„Lass alle Kriegsmänner einmal rings um die Stadt herumgehen (…) Und lass sieben Priester sieben Posaunen tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage zieht siebenmal um die Stadt und lass die Priester die Posaune blasen.“ - Mit diesem Trick ersetzt Gott gleichzeitig eine Belagerungswaffe und erfindet den Posaunenchor, was der Beginn des Siegeszuges der Israeliten durch das Gelobte Land ist. Dieser dauert viele Jahre, aber SOMMERS WELTLITERATUR fasst ihn in zehn Minuten zusammen.
Nach dem Tod von Moses überquert das Volk Israel unter Führung von Josua den Jordan (Gott teilt freundlicherweise wieder das Wasser) und bringt durch Blechbläsereinsatz die befestigte Stadt Jericho zu Fall. Damit beginnt die Eroberung des Landes Kanaan, die man auch als Genozid an der einheimischen Bevölkerung bezeichnen könnte, denn nur sehr wenige entgehen dem Tode. Ohne nennenswerte Schwierigkeiten bringt Josua einen großen Teil des Landes unter seine Kontrolle, verteilt ihn unter die Stämme Israel und lässt sie einen neuen Bund mit Gott schließen, dann stirbt er.
Das Video „Die Bibel to go: Das Buch Josua“ fasst die zentralen Ereignisse des Josuabuches in einer humorvollen und zugleich kritisch reflektierenden Weise zusammen. Im Mittelpunkt steht der Einzug des Volkes Israel in das verheißene Land Kanaan unter der Führung Josuas, des Nachfolgers des Mose. Das Video schildert die Überquerung des Jordan, die Eroberung Jerichos, weitere militärische Auseinandersetzungen mit den Bewohnern Kanaans sowie die Verteilung des Landes auf die Stämme Israels. Daneben werden wichtige Themen wie der Bund mit Gott, die Bedeutung der Bundeslade, die Erneuerung des Glaubensbekenntnisses Israels und die Abschiedsrede Josuas behandelt. Besonders auffällig ist die kritische Kommentierung der gewaltsamen Eroberungserzählungen, die am Ende des Videos ausdrücklich problematisiert werden. Dadurch wird deutlich, dass das Buch Josua nicht nur von Landnahme und militärischem Erfolg erzählt, sondern auch Fragen nach Gottes Willen, Gewalt, Gehorsam, Identität und Verantwortung aufwirft.