Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenfeldern Berufung, Kirche, christliche Lebensentwürfe, Nachfolge Jesu, Diakonie sowie Glaube und Gesellschaft. Die vielfältigen biografischen Zugänge ermöglichen einen lebensweltlichen Zugang zu religiösen Fragestellungen und fördern die Auseinandersetzung mit persönlichen Zukunftsfragen der Lernenden.
Zu Beginn kann eine Bildbetrachtung ausgewählter Seiten erfolgen. Die Lernenden formulieren erste Eindrücke und Vermutungen zu den dargestellten Personen und ihren Aufgaben. Anschließend bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, bei der verschiedene Beiträge des Magazins untersucht werden. Die Gruppen erstellen Steckbriefe der vorgestellten Personen und arbeiten heraus, welche Motive, Werte und Glaubensüberzeugungen deren Handeln prägen.
Im Zusammenhang mit dem Beitrag über Schwester Jutta kann die Frage diskutiert werden, ob Glaube und Naturwissenschaft Gegensätze oder Ergänzungen darstellen. Die Lernenden analysieren Argumente und beziehen Stellung zu aktuellen ethischen Herausforderungen wie Gentechnik oder Verantwortung für die Schöpfung.
Das Interview mit Diakon Erik Thouet eröffnet die Möglichkeit, kirchliche Ämter und Dienste kennenzulernen. Die Lernenden können Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Priestern, Diakonen, Ordensleuten sowie pastoralen Berufen recherchieren und präsentieren. Dabei wird deutlich, dass christliche Berufung vielfältige Ausdrucksformen besitzt.
Der Beitrag über das Salvatorkolleg eignet sich zur Reflexion über die Rolle christlicher Schulen. Die Lernenden setzen sich mit Fragen auseinander wie: Welche Werte sollen Schulen vermitteln? Welche Bedeutung haben religiöse Rituale im Schulalltag? Wie kann Schule ein Ort der Persönlichkeitsentwicklung sein?
Die Darstellung der Guten Beth von Reute ermöglicht eine Begegnung mit christlicher Spiritualität und Heiligkeit. Hier können Lernende untersuchen, wie Gebet, soziales Engagement und Glaubenszeugnis zusammenwirken. Kreative Methoden wie das Verfassen eines fiktiven Interviews, eines Tagebucheintrags oder eines Briefes aus der Perspektive der dargestellten Person fördern die vertiefte Auseinandersetzung.
Für die Oberstufe bietet sich eine vergleichende Analyse verschiedener Berufungsbiografien an. Die Lernenden reflektieren dabei eigene Vorstellungen von Lebenssinn, Verantwortung, Engagement und Zukunft. Dadurch entstehen Anknüpfungspunkte zur Frage nach der eigenen Berufung und Identitätsentwicklung.