„Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ - damit meint Jesus natürlich nicht, dass er von einem anderen Planeten kommt, aber ein bisschen klingt das JOHANNESEVANGELIUM schon nach Science Fiction, oder? SOMMERS WELTLITERATUR fasst das Wichtigste dieses Buches in 11 Minuten zusammen.
Das Johannesvangelium startet ein wenig rätselhaft mit dem Wort bei Gott, dann springt die Erzählung aber mitten hinein in die Arbeit von Johannes dem Täufer, der auch sofort erkennt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Dieser nun sammelt sich einige Jünger zusammen und verbringt dann ziemlich sprunghaft Zeit in Jerusalem (wo er den Tempel ausmistet), in Galiläa (wo er heilt und predigt) und sogar in Samarien (wo er sehr erfolgreich Menschen bekehrt). In wunderschönen und teilweise schwer verständlichen Metaphern predigt Jesus seine Botschaft, die eine große Wirkung beim einfachen Volk hat - weshalb die Pharisäer und Schriftgelehrten beschließen, ihn zu töten. Kurz vor dem Passahfest lassen sie ihn festnehmen und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tode am Kreuz verurteilen. Er stirbt und wird begraben, allerdings erscheint er drei Tage später seiner Anhängerin Maria Magdalena und den männlichen Jüngern, denen er noch den Heiligen Geist mitgibt und seine „Schafe“ anvertraut.
Das Video zum Johannesevangelium bietet einen lebendigen und zugleich tiefgründigen Überblick über das theologisch eigenständigste Evangelium des Neuen Testaments. Im Mittelpunkt steht die Darstellung Jesu als Sohn Gottes, der den Menschen Leben, Wahrheit und Gemeinschaft mit Gott schenkt. Anders als die anderen Evangelien beginnt Johannes nicht mit der Geburt Jesu, sondern mit einem feierlichen Prolog über das Wort Gottes, das Mensch wird. Das Video führt anschließend durch zentrale Stationen des Wirkens Jesu, darunter die Hochzeit zu Kana, die Tempelreinigung, die Begegnung mit Nikodemus, das Gespräch mit der Samariterin, die Brotvermehrung, die Heilung des Lazarus und zahlreiche weitere Zeichen. Wiederkehrende Motive sind die sogenannten Ich bin Worte Jesu, in denen er sich als Brot des Lebens, Licht der Welt, guter Hirte oder Weg zum Vater beschreibt. Einen breiten Raum nehmen die Abschiedsreden Jesu, die Fußwaschung und seine Botschaft der Liebe ein. Das Evangelium endet mit der Passion, Kreuzigung, Auferstehung und den Erscheinungen des Auferstandenen vor Maria Magdalena, Thomas und den Jüngern. Das Video macht deutlich, dass Johannes weniger eine historische Biografie als vielmehr eine theologische Deutung der Person Jesu vorlegt und dabei die Frage beantwortet, wer Jesus für die Glaubenden ist.