Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Themen Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit, Zukunftsethik und globale Gerechtigkeit. Die Unterrichtseinheit ermöglicht es den Lernenden, naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit ethischen und religiösen Fragestellungen zu verbinden. Besonders geeignet ist das Material für problemorientierte Lernprozesse, die von einer lebensweltlich bedeutsamen Leitfrage ausgehen. Die Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels eröffnet Gespräche über die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung sowie über die Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen. Methodisch überzeugt die Einheit durch den Einsatz kooperativer Lernformen. Das Gruppenpuzzle fördert eigenverantwortliches Lernen, Perspektivwechsel und die gemeinsame Konstruktion von Wissen. Die Arbeit mit digitalen Klimadaten stärkt zudem die Medienkompetenz und die Fähigkeit, wissenschaftliche Informationen kritisch auszuwerten. Im Religionsunterricht können die Ergebnisse durch biblische Schöpfungstexte, die Enzyklika Laudato si’, Konzepte der Bewahrung der Schöpfung oder Fragen nach Gerechtigkeit und Solidarität vertieft werden. Besonders gewinnbringend ist die abschließende Schreibaufgabe, da sie die Lernenden dazu anregt, eigene ethische Urteile zu formulieren und konkrete Handlungsoptionen zu entwickeln. Dadurch werden Fachkompetenz, Urteilskompetenz, Kommunikationskompetenz und Handlungskompetenz gleichermaßen gefördert. Die Einheit eignet sich sowohl für projektorientierte Unterrichtsphasen als auch für fächerverbindende Vorhaben mit Biologie, Geographie, Politik oder Ethik.