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Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Angst kommt von Enge (Furcht & Zittern 1)

Wer hat Angst vor Evangelikalen?

Veröffentlichung:20.1.2022

Die Kirche steckt in einer Imagekrise. Die Extreme dominieren die öffentliche Wahrnehmung. In den Medien werden “Evangelikale” als fundamentalistisch, eng und gefährlich wahrgenommen. Aus dieser Enge möchten “Postevangelikale” ausbrechen. Gelingt das? Mit “Furcht & Zittern” erkunden wir kritisch und selbstkritisch lebendige Formen des christlichen Glaubens für heute.

Furcht und Zittern: Wer hat Angst vor der? ist die erste Folge einer mehrteiligen Dokumentationsreihe des Zentrums Glaube und Gesellschaft der Universität Freiburg in der Schweiz. Die Episode beschäftigt sich mit der Frage, weshalb sich viele Menschen von evangelikalen Gemeinschaften distanzieren und welche Erfahrungen sie mit Glauben, Gemeinschaft und religiösen Erwartungen gemacht haben. Anhand persönlicher Lebensgeschichten ehemaliger und gegenwärtiger Mitglieder evangelikaler Gemeinden werden Spannungsfelder zwischen individueller Freiheit und gemeinschaftlichen Normen sichtbar. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Fragen der Sexualmoral, des Verhältnisses von Glaube und Wissenschaft sowie die Rolle von Gemeinschaft als möglicher Raum von Unterstützung oder sozialem Druck. Zugleich wird die historische Entwicklung des Evangelikalismus beleuchtet und nach Perspektiven für eine zukunftsfähige, befreiende Form christlichen Glaubens gefragt.

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Das Medium eignet sich hervorragend für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe sowie für den konfessionellen Religionsunterricht in der Sekundarstufe II. Es ermöglicht Lernenden einen authentischen Einblick in aktuelle innerchristliche Debatten und eröffnet die Möglichkeit, unterschiedliche Formen gelebter Religiosität kennenzulernen. Didaktisch bietet sich zunächst eine Annäherung über die Leitfrage an, was Menschen in religiösen Gemeinschaften suchen und weshalb sie diese manchmal wieder verlassen. Die persönlichen Erfahrungsberichte können als Ausgangspunkt für Diskussionen über Freiheit, Zugehörigkeit, Identitätsbildung und religiöse Sozialisation genutzt werden. Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen individueller Selbstbestimmung und gemeinschaftlichen Erwartungen. Methodisch können Lernende die verschiedenen Positionen der Interviewpartner analysieren, ihre Erfahrungen vergleichen und die jeweiligen Gottesbilder sowie Menschenbilder herausarbeiten. Darüber hinaus lassen sich Bezüge zu entwicklungspsychologischen, soziologischen und theologischen Perspektiven herstellen. In arbeitsteiliger Gruppenarbeit können einzelne Themenfelder wie Sexualethik, Wissenschaft und Glaube, Gemeinschaft, Dekonstruktion von Glaubensüberzeugungen oder Zukunftsmodelle von Kirche untersucht werden. Die Aussagen der Experten ermöglichen zudem eine kritische Reflexion religiöser Autorität, der Bedeutung von Gemeinschaft für die persönliche Glaubensentwicklung sowie der Frage, welche Merkmale eine befreiende und lebensfördernde Glaubenspraxis kennzeichnen. Das Video eignet sich daher besonders für Unterrichtseinheiten zu Kirche und Gemeinschaft, religiöser Identität, Freiheit und Verantwortung, Glaubensbiografien, Religion in der modernen Gesellschaft sowie zu Prozessen religiöser Transformation und Dekonstruktion.

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