Die eine wohlhabend, die andere ihre Sklavin: Als ersten Märtyrerinnen kommt Perpetua und Felicitas sogar ein Platz im Ersten Hochgebet zu. Weshalb ihre Namen dennoch selten in der Eucharistiefeier erwähnt werden, erfahren Sie im Video.
Während ihrer Vorbereitung auf die Taufe wurden Perpetua und Felicitas ins Gefängnis geworfen und empfingen dort das Sakrament. Anlässlich des Geburtstags des Sohnes von Kaiser Septimius Severus wurden sie wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen. Wie durch ein Wunder überlebten sie. Anschließend drohte ihnen der Tod durch den Dolch. Der Überlieferung nach richtete Perpetua zunächst ihre Haare, um ordentlich in das Reich Gottes überzugehen, und half dann dem Henker sogar. Noch im Gefängnis hatte Felicitas einen Sohn geboren, der später bei einer christlichen Familie aufwuchs.
Perpetua und Felicitas kommt im Ersten Hochgebet eine besondere Rolle zu: Neben fünf weiteren Frauen werden sie dort erwähnt. Ihre Nennung ist aber optional.
Das Video stellt die Lebensgeschichte der heiligen Perpetua und Felicitas vor, die zu den bekanntesten Märtyrerinnen des frühen Christentums zählen. Der Überlieferung zufolge lebten sie im zweiten beziehungsweise frühen dritten Jahrhundert nach Christus in der Nähe von Karthago im heutigen Tunesien. Während Perpetua aus einer wohlhabenden Familie stammte, lebte Felicitas als Sklavin. Beide Frauen hatten sich dem christlichen Glauben zugewandt und bereiteten sich als Katechumeninnen auf die Taufe vor. Aufgrund ihres Glaubens wurden sie verhaftet und inhaftiert. Das Video schildert ihre Taufe im Gefängnis, die Geburt von Felicitas' Tochter kurz vor ihrer Hinrichtung sowie ihr standhaftes Auftreten angesichts von Verfolgung und Tod. Darüber hinaus wird ihre besondere Bedeutung für die christliche Erinnerungskultur und ihre bis heute andauernde Verehrung in der Kirche hervorgehoben.