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Universität Wien

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Grundgedanken des Idealismus

Veröffentlichung:1.1.2020

Die Anregung "Grundgedanken zum Idealismus" mit 81 Seiten bietet eine Quellensammlung mit antiken und neueren Autoren zu den Themen: Skeptizismus, Identität, Selbsterkenntnis, Erkenntnistheorie, transzendentale Logik wissen und Wissenschaftslehre, Dialektik und Ontologie, ich und Ichheit, im System des Wissens, Letztbegründung und Logosmystic.

Die enthaltenen Autoren sind:

Anselm von Canterbury / Augustinus / Francis Bacon / Rene Descartes / Diogenes / Laertius / Johann Fichte / Gorgias / Sophisten / Georg Hegel / Didascalion / David Hume / Immanuel Kant Johannes Kepler / Robert König / Gottfried Leibniz / Parmenides / Platon / Plotin / Protagoras / Friedrich Schelling und Kurt Walter Zeidler

Die Textsammlung „Grundgedanken des Idealismus“ bietet eine systematische Einführung in zentrale Fragestellungen und Positionen der idealistischen Philosophie von der Antike bis zur Neuzeit. Ausgehend von den Herausforderungen des Skeptizismus werden grundlegende Fragen nach Wahrheit, Erkenntnis, Wirklichkeit und Selbstbewusstsein entfaltet. Die Sammlung versammelt Originaltexte bedeutender Denker wie Parmenides, Platon, Aristoteles, Augustinus, Nikolaus von Kues, Descartes, Kant, Fichte, Schelling und Hegel. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Erkenntnis selbst begründen kann und welche Beziehung zwischen Denken und Sein besteht. Die Texte führen schrittweise von skeptischen Zweifeln über die Idee der Selbsterkenntnis und transzendentalen Logik bis hin zu den idealistischen Systementwürfen des Deutschen Idealismus. Die Sammlung versteht Idealismus nicht als Weltflucht oder bloße Gedankenlehre, sondern als philosophisches Bemühen um die Begründung von Wissen, Wahrheit und Wirklichkeit.

Products

Für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe sowie für Philosophie und Ethik bietet das Medium vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Textsammlung eignet sich insbesondere für Unterrichtsreihen zu den Themen Erkenntnis, Wahrheit, Menschenbild, Selbstbewusstsein, Gottesfrage und Verhältnis von Glauben und Vernunft. Aufgrund der hohen sprachlichen und gedanklichen Komplexität empfiehlt sich eine exemplarische Auswahl einzelner Textabschnitte. So kann beispielsweise Augustinus mit seiner Aufforderung zur Selbsterkenntnis als Brücke zwischen Philosophie und christlicher Anthropologie dienen, während Kant, Fichte oder Hegel Fragen nach Freiheit, Vernunft und Wirklichkeit vertiefen. Methodisch bietet sich ein dialogischer Zugang an, bei dem Lernende philosophische Grundfragen zunächst anhand eigener Erfahrungen entwickeln und anschließend mit den Positionen der Philosophen vergleichen. Textarbeit, Philosophisches Gespräch, Begriffsnetze, Gedankenexperimente und strukturierte Debatten ermöglichen eine schrittweise Erschließung der Inhalte. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung von skeptischen Positionen und idealistischen Antworten. Die Lernenden können untersuchen, ob Wahrheit überhaupt möglich ist, wie Wissen entsteht und welche Rolle das menschliche Bewusstsein für die Wirklichkeit spielt. Im Religionsunterricht eröffnen sich zudem Bezüge zu theologischen Fragestellungen nach Gott, Wahrheit, Freiheit, Gewissen und menschlicher Selbstdeutung. Die Textsammlung fördert philosophische Urteilskompetenz, hermeneutische Fähigkeiten, Argumentationskompetenz sowie die Bereitschaft, grundlegende Fragen menschlicher Existenz reflektiert zu durchdenken. Sie eignet sich besonders für problemorientierte Unterrichtsformen, Seminarkurse und die Vorbereitung auf philosophische oder religionswissenschaftliche Abiturthemen.


1. Skeptizismus I

Materialien:

Diogenes Laertios: Über den Skeptizismus der Pyrrhoniker

Protagoras: Der Mensch als Maß aller Dinge

Gorgias: Über das Nichtseiende

Im Unterricht passiert:

Lernende setzen sich mit radikalen Zweifeln an Wahrheit und Erkenntnis auseinander.

Sie diskutieren, ob objektive Wahrheit überhaupt möglich ist.

Philosophische Streitgespräche über Wahrheit, Meinung und Wirklichkeit werden durchgeführt.

Die Positionen werden mit heutigen Debatten über Fake News und subjektive Wahrnehmung verglichen.


2. Skeptizismus II

Materialien:

Francis Bacon: Novum Organum

David Hume: An Enquiry Concerning Human Understanding

Im Unterricht passiert:

Die Lernenden analysieren die Grenzen menschlicher Erkenntnis.

Sie untersuchen die Bedeutung von Erfahrung für Wissen.

Experimente und Wahrnehmungstäuschungen können eingebunden werden.

Diskussionen über Wissenschaft, Vorurteile und Gewohnheiten vertiefen die Inhalte.


3. Die Identität von Denken und Sein

Materialien:

Parmenides

Augustinus

Hugo von Sankt Viktor

Nikolaus von Kues

Johannes Kepler

René Descartes

Im Unterricht passiert:

Lernende untersuchen die Frage, ob Denken und Wirklichkeit zusammenhängen.

Sie reflektieren Augustinus' Gedanken zur Selbsterkenntnis.

Verbindungen zwischen Philosophie und Religion werden sichtbar.

Die Frage „Wer bin ich?“ kann als Ausgangspunkt dienen.


4. Selbsterkenntnis des Erkennens

Materialien:

Platon

Aristoteles

Leibniz

Im Unterricht passiert:

Die Lernenden erforschen die Bedeutung von Selbstreflexion.

Philosophische Gespräche über Wissen und Lernen werden geführt.

Eigene Erkenntnisprozesse werden reflektiert.

Es entstehen Bezüge zu Identität und Selbstverständnis.


5. Transzendentale Logik

Materialien:

Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft

Prolegomena

Im Unterricht passiert:

Lernende untersuchen, wie Erkenntnis überhaupt möglich wird.

Zentrale Begriffe wie Vernunft, Erfahrung und Erkenntnisbedingungen werden erarbeitet.

Schaubilder und Strukturmodelle helfen beim Verständnis.

Die Frage nach den Grenzen menschlichen Wissens steht im Mittelpunkt.


6. Wissen und Wissenschaftslehre

Materialien:

Johann Gottlieb Fichte: Über den Begriff der Wissenschaftslehre


Im Unterricht passiert:


Die Lernenden analysieren die Idee eines sich selbst begründenden Wissens.

Diskussionen über die Grundlagen wissenschaftlichen Denkens werden geführt.

Die Rolle des Ichs für Erkenntnis wird untersucht.


7. Dialektik und Ontologie

Materialien:

Platon

Aristoteles

Plotin

Anselm von Canterbury

Im Unterricht passiert:

Die Lernenden setzen sich mit Fragen nach Sein, Wirklichkeit und Gott auseinander.

Dialektische Denkformen werden eingeübt.

Philosophische und religiöse Gottesvorstellungen werden verglichen.

Argumentationsübungen fördern die Urteilsbildung.


8. Ich und Ichheit

Materialien:

Schelling

Fichte

Im Unterricht passiert:

Die Bedeutung des Ichs für Freiheit und Selbstbewusstsein wird untersucht.

Lernende reflektieren ihr eigenes Selbstverständnis.

Verbindungen zu Fragen persönlicher Identität werden hergestellt.

Kreative Schreibaufgaben können eingesetzt werden.


9. System des Wissens und der Wissenschaft I

Materialien:

Schelling: System des transzendentalen Idealismus

Im Unterricht passiert:

Die Lernenden analysieren Zusammenhänge zwischen Natur, Geist und Erkenntnis.

Philosophische Systeme werden visualisiert.

Die Idee einer umfassenden Wirklichkeitserklärung wird diskutiert.


10. System des Wissens und der Wissenschaft II

Materialien:

Hegel: Bewusstseinslehre

Hegel: Phänomenologie des Geistes

Im Unterricht passiert:

Die Entwicklung des Bewusstseins wird nachvollzogen.

Lernende analysieren dialektische Denkbewegungen.

Historische und gesellschaftliche Entwicklungen werden philosophisch gedeutet.

Komplexe Argumentationsstrukturen werden erschlossen.


11. Schlusslogische Letztbegründung

Materialien:

Kurt Walter Zeidler: Erkenntnislehre

Im Unterricht passiert:

Die Lernenden untersuchen die Frage nach dem letzten Grund von Wissen.

Philosophische Argumente werden kritisch geprüft.

Eigenständige Urteile über Wahrheit und Erkenntnis werden entwickelt.


12. Logosmystik

Materialien:

Robert König: Logik und Mystik

Im Unterricht passiert:

Die Verbindung von rationalem Denken und spiritueller Erfahrung wird thematisiert.

Lernende diskutieren die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis.

Bezüge zu Religion, Mystik und Gotteserfahrung werden hergestellt.

Philosophische und religiöse Perspektiven treten in einen Dialog.

Übergreifende Kompetenzen


Während der Arbeit mit der Textsammlung entwickeln die Lernenden:

Philosophische Urteilskompetenz

Religiöse Urteilskompetenz

Argumentationsfähigkeit

Hermeneutische Kompetenz

Reflexionsfähigkeit

Verständnis für philosophische Grundfragen

Dialogfähigkeit

Fähigkeit zur Analyse komplexer Texte

Selbstreflexion

Verständnis von Glauben und Vernunft

Fähigkeit zur philosophischen Gesprächsführung

Kompetenz im Umgang mit Weltanschauungen und Menschenbildern

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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