Der Einstieg gelingt über einen Text zu globalen Neujahrsbräuchen. 7 Fragestellungen ermöglichen eine Gegenüberstellung unterschiedlicher Bräuche in verschiedenen Kulturen. In einem nächsten Schritt werden sechs Bilder in Bezug zu Neujahr gesetzt. Die Bräuche werden dem chinesischen und dem russischen Neujahr zugeordnet. Eine Lösung ist im letzten Teil des Materials umgekehrt abgedruckt. Es würde sich auch anbieten, hier christliche Bräuche oder die persönlichen Bräuche im eigenen Umfeld mit einzubringen. Die Tabelle Material könnte um diese Punkte ergänzt werden.
Für den Religionsunterricht eröffnet das Material zahlreiche Möglichkeiten, interkulturelles und interreligiöses Lernen mit existenziellen Fragen nach Neubeginn, Hoffnung und Zukunft zu verbinden. Die Lernenden können zunächst eigene Neujahrsbräuche sammeln und mit den im Text dargestellten Traditionen vergleichen. Daraus ergeben sich Gespräche über Rituale, Symbole und die Bedeutung von Festen für das menschliche Leben. Besonders interessant ist die Frage, warum Menschen weltweit bestimmte Handlungen mit dem Beginn eines neuen Jahres verbinden und welche Hoffnungen sie damit ausdrücken. Im Anschluss können religiöse Perspektiven auf Zeit, Jahreswechsel und Neuanfang erschlossen werden. Biblische Texte über Hoffnung, Vergebung, Versöhnung oder Gottes Begleitung auf neuen Wegen bieten sich als Vertiefung an. Die im Material genannten Bräuche wie das Beilegen von Streitigkeiten oder das Zusammenkommen der Familie ermöglichen ethische Reflexionen über Frieden, Gemeinschaft und Verantwortung füreinander. Methodisch eignen sich Bildimpulse, Partnergespräche, Gruppenarbeiten, Vergleiche verschiedener Kulturen, Rollenspiele zu Neujahrstraditionen, kreative Schreibaufgaben zu persönlichen Hoffnungen für das neue Jahr oder die Gestaltung eines Klassenrituals zum Jahresbeginn. Darüber hinaus kann das Material im Rahmen von Globalem Lernen eingesetzt werden, da die Lernenden entdecken, wie unterschiedlich Kulturen Feste gestalten und wie ähnlich die dahinterliegenden menschlichen Bedürfnisse sind. So fördert das Medium Offenheit, Perspektivwechsel, kulturelle Sensibilität und die Reflexion über die eigene Lebensgestaltung.