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Christoffel Blindenmision

Christoffel Blindenmision

Hilfe annehmen – Hilfe geben

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtseinheit "Hilfe annehmen - Hilfe geben" mit 17 Seiten thematisiert in drei Bausteinen über die biblische Geschichte vom gelähmten Mann und aktuelle Beispiele aus Nicaragua praktische Nächstenliebe. Das Material ist als PDF herunterzuladen. Dazu wird heruntergescrollt auf der Seite der CBM.

Hilfe annehmen – Hilfe geben ist eine religionspädagogische Unterrichtseinheit für die Grundschule, die das Thema gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Inklusion in den Mittelpunkt stellt. Ausgangspunkt ist die biblische Erzählung von der Heilung des gelähmten Mannes und seinen Freunden aus Markus 2,1 bis 12. Die Lernenden erfahren, wie Menschen aufeinander angewiesen sind und wie Hilfe sowohl gegeben als auch angenommen werden kann. Ergänzend wird die Lebensgeschichte des Jungen Adrian aus Nicaragua vorgestellt, der aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung Unterstützung benötigt und durch die Hilfe seiner Familie, seiner Freunde und seiner Schule am gemeinsamen Lernen teilhaben kann. Die Unterrichtseinheit verbindet biblisches Lernen mit konkreten Erfahrungen aus der Lebenswelt von Kindern und eröffnet Zugänge zu den Themen Empathie, Verantwortung, Gemeinschaft und gelebte Nächstenliebe.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Grundschule, da es die Lebenswelt der Lernenden mit zentralen christlichen Grundwerten verknüpft. Die Unterrichtseinheit fördert Perspektivwechsel, Empathiefähigkeit und soziales Lernen durch vielfältige handlungsorientierte Methoden. Besonders gewinnbringend sind die visualisierende Erzählung der Bibelgeschichte mit Figuren und Materialien, die Arbeit mit Gedankenblasen zur Förderung der Perspektivübernahme, Standbilder zur Vertiefung emotionaler Zugänge sowie Gesprächsformen des gemeinsamen Theologisierens. Die Lernenden reflektieren dabei eigene Erfahrungen mit Hilfe, Abhängigkeit und Unterstützung und setzen diese in Beziehung zu biblischen Impulsen. Die Geschichte von Adrian eröffnet zudem einen inklusiven und globalen Blick auf das Thema und ermöglicht Gespräche über Teilhabe, Barrierefreiheit und Gerechtigkeit. Die abschließende Unterstützungswand macht individuelle Stärken und Hilfebedarfe sichtbar und fördert eine wertschätzende Klassenkultur. Das Medium eignet sich sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für eine mehrstündige Unterrichtsreihe und kann fächerübergreifend mit den Bereichen soziales Lernen, Sachunterricht und Ethik verbunden werden. Durch die konsequente Einbindung von Erfahrungslernen, Reflexionsphasen, kooperativen Lernformen und kreativen Methoden werden kognitive, soziale und religiöse Kompetenzen gleichermaßen gefördert.

Der Einstieg gelingt über eine angepasste Bibelgeschichte aus dem Markusevangelium. Dabei stehen nun die Träger des gelähmten im Mittel. Sie bringen ihn zu Jesus und lassen ihn durch das Dach herunter um an den heilenden Sohn Gottes heranzukommen. So gute Freunde braucht ein Mensch, die ihm in so einer schwierigen Situation beistehen. Jesus heilt den Mann. Er heilt sich durch seinen Glauben, doch ohne die Hilfe seiner Freunde wäre es niemals soweit gekommen.

In Gruppenarbeit werden die Verhaltensweisen der Umstehenden Menschen untersucht. Was wird überlegt wie sich diese Gedanken zum Ende der Geschichte hin verändern. Jesus wirkt das Wunder. Zusätzlich kann die Geschichte nachgespielt werden, in dem die lernen denn einander auf einer Decke durch die Gegend tragen.

In einem zweiten Baustein wird die Geschichte eines Jungen aus Nicaragua erarbeitet. Dazu entstehen Standbilder. Persönliche Erfahrungen von Hilfe brauchen und Hilfe geben werden gesammelt. Dazu kann die Methode think per share eingesetzt werden. In einer weiteren Übung sind Fragestellungen enthalten wie macht helfen glücklich? Macht helfen traurig? Wie geht es uns wenn wir jemanden sehen der Hilfe braucht?

Ein dritter Baustein untersucht eigene Fähigkeiten und dinge bei denen man Hilfe braucht.

