Jüdin, Atheistin, Katholikin – Edith Stein hat sich in ihrem Leben häufig mit dem Glauben beschäftigt. Zusammen mit anderen Konvertiten jüdischer Abstammung wurde sie von den Nationalsozialisten nach Auschwitz gebracht und vor 80 Jahren ermordet. Edith Stein wuchs in einer jüdischen Familie auf, sah sich ab ihrem 15. Lebensjahr als Atheistin und wurde im Studium schließlich katholisch. Später lehrte sie an einer Klosterschule und wurde sogar selbst Karmelitin. Zu ihren Lebzeiten setzte sie sich vor allem für Frauenrechte ein. Die Biografie der heiligen Teresa von Ávila inspirierte sie besonders.
Das Medium stellt das Leben und Wirken von Edith Stein vor, einer bedeutenden katholischen Philosophin, Pädagogin, Frauenrechtlerin und Ordensfrau jüdischer Herkunft. Der Beitrag zeichnet ihren Lebensweg von der Geburt im Jahr 1891 in einer jüdischen Familie über ihre Hinwendung zum Atheismus und ihr Philosophiestudium bis zu ihrer Konversion zum katholischen Glauben nach. Dabei werden ihr wissenschaftliches Wirken, ihr Einsatz für die Rechte von Frauen sowie ihr Eintritt in den Karmelitenorden dargestellt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verfolgung Edith Steins durch das nationalsozialistische Regime, ihrer Deportation nach Auschwitz und ihrer Ermordung im Jahr 1942. Abschließend werden ihre Seligsprechung und Heiligsprechung sowie ihre Bedeutung für den christlich jüdischen Dialog hervorgehoben.