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Die Bibel to go | Sommers Weltliteratur

Die Bibel to go | Sommers Weltliteratur

Das Evangelium nach Johannes to go

Veröffentlichung:6.6.2021

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ - damit meint Jesus natürlich nicht, dass er von einem anderen Planeten kommt, aber ein bisschen klingt das JOHANNESEVANGELIUM schon nach Science Fiction, oder? SOMMERS WELTLITERATUR fasst das Wichtigste dieses Buches in 11 Minuten zusammen.

Das Johannesvangelium startet ein wenig rätselhaft mit dem Wort bei Gott, dann springt die Erzählung aber mitten hinein in die Arbeit von Johannes dem Täufer, der auch sofort erkennt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Dieser nun sammelt sich einige Jünger zusammen und verbringt dann ziemlich sprunghaft Zeit in Jerusalem (wo er den Tempel ausmistet), in Galiläa (wo er heilt und predigt) und sogar in Samarien (wo er sehr erfolgreich Menschen bekehrt). In wunderschönen und teilweise schwer verständlichen Metaphern predigt Jesus seine Botschaft, die eine große Wirkung beim einfachen Volk hat - weshalb die Pharisäer und Schriftgelehrten beschließen, ihn zu töten. Kurz vor dem Passahfest lassen sie ihn festnehmen und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tode am Kreuz verurteilen. Er stirbt und wird begraben, allerdings erscheint er drei Tage später seiner Anhängerin Maria Magdalena und den männlichen Jüngern, denen er noch den Heiligen Geist mitgibt und seine „Schafe“ anvertraut.

Das Video zum Johannesevangelium bietet einen lebendigen und zugleich tiefgründigen Überblick über das theologisch eigenständigste Evangelium des Neuen Testaments. Im Mittelpunkt steht die Darstellung Jesu als Sohn Gottes, der den Menschen Leben, Wahrheit und Gemeinschaft mit Gott schenkt. Anders als die anderen Evangelien beginnt Johannes nicht mit der Geburt Jesu, sondern mit einem feierlichen Prolog über das Wort Gottes, das Mensch wird. Das Video führt anschließend durch zentrale Stationen des Wirkens Jesu, darunter die Hochzeit zu Kana, die Tempelreinigung, die Begegnung mit Nikodemus, das Gespräch mit der Samariterin, die Brotvermehrung, die Heilung des Lazarus und zahlreiche weitere Zeichen. Wiederkehrende Motive sind die sogenannten Ich bin Worte Jesu, in denen er sich als Brot des Lebens, Licht der Welt, guter Hirte oder Weg zum Vater beschreibt. Einen breiten Raum nehmen die Abschiedsreden Jesu, die Fußwaschung und seine Botschaft der Liebe ein. Das Evangelium endet mit der Passion, Kreuzigung, Auferstehung und den Erscheinungen des Auferstandenen vor Maria Magdalena, Thomas und den Jüngern. Das Video macht deutlich, dass Johannes weniger eine historische Biografie als vielmehr eine theologische Deutung der Person Jesu vorlegt und dabei die Frage beantwortet, wer Jesus für die Glaubenden ist.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders gut zur Einführung in die Besonderheiten des Johannesevangeliums und zur Vertiefung christologischer Fragestellungen. Die Lernenden können zunächst Unterschiede zwischen dem Johannesevangelium und den anderen Evangelien herausarbeiten. Dabei fällt insbesondere die symbolische Sprache auf, die zahlreiche Möglichkeiten für kreative und interpretative Zugänge eröffnet. Methodisch bietet sich eine Analyse der Ich bin Worte Jesu an. Die Lernenden können untersuchen, welche Bilder Jesus verwendet und welche Bedeutung diese für das Verständnis seiner Person haben. Ebenso eignen sich die Begegnung mit der Samariterin, die Heilung des Lazarus oder die Geschichte des ungläubigen Thomas für Perspektivwechsel, Rolleninterviews und kreative Schreibaufgaben. Die Fußwaschung eröffnet Gespräche über Dienstbereitschaft, Demut und Verantwortung füreinander. Die Abschiedsreden bieten einen Zugang zu Fragen nach Trost, Hoffnung und dem Heiligen Geist. In höheren Jahrgangsstufen kann die symbolische Sprache des Johannesevangeliums systematisch untersucht und mit historischen Fragestellungen verbunden werden. Besonders gewinnbringend ist zudem die Auseinandersetzung mit den Themen Wahrheit, Glauben, Leben und Gemeinschaft, die das gesamte Evangelium durchziehen. Das Video ermöglicht dadurch eine intensive Beschäftigung mit zentralen theologischen Aussagen des Christentums und fördert zugleich die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Symbole und Bilder zu deuten.

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