Bauklötze, Holzfiguren, Stoffe, Steine, Stöcke und ein großes Tuch

Diese Materialien werden bei der Erzählung der Bibelgeschichte vom gelähmten Mann und seinen Freunden eingesetzt. Während die Lehrkraft die Geschichte vorliest, gestalten die Lernenden die Handlung als Bodenbild oder Modell nach. Dadurch wird die Erzählung anschaulich und die Kinder können sich leichter in die Situation der handelnden Personen hineinversetzen.


Gedankenblasen als Kopiervorlage

Die Gedankenblasen dienen der Perspektivübernahme. Die Lernenden überlegen, was verschiedene Personen der Geschichte denken und fühlen könnten, etwa Jesus, der gelähmte Mann, die Freunde oder die Menschen vor dem Haus. Die Gedanken werden aufgeschrieben und den Figuren zugeordnet. So werden Empathie und Deutungsfähigkeit gefördert.


Decke oder Tragetuch

Mit einer Decke oder einem Tragetuch wird die Situation der vier Freunde nachgestellt. Ein Kind liegt auf der Decke, während andere es vorsichtig anheben und tragen. Die Lernenden erleben körperlich, was Vertrauen, Verantwortung und gegenseitige Unterstützung bedeuten.


Tafel und Kreide


An einer Station sammeln die Lernenden weitere Geschichten, in denen Jesus Menschen hilft. Sie schreiben oder zeichnen diese an die Tafel und erweitern dadurch ihr Wissen über das Handeln Jesu.

Kinderbibel

Die Kinderbibel unterstützt die Lernenden beim Erinnern und Nachschlagen weiterer Jesusgeschichten. Sie dient als altersgerechter Zugang zu biblischen Texten.

Fotos von Adrian aus Nicaragua

Die Fotos zeigen Adrian in seiner Schule und im Alltag. Sie dienen als Gesprächsimpuls und ermöglichen einen konkreten Zugang zum Thema Behinderung, Unterstützung und Inklusion. Die Lernenden beschreiben die Bilder, formulieren Vermutungen und erschließen die Lebenssituation des Jungen.


Weltkarte oder Globus

Mit Hilfe der Weltkarte oder des Globus wird Nicaragua lokalisiert. Dadurch erkennen die Lernenden, dass Menschen weltweit auf Unterstützung angewiesen sind und dass Solidarität keine nationalen Grenzen kennt.


Fotos aus Adrians Geschichte für Standbilder

Die Bilder unterstützen die Lernenden bei der Gestaltung von Standbildern. In Gruppen stellen sie Szenen aus Adrians Leben dar und beantworten anschließend Fragen eines Reporters. Dadurch werden Perspektivwechsel und Empathie gefördert.


Großes Plakat

Während des gemeinsamen Theologisierens können Gedanken, Fragen und Ergebnisse auf einem Plakat festgehalten werden. Das Plakat dokumentiert den Lernprozess und macht unterschiedliche Sichtweisen sichtbar.


Kopiervorlagen mit Tiermotiven (Giraffe mit Affe, Nashorn mit Putzvögeln)

Diese Vorlagen bilden die Grundlage für die Unterstützungswand. Die Lernenden notieren auf den Bildern ihre Stärken und Bereiche, in denen sie Hilfe benötigen. Die Tiermotive verdeutlichen symbolisch gegenseitige Unterstützung in der Natur.


Stifte

Mit den Stiften füllen die Lernenden ihre Steckbriefe aus, halten Gedanken fest und gestalten ihre Beiträge für die Unterstützungswand.


Unterstützungswand

Die fertigen Steckbriefe werden im Klassenraum aufgehängt. Die Lernenden erkunden die Wand und überlegen, wem sie helfen können und von wem sie Unterstützung erhalten könnten. So entstehen konkrete Hilfsnetzwerke innerhalb der Klasse.


Faden und Pins

Optional können Verbindungen zwischen Kindern dargestellt werden, die sich gegenseitig unterstützen. Die entstehenden Netzwerke machen Gemeinschaft und Zusammenhalt sichtbar.

Karteikarten oder Post its

Am Ende der Einheit schreiben die Lernenden auf, wem sie in der kommenden Woche helfen möchten. Die Karten dienen als persönliche Erinnerung und fördern die Umsetzung der Unterrichtsinhalte im Alltag.


Pädagogische Funktion der Materialien

Die Materialien ermöglichen ein ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Sie verbinden biblisches Lernen mit konkreten Erfahrungen, fördern Perspektivwechsel, Empathie, Kooperation und Selbstreflexion und helfen den Lernenden, christliche Werte wie Nächstenliebe und Solidarität im eigenen Alltag zu entdecken und einzuüben.

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