Dieses Video hinterfragt den Vorgang von Dekonstruktion. Führt Dekonstruktion zu besserer Reflexion oder zur Zerstörung von Teilen oder des ganzen Glaubens? Nur wer über den Glauben nachdenkt und ihn fühlend erfährt, kann ein auskunftsfähiger, selbst reflektierter Christ sein. Beides ist notwendig. Wie sehen die beiden Extreme heute aus? Wie könnte eine Symbiose von Denken und Fühlen in einer christlichen Gemeinschaft aussehen. Wer ist eigentlich mehr dem Zeitgeist verfallen: Die Evangelikalen oder die Postevangelikalen?
Die zweite Folge der zweiten Staffel von Furcht und Zittern widmet sich der Frage, welche Rolle Dekonstruktion, kulturelle Entwicklungen und der sogenannte Zeitgeist für den christlichen Glauben spielen. Unterschiedliche Theologinnen und Theologen, Kirchenvertreter sowie christliche Praktiker diskutieren, wie Glaubensüberzeugungen kritisch hinterfragt werden können, ohne dass dabei der Kern des christlichen Glaubens verloren geht. Das Video unterscheidet zwischen Zweifel und Dekonstruktion und beleuchtet die Chancen und Risiken beider Prozesse. Dabei werden historische Entwicklungen christlicher Lehre, die Bedeutung von Tradition, persönliche Glaubenserfahrungen, mystische Spiritualität sowie die Herausforderungen moderner und postmoderner Denkweisen thematisiert. Die Gesprächspartner fragen danach, welche Elemente des Glaubens kulturell bedingt sind, welche bleibende Bedeutung besitzen und wie Christinnen und Christen auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren können. Darüber hinaus wird die Spannung zwischen Offenheit gegenüber neuen Perspektiven und der Treue zum Evangelium diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Kirche, Gemeinschaft und Glaube in einer pluralen Gesellschaft glaubwürdig gelebt werden können und welche Bedeutung Demut, Dialogfähigkeit und geistliche Erneuerung für die Zukunft des Christentums besitzen.