„Da wurde der Herr sehr zornig über Israel und tat es von seinem Angesicht weg, sodass nichts übrig blieb als der Stamm Juda allein.“ - Das ist der Anfang vom vorläufigen Ende des Königtums in Israel - Onkel Nebu nimmt nämlich die restlichen Israeliten erstmal mit in babylonische Gefangenschaft. Wie es dazu kommt, erzählt SOMMERS WELTLITERATUR in knapp elf Minuten.
Das ZWEITE BUCH DER KÖNIGE beginnt mit dem grandiosen Abtritt des Propheten Elia, der von Gott mittels eines „feurigen Wagens“ (es ist wohl kein Porsche gemeint) gen Himmel gefahren wird. Sein Nachfolger Elisa versucht Recht, Ordnung, Gesundheit und spirituelles Wohlbefinden der Bewohner Israels aufrecht zu erhalten, hat es aber schwer mit den Königen. Alle Könige von Israel und fast alle Könige von Juda, die sich teilweise nachfolgen und teilweise wegputschen weichen von den Gesetzen Gottes ab. Die/der lässt sie im Gegenzug Konsequenzen spüren, und zwar in der Regel dadurch, dass sie von außen angegriffen werden. Dagegen können sich die beiden Reiche anfangs zur Wehr setzen, nach einigen Generationen geraten Sie jedoch in Abhängigkeit vom Assyrischen Großreich und werden eins nach dem anderen - zuerst Israel, dann Juda - aus Kanaan in die babylonische Gefangenschaft deportiert.