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Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Wer gehört zur wahren Kirche? (Furcht & Zittern 13)

Veröffentlichung:20.10.2022

Eine wert- und zielorientierte Gemeinschaft hat per Definition Grenzen. Das ist auch nicht schlecht, die Frage stellt sich jedoch: "Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht in diese Grenzen passen oder diese Grenzen anders ziehen würden?" In dieser Episode geht es um Gemeinschaft, Identität, Inklusion aber auch Ausgrenzung innerhalb von christlichen Gemeinschaften.

Die sechste Folge der zweiten Staffel von Furcht und Zittern beschäftigt sich mit einer grundlegenden Frage christlicher Gemeinschaften: Wer gehört zur Kirche und wie entstehen Zugehörigkeit, Identität und Gemeinschaft? Das Video beleuchtet die Dynamiken von Inklusion und Ausgrenzung innerhalb evangelikaler, freikirchlicher und kirchlicher Gemeinschaften. Die Gesprächspartner reflektieren die Stärken enger Glaubensgemeinschaften, die Menschen Orientierung, Unterstützung, Sinn und Zugehörigkeit bieten können. Gleichzeitig werden die Gefahren starker Gruppenidentitäten thematisiert, etwa moralischer Druck, Abgrenzung gegenüber Andersdenkenden, starre Normen oder die Vorstellung, allein die eigene Gemeinschaft vertrete den wahren Glauben. Historische Entwicklungen von Täuferbewegungen, Pietismus, Methodismus und Evangelikalismus werden ebenso aufgegriffen wie Fragen nach Orthodoxie, Vielfalt, Ökumene und dem Verhältnis von Wahrheit und Gemeinschaft. Das Video plädiert für eine christliche Gemeinschaft, die eine klare Mitte in Jesus Christus besitzt, zugleich aber offen bleibt für unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Glaubenswege. Dabei wird betont, dass christliche Gemeinschaft nicht durch Perfektion, sondern durch gegenseitige Annahme, Vergebung, Demut und die gemeinsame Ausrichtung auf Gott geprägt sein sollte.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Behandlung zentraler Themen der Ekklesiologie, Religionssoziologie und christlichen Ethik. Lernende können zunächst eigene Erfahrungen mit Gruppen, Vereinen, Freundeskreisen oder religiösen Gemeinschaften reflektieren und untersuchen, welche Bedingungen Zugehörigkeit ermöglichen oder erschweren. Besonders ergiebig ist die Frage, warum Gemeinschaften Grenzen benötigen und wann solche Grenzen zu Ausgrenzung oder Diskriminierung führen können. Methodisch eignet sich das Video für Gruppenarbeiten, Diskussionen oder Fallanalysen zu den Themen Gemeinschaft, Identität, Normen, Werte und soziale Kontrolle. Die Lernenden können unterschiedliche Aussagen der Interviewpartner vergleichen und untersuchen, welche Chancen und Risiken starke religiöse Gemeinschaften mit sich bringen. Ebenso bietet sich eine Analyse biblischer Vorstellungen von Kirche und Gemeinschaft an, beispielsweise anhand der ersten christlichen Gemeinden, der paulinischen Briefe oder der Berufung der Jünger. Die Ausführungen über Orthodoxie, Glaubensbekenntnisse und christliche Identität ermöglichen zudem eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Frage, wie christliche Gemeinschaften ihre Mitte bestimmen und welche Bedeutung gemeinsame Überzeugungen für den Zusammenhalt besitzen. Besonders gewinnbringend ist die Diskussion über das Verhältnis von Wahrheit und Toleranz sowie über die Frage, wie Gemeinschaften mit Vielfalt und Meinungsverschiedenheiten umgehen können. Das Video eignet sich darüber hinaus hervorragend für Unterrichtseinheiten zu Ökumene, religiöser Pluralität, Inklusion, Menschenwürde, Gemeinschaft und Verantwortung. Die Lernenden werden angeregt, eigene Vorstellungen von Zugehörigkeit und Gemeinschaft kritisch zu reflektieren und Wege zu entwickeln, wie christliche Gemeinschaften zugleich verbindlich und offen gestaltet werden können.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.5 Gefährliche Religion?.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.5 Fragen an Kirche – umstrittene Kirche.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

13 / 7. Zukunft der Glaubenden.

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