeit, aktuelle Fragen zu Fake News, Desinformation und Meinungsbildung aufzugreifen. Darüber hinaus können Lernende anhand ausgewählter Quellen die Bedeutung von Pressefreiheit als Menschenrecht reflektieren und über die Voraussetzungen einer freien und verantwortungsvollen Berichterstattung nachdenken. Die Ausstellung eignet sich besonders für Gruppenarbeit, Quellenanalyse, digitale Lernstationen, Projektarbeit oder Diskussionen und fördert die Fähigkeit, Medien kritisch zu hinterfragen und historische sowie gegenwärtige Informationsangebote differenziert zu bewerten.