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Hubertus Holschbach | ru-digitalGlaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

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Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Furcht und Zittern

Veröffentlichung:13.11.2022

Die Unterrichtssequenz "Furcht und Zittern" basiert auf der gleichnamigen Videoreihe zu Evangelikalismus mit 14 Folgen. Daraus wurden sechs für eine zentrale Gruppenarbeit ausgewählt.

Die 1.  Unterrichtsstunde "Angst kommt von Enge" mit vier Seiten thematisiert über eine Videoanalyse die Konzepte von engem und freiem Glauben auf Basis der Analyse Evangelikaler Kirchen. Antizipierte Ergebnisse sind im Unterichtsentwurf enthalten. 

Die 2. Unterrichtsstunde bietet eine weitere Webanalyse zum Vergleich von evagelischen Gemeinschaften über eine Webanalyse. Zehn Links sind im Unterrichtsentwurf enthalten. 

Diese Unterrichtssequenz ist direkt im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Das Video, auf das sie sich bezieht, ist im Dropdown-Menü eingebettete Medien sowie unter "Medium öffnen" auf dieser Seite zu finden.

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1. Stunde


Einführung (I):

Die Unterrichtsstunde basiert auf dem einführenden Video "Furcht und Zittern - Wer hat Angst vor der von Geli Kahlen?" über die Geschichte der schwierigen Beziehung zwischen Gott und Mensch im säkularen Zeitalter. Ziel ist es, mit den Schülern über die Herausforderungen des evangelikalen Glaubens und möglicher post-evangelikaler Perspektiven zu diskutieren und eine befreiende Form des Glaubens zu erforschen.


Diskussion (II):

Beginnen Sie die Diskussion, indem Sie die Schüler auffordern, ihre Eindrücke vom Video zu teilen und welche Fragen oder Gedanken es bei ihnen ausgelöst hat.

Ermutigen Sie die Schüler, über ihre eigenen Erfahrungen und Begegnungen mit dem Glauben zu sprechen, insbesondere in Bezug auf Herausforderungen und Gemeinschaft.


Praktische Anwendung (III):

Teilen Sie die Schüler in Gruppen auf und bitten Sie sie, die Konzepte von "engem" und "befreiendem" Glauben zu diskutieren. Lassen Sie sie Beispiele aus dem Video und ihren persönlichen Erfahrungen einbringen.

Jede Gruppe soll Ideen entwickeln, wie eine befreiende Form des Glaubens aussehen könnte, die auf einer unterstützenden und solidarischen Gemeinschaft basiert.

Der Unterschied zwischen engem und befreiendem Glauben lässt sich anhand der Art und Weise, wie der Glaube erlebt und praktiziert wird, deutlich machen:


Enger Glaube:

Ein enger Glaube ist durch starre Regeln und Vorschriften gekennzeichnet, die von einer Gemeinschaft auferlegt werden.

Es gibt klare Hierarchien und Autoritäten, die das Verhalten und die Überzeugungen der Gläubigen kontrollieren und kontrollieren.

Die Wahrheit wird als absolut und unveränderlich betrachtet, und abweichende Meinungen oder kritische Fragen werden nicht toleriert.

Ein enger Glaube kann dazu führen, dass Gläubige Angst haben, etwas falsch zu machen oder sich selbst auszuleben, aus Angst vor Ablehnung oder Strafe.

Gemeinschaften mit einem engen Glauben können dazu neigen, sich abzuschotten und sich von der Welt und anderen Überzeugungen abzuschneiden.


Befreiender Glaube:

Ein befreiender Glaube betont die Freiheit des Einzelnen, seinen Glauben auf persönliche und authentische Weise zu leben.

Es gibt Raum für Zweifel, Fragen und persönliche Interpretationen der Wahrheit, ohne Angst vor Ablehnung oder Bestrafung.

Gläubige fühlen sich ermutigt, ihre eigene Spiritualität zu entwickeln und ihre Beziehung zu Gott oder einer höheren Macht individuell zu gestalten.

Befreiender Glaube erkennt die Vielfalt und Komplexität des Lebens und des Glaubens an und ermutigt dazu, sich weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu entdecken.

Gemeinschaften mit einem befreienden Glauben sind oft offener und einladender für Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Überzeugungen.

In einem engen Glauben kann die Gemeinschaft dazu neigen, den Glauben zu kontrollieren und zu regulieren, während in einem befreienden Glauben der Schwerpunkt eher auf der Unterstützung und Ermutigung jedes Einzelnen liegt, seine eigene spirituelle Reise zu gehen. Befreiender Glaube fördert die Selbstentfaltung und das Wachstum, während enger Glaube oft die Angst vor Abweichung und Andersdenkenden hervorruft. Es ist wichtig zu betonen, dass es eine breite Vielfalt von Glaubensrichtungen und Gemeinschaften gibt und dass nicht alle evangelikalen oder post-evangelikalen Gruppen gleich sind. Einige können enge Glaubenssysteme aufweisen, während andere einen befreienden und unterstützenden Ansatz haben.


Präsentation der praktischen Anwendung (IV):

Jede Gruppe soll ihre Ideen vorstellen und erklären, wie ihre befreiende Form des Glaubens funktionieren könnte. Erlauben Sie den anderen Schülern, Fragen zu stellen und ihre Gedanken dazu zu äußern.


Reflexion und Zusammenfassung (V):

Führen Sie eine Reflexionsrunde durch, in der die Schüler ihre Erkenntnisse und Einsichten aus der Diskussion und den Präsentationen teilen.

Betonen Sie die Bedeutung von unterstützenden Gemeinschaften und einem befreienden Glauben, der den Einzelnen stärkt und ermutigt.


Hausaufgabe (VI):

Als Hausaufgabe könnten die Schüler gebeten werden, einen kurzen Aufsatz oder eine kreative Präsentation darüber zu schreiben, wie sie ihre eigene Vorstellung von einem befreienden Glauben und einer unterstützenden Gemeinschaft verwirklichen würden.


Abschließende Worte (VII):

Schlussworte können eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und eine Ermutigung zur Weiterentwicklung einer persönlichen und befreienden Beziehung zum Glauben sein.


Zusätzliche kreative Ideen (VIII):

Für zusätzliche kreative Ideen könnten die Schüler aufgefordert werden, ihre Gedanken und Erkenntnisse in Form von Gedichten, Zeichnungen oder kurzen Skizzen auszudrücken.


Bibelzitate (IX):

Sie könnten ausgewählte Bibelzitate verwenden, die den Schülern helfen, die Bedeutung von Gemeinschaft und befreiendem Glauben besser zu verstehen, wie zum Beispiel: "Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich mitten unter ihnen" (Matthäus 18,20).



2. Stunde



Einführung (I):


Starte die Unterrichtsstunde mit dem einführenden Video über Evangelikalismus.

Erkläre den Begriff "Evangelikalismus" und die historischen Wurzeln der Bewegung.

Betone die Vielfalt innerhalb des Evangelikalismus und dass es verschiedene Ausprägungen und Strömungen gibt.


Diskussion (II):

Leite eine Diskussion über die Herausforderungen, mit denen Evangelikale konfrontiert sind, insbesondere in Bezug auf Vorurteile und Stereotypen.

Ermutige die Schüler, ihre Meinungen und Perspektiven zu verschiedenen evangelikalen Themen auszutauschen.


Praktische Anwendung (III):

Lasse die Schüler in Kleingruppen verschiedene evangelikale Bewegungen und Gemeinschaften erforschen.

Jede Gruppe soll ihre Ergebnisse präsentieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Bewegungen hervorheben.


Hier ist eine Liste einiger evangelischer Bewegungen mit ihren Webadressen, die du erforschen kannst:


Evangelische Allianz: Eine weltweite Bewegung von Christen, die sich für Einheit, Evangelisation und soziales Engagement einsetzt.

Webseite: https://www.ead.de/

Lausanner Bewegung: Eine internationale evangelikale Bewegung, die sich für globale Evangelisation und Mission einsetzt.

Webseite: https://www.lausanne.org/

Taizé-Gemeinschaft: Eine ökumenische Bruderschaft in Taizé, Frankreich, die spirituelle Einkehr, Gemeinschaft und Gesänge fördert.

Webseite: https://www.taize.fr/

Willow Creek Association: Eine internationale Netzwerkorganisation, die christliche Leiter unterstützt und trainiert.

Webseite: https://www.willowcreek.com/

ICF Movement: Eine globale Gemeinschaft von Kirchen, die sich auf zeitgemäße und relevante Gottesdienste und Gemeinschaft konzentriert.

Webseite: https://www.icf.church/

Freie evangelische Gemeinden (FeG): Ein Zusammenschluss von evangelischen Freikirchen in Deutschland.

Webseite: https://www.feg.de/

Hillsong Church: Eine weltweit bekannte Kirche, die sich durch moderne Lobpreismusik und jugendliche Anziehungskraft auszeichnet.

Webseite: https://hillsong.com/

Alpha-Kurs: Ein Kurs, der eine Einführung in den christlichen Glauben bietet und in vielen Gemeinden weltweit angeboten wird.

Webseite: https://alpha-deutschland.org/

YMCA (Young Men's Christian Association): Eine weltweite christliche Jugendorganisation, die soziales Engagement und Gemeinschaft fördert.

Webseite: https://www.ymca.int/

24-7 Prayer: Eine Gebetsbewegung, die rund um die Uhr Gebetsräume und Gebetsinitiativen in Gemeinden und Städten organisiert.

Webseite: https://www.24-7prayer.com/

Bitte beachte, dass einige der Websites möglicherweise in englischer Sprache verfügbar sind, aber viele von ihnen bieten auch Informationen in anderen Sprachen an. Viel Spaß beim Erforschen!



Präsentation der praktischen Anwendung (IV):

Die Gruppen stellen ihre Ergebnisse vor und diskutieren die Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit der gesamten Klasse.


Reflexion und Zusammenfassung (V):

Führe eine Reflexionsrunde durch, in der die Schüler ihre Erkenntnisse und Lernerfahrungen teilen.

Fasse die wichtigsten Punkte über Evangelikalismus zusammen und betone erneut die Vielfalt innerhalb dieser Bewegung.


Hausaufgabe (VI):

Als Hausaufgabe könnten die Schüler gebeten werden, ein Interview mit einer evangelikalen Person aus ihrem Umfeld zu führen, um mehr über deren Glauben und Erfahrungen zu erfahren.


Abschließende Worte (VII):

Beende die Unterrichtsstunde mit einer Zusammenfassung und einer Ermutigung, Vorurteile abzubauen und verschiedene Glaubensrichtungen mit Offenheit und Respekt zu betrachten.


Zusätzliche kreative Ideen (VIII):

Spiele eine Rolle, in der die Schüler eine Debatte zwischen verschiedenen Vertretern evangelikaler Bewegungen aufführen und die Argumente darstellen.

Organisiere einen "Glaubensmarkt", auf dem die Schüler Infostände für verschiedene religiöse Gruppierungen, einschließlich evangelikaler Bewegungen, erstellen und Informationen austauschen.


Bibelzitate (IX):

Lies und diskutiere passende Bibelzitate, die den Schülern helfen können, bestimmte evangelikale Themen besser zu verstehen. Beispielsweise könnte das Zitat "Gott ist Liebe" (1 Johannes 4,16) dazu dienen, die Bedeutung von Liebe und Nächstenliebe in der evangelikalen Ethik zu beleuchten.


Abschließende Anmerkung:

Stelle sicher, dass du die religiöse Vielfalt in der Klasse berücksichtigst und achte darauf, dass die Unterrichtsstunde respektvoll und inklusiv gestaltet wird. Ziel ist es, den Schülern ein tiefes Verständnis für Evangelikalismus zu vermitteln und sie zu ermutigen, sich offen mit religiösen Themen auseinanderzusetzen.

Methoden:

Videoanalyse

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

9.11.2022

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe II

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13.11.2022

Interreligiöser Dialog

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Religionen

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

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