Dieses Video ist Teil eines Zyklus aus 13 Videos, welche die Passion Christi und die Teile des Kreuzweges sowie die Grablegung abbilden. Die gesprochenen Texte beschreiben Gefühle zu den einzelnen Stationen des Kreuzwegs und bieten Anregung zur Reflexion des eigenen Lebensweges: Hungernde, Unterdrückte, Flüchtlinge, auch heute wird jeden Tag hilflosen und alten Menschen Leiden zugefügt. Schaulustige sehen zu. Wozu sind wir Menschen fähig. Nicht abzustumpfen ist eine Aufgabe.
Die Videos entstanden als Schulprojekt in Verbindung mit einem Oberstufenjahrgang, der auch die Schauspieler gestellt sowie die Entwicklung und Umsetzung des Projektes und die erstaunliche Farbgebung durchgeführt hat.
Das Video deutet das Kreuz nicht allein als historisches Symbol der Passion Jesu, sondern als Zeichen gegenwärtigen menschlichen Leids. In eindringlichen Bildern beschreibt es Menschen, die Hunger leiden, unterdrückt, misshandelt, verfolgt oder zur Flucht gezwungen werden. Das Kreuz erscheint dabei als Sinnbild für die vielen Formen von Ungerechtigkeit und Gewalt, die auch heute das Leben unzähliger Menschen prägen. Zugleich richtet das Medium den Blick auf diejenigen, die dieses Leid beobachten, ohne einzugreifen, und stellt die kritische Frage nach menschlicher Verantwortung. Die abschließende Bitte, nicht immun gegen das Kreuz zu werden, fordert dazu auf, Leid wahrzunehmen, sich berühren zu lassen und die eigene Sensibilität für Ungerechtigkeit nicht zu verlieren